Alleine 🏃🏻♂️ auf der Schlussetappe.





Nach dem Frühstück verlasse ich das Berggasthaus Tannalp um zehn vor neun Uhr. Die Temperatur beträgt 15°C und die Sonne ☀️ scheint, als ich die Alpsiedlung Tannalp in Richtung Geisstritt verlasse. Die Passage wurde vor einigen Jahren aufwändig ausgebaut und mit einem Seil versehen. Ich jogge hinab zum Hotel Engstlenalp 1839m, das seit 1892 Gäste beherbergt.






Nach der Abzweigung zum Sätteli mache ich beim Engstlensee einen kurzen Foto-Stop. Schon bald höre ich Gebimmel und Stimmen, die die Rinder treiben. Nun bin ich mittendrin im Stau 🐄🐄🐄🐄🐄🐄🐄🐄🐄. Es ist gar nicht so einfach, diese Rinder zu überholen auf dem schmalen Bergweg, doch irgendwann bin ich vorne und kann zügig laufen.





Nach neun Kilometern bin ich beim Sätteli 2116m, dem Übergang ins Gadmertal und geniesse die grossartige Aussicht.






Auszug Via Berna: Firn und Eis, Wald und Weiden, von den Kletterbergen der Engelhörner bis zum Finsteraarhorn und über die gleissenden Gletscher der Trift, des Sustenhorns und des Titlis liegt alles offen da. Der Abstieg zwischen Felsbändern ist steil und erfordert höchste Konzentration.



Mit Joggen kann erst nach dem anspruchsvollen Zick-Zack begonnen werden.
Der nun folgende zweite Teil der Höhenwanderung führt zur Tällihütte 1727m, da mache ich meine erste Pause mit Eistee und Zwetschgen-Kuchen.



Weiter geht’s den mächtig aufragenden Felstürmen der Gadmerflue entlang über Alpligen nach Raflue. Hier beginnt der rasante Abstieg in das 400 Meter tiefer gelegene Bergdorf Gadmen. Zweite Pause nach knapp drei Laufstunden, nun sitze ich bei einer feinen Suppe in der schönen Gadmer Lodge.










Ein Plattenweg führt durch die sumpfige Hochmoorlandschaft zum Alpinzentrum in Steingletscher. Ich habe wenig Zeit und trinke im Hotel Steingletscher 1863m schnell einen Eisstee, anschliessend laufe ich weiter bergan.
















Danach laufe ich auf dem alten Sustenweg zügig weiter bergan, die Zielvorgabe ist 1:15h, was ich mit weniger als 40 Minuten unterbiete. Hier habe ich gerade genug Zeit, um mich auf der Toilette umzuziehen und draussen vor dem Restaurant Susten Kulm 2225m mein 🍺 Belohnungs-Bier zu trinken.









Ich verzichte auf die Übernachtung im Berggasthaus Sustenpass Hospiz auf 2259 Meter über Meer und setzt mich ins 🚍Postauto. Dieses ist leider voll, der Grund ist die Vier-Pässe-Fahrt. Grimsel – Nufenen – Gotthard – Susten. Der nette Fahrer aus Wil SG lässt mich auf dem vordersten Sitz neben ihm sitzen. Ein erhabenes Gefühl, so vorne zu thronen. Ein krönender Abschluss der 🏃🏻♂️ Via Berna.




Lange Heimreise 🚍 🚆 Sustenpass Hospiz – Zürich 16:46-21:15
Neun Tage, 260 Kilometer Strecke mit 8‘436 Hm ↗️ rauf und 8‘799Hm ↘️ runter in knapp 45 Stunden, aufgeteilt in neun Etappen.