Tag 75 Eskerikas – Bilbao

Gut ausgeruht, nach der erstaunlich ruhigen Nacht im gemischten Mehrbett Saal, gehe um 7:00h zum 🇪🇸Frühstück 🍮🍊-Saft, 🥖 Konfi. Es ist 8:15, als ich mich bei 15°C und 🌤 auf den Weg mache. Es gilt noch auf den Aretxabalgana-Pass zu klettern, um ein paar Höhenmeter zu killen, bevor es dann in der Stadt flach wird. Mich gelustet es nach einem Kaffee und einem Sandwich, das genehmige ich mir in Goikolexea. Im nächsten Ort Larrabetzu trinke ich ein Cola. Noch ist es flach und geht der Hauptstrasse entlang. Manchmal mit und manchmal ohne Trottoir.

In Zamondio steht vor der Kirche ein Schild 7 Km bis Bilbao. Aber zuerst geht es auf den Hügel Iturritxualde, auf 353m hinauf, und weil es so schön war, auch hinunter in die Stadt.

Nun bin ich bereits über der Stadt, mein Hotel liegt vor dem Zentrum, auf der anderen Seite vom La-Ría-Fluss, das darf ich nicht verpassen.

Das Zimmer ist noch nicht bereit, so ziehe ich meine Wanderschuhe aus und die roten Leguano an. Als erstes ein helado, damit laufe ich als erstes vor das Teatro Arriaga und setze mich beeindruckt auf die Stufen und geniesse das Glacé. Dann laufe ich weiter dem La Ria entlang, bis zum Guggenheim Museo, wo der Eintritt €16.- kostet.

Wie in den meisten Museen ist es auch hier verboten Fotos zu machen. Aber das Gebäude und das darum herum ist ja auch ganz nett.

Im Cafe negro y bianco esse ich ensalada provenzal y Pasta carbonara dazu una 🍺cerveza. Wer setzt sich an den Nebentisch, ein Schweizer Ehepaar, das seine Städteferien geniesst. An der Bar noch einen ☕️, dann zurück ins Hotel zum Duschen und Hausarbeit.

Ein paar Eindrücke vom Heimweg. Heute habe ich noch etwas Notvorrat gekauft, man weiss nie wo man strandet.

Übernachtung heute im La Estrella Ostatu ZF €41.- inklusive Mona Lisa.

Garmin: Eskerikas – Goikolexea

Garmin: Goikolexea – Bilbao

Tag 74 Markina-Xemein – Eskerikas

Gut ausgeruht gehe um 5:15h zum 🇪🇸 Frühstück 🍮, Toast 🍞 mit Konfi. Es ist 5:50h, als ich mich bei Bewölkung 🌩 und 16°C auf den Weg mache. Heute habe ich meinen schlechten Tag. Es läuft nicht so gut wie sonst und das Wetter stimmt auch nicht mit der Prognose überein. Hatte mich kurz nach dem Start so zwei Kilometer verlaufen. Nachdem ich den Weg wieder gefunden habe, komme ich nach Bolibar, erst sehe ich Zäune mit Muschel Muster und dann hat es auch ein Museum über „Simón José Antonio de la Santísima Trinidad Bolívar y Palacios“

Auf den nächsten Hügel in Gerrikaitz Goierri-Ziortza geht’s durch die Klosterpforte hinein und auf der anderen Seite wieder hinaus.

Nun bin ich weit oberhalb von Munitibar, es liegt noch Nebel in der Luft. Es geht wieder hinunter, aber diesmal hat jemand Treppen gebaut. Ich bin richtig froh darüber, denn sonst wäre das sicher eine Rutschpartie geworden. Am Brunnen fülle ich meine Flasche auf, dann setze ich mich auf eine Bank und esse die geschenkte Orange 🍊von gestern Abend. Da ruft mir ein Mann zu, dass da vorne eine Bar sei. Als wir zwei dann dort sind, ist es der normale Zustand. GESCHLOSSEN! So wie die zwei Tavernas im Ort auch.

Im Tobel bei Arratzu laufe ich über die historische Brücke Puente Medieval de Artzubi Baujahr 1759. Die Baumeister haben damals gute Arbeit geleistet.

Heute habe ich erst nach 24Km in Ajangiz eine offene Taverne gefunden, für den Standard.

Ab hier sind es noch zwei Kilometer, dann bin ich in der Stadt Gernika-Lumo. Dort will ich erst etwas essen, dazu gehe ich in die Taverna „1000 Azules“ und bestelle mir für €8.50 einen Ensalada de setas, queso y vinagreta de tomate y un Cerveza, das Getränk ist im Preis inbegriffen. Als das Essen dann kam, musste ich erst nachschauen, was Setas überhaupt sind. Aha 🍄 Pilze, ja das ist mir auch recht.

Eigentlich wäre Gernika-Lumo ein Städtchen zum Verweilen, aber soviel Zeit habe ich dann doch nicht.


Damit ich morgen in Bilbao mehr Zeit habe, laufe ich nochmals 10km nach Eskerikas.

Übernachtung heute im Albergo Eskerikas im Massenlager ZF €16.-

Garmin: Markina-Xemein – Eskerikas

Tag 73 Itziar – Markina-Xemein

Gut ausgeruht, nach dem feinen Nachtessen, gehe um 7:30h zum 🇪🇸 Frühstück: heisse Schoggi 🍊-Saft, 🥖 Konfi und Frucht-Yoghurt. Es ist 8:15, als ich mich bei Nieselregen ☀️17°C missmutig auf den Weg mache. Rucksack 🎒 und ich mit Regenbekleidung bedeckt. Die Idee 💡 die gestrige Etappe zu verlängern, war im Nachhinein gar nicht so schlecht, dafür wird es heute etwas kürzer. Die Wetterprognose sagt ab Mittag ein Gewitter voraus. Nun geht es steil hinunter nach Deba und es ist nass, der Regen hat aufgehört. Für die Pilger wurde ein Schild hingestellt, mit dem Hinweis auf die  rutschige Strasse, wir sollen links laufen, dort hat es am Strassenrand ein Seil, um sich festzuhalten. Weiter unten auf einem anderen schmaleren Weg, da fehlt dieser Komfort, und ich bin froh um meinen neuen Bambusstock. Wenn ein älterer 🇫🇷 auf dem Po diese Schräge hinunter rutscht, dann ist es wirklich schlüpfrig.

In Olaz gönne ich mir einen Kaffee ☕️ mit Cola und ein Sandwich, bevor es wieder 300m ansteigt bis zum höchsten Punkt. Ich Depp habe die Gelegenheit in Deba verpasst, weil ich dachte, es komme nochmals etwas mit Verpflegung. Um die 1’000 Höhenmeter zu erreichen, muss es ja dauernd auf und ab gehen. Manchmal auf sehr ungepflegten Waldwegen, oder auch gepflegt für saubere Wanderschuhe.

Weit unten sehe ich mein Tagesziel Markina-Xemein, aber es geht erst um den Hügel, bevor es – was sonst – steil hinunter geht, für mich zum Glück auf betoniertem Weg, das kann ich auch im Schnellgang machen. Zwei junge Pilgerinnen staunen, eine hält den Daumen 👍 hoch, sie will vermutlich mitgenommen werden. Im Dorf angelangt schaue ich mir die Kirche San Miguel Arcángel an, die ist interessant, weil im Inneren drei grosse Felsbrocken stehen. Dann passiere ich das „Uhagon Kulturgunea ERA gaytan de ayalaren jauregia patrokua“.

Als Erstes wasche ich meine verschwitzten Hände/Arme am Brunnen, dann besuche ich ein Resti, das für €13.- ein Pilgermenü anbietet. Die Auswahl passt mir, ich frage nach einem Sitzplatz und bestelle ein Cerveza grande, aber es hat nur Büchsenbier, ich sage OK und bekomme den Gerstensaft. Dann kommt der Salat und später das Fleisch Lomo, dazu wird mir eine gekühlte Flasche Rotwein hingestellt. Davon trinke ich sicher zwei 🍷🍷Gläser.

Übernachtung heute im privado Albergue  Augusto and Daughter ZF €20.- mit Wäsche/Trocknen.

Kaum frisch geduscht und Wäsche abgegeben, da blitzt ⚡️🌩 und donnert es draussen mit starkem Regen. Das Gewitter war angesagt zwischen 12-20h, aber man weiss hier nie, wann es kommt.

Garmin: Itziar – Markina-Xemein

Tag 72 San Sebastián – Zumaia – Itziar

Gut ausgeruht geht es sehr früh los. Es ist erst 5:00h, als ich mich auf den Weg mache, es ist zwar noch dunkel, aber es herrscht eine angenehme Temperatur. Als ich unten in der Stadt bin, begegnen mir viele junge Leute, die vom Ausgang kommen. Im ersten offenen Café bestelle ich café con leche ☕️ und eine leckere Schoggirolle.

Am Strand hat es auch noch Partyvolk, das gerade ein Lokal verlässt. Die Policia ist auch mit dem Wagen vor Ort. Der Weg führt durch einen gepflegten und bunten Tunnel. Zum Monte Igeuldo steigt es steil hinauf auf 200m, voll in den Nebel.

Ich laufe durch den Nebel, aber hier oben ist er weniger dicht, als angenommen und er löst sich auf.

Über Orio schwebt auch noch Nebel. Dieser historische Weg hinunter nach Orio, ist der längste noch mit Steinen belegte Pfad hier in der Umgebung. Im Zentrum gönne ich mir einen Kaffee ☕️ dazu zwei kleinen Brötchen mit Butter und Konfi. Als ich über die Brücke des Rio Oria laufe, kommt mir eine Gruppe 🚴🏾 🚴🏾 🚴🏾 🚴🏾 entgegen.

Unterwegs habe ich mir einen Bambusstock beschafft, da meine kleine Rebrute von einem Kind mitgenommen wurde. Auch bei Zarautz hat es noch Nebel, da mach ich kurz Pause mit meinem Standard. Merke: wenn es irgendwo hinunter geht, dann geht es irgendwann wieder hinauf.

Von hier oben bietet sich ein sehr schöner Ausblick auf Getaria, das kleine Hafenstädtchen. Diese Steinwege sind ein Grund, warum ich gerne mit den Wanderschuhen unterwegs bin. Mit den Trail-Schuhen müsste ich anders laufen, da diese Spitzen sonst schmerzen.

Nun komme ich nach Zumaia, es liegt da unten – wie die Leute am Strand.

Ich laufe den gelben Pfeilen nach direkt zur Pilgerherberge, diese öffnet die Pforte leider erst ab 15h, eine Pilgerin zeigt mir interessante Bilder vom zweiten Strand, den will ich mir ansehen. Aber erst wird der Hunger gestillt. Das mache ich im Strassencafé, bestelle mir ein cerveza und frage nach comer. Der Kellner gibt mir einen Tipp, es gibt Calamares, frisch vom Hafen.

Dann laufe ich zum Strand mit den interessanten Gesteinsschichten. Dort sehe ich ein Hotel und schaue, was es kostet, aber schade schon ausgebucht. Irgendwie passt es mir nicht so lange zu warten, bis die Pilgerherberge um 15h aufmacht. Ich finde im Booking.com etwas Besseres, das erst noch sechs Kilometer näher an Santiago ist. Da laufe ich heute noch hin, es liegt direkt am Jakobsweg.

Übernachtung heute im Agroturismo Erlete Goikoa ZF €50.10 Nachtessen ist im nahe gelegenen Restaurant, da sie hier nur Frühstück anbieten. Leider ist es geschlossen. Als ich das erzähle, nimmt mich die Familie prompt mit ins nächste Restaurant und wir essen dort gemeinsam am Tisch, danach fahren wir wieder heim.

Guy Drayson y Eli Bereciartua: Gracias por la hospitalidad y la cena común en el restaurante.


Garmin: San Sebastián – Zumaia

Garmin: Zumaia – Itziar

Tag 71 Irun – San Sebastián

Nach der Regennacht hat es etwas abgekühlt. Gut ausgeruht gehe ich ohne Frühstück schon um 6:35h bei 15°C los. Die Sonne ☀️ steht auch gerade auf. Als erstes muss ich mich an die neue Art der Markierung gewöhnen.

Eine Gruppe Läufer rennt vorbei, ich hänge mich dran, auf eimal merkt es der Hinterste und meint ungläubig el Camindo zum Vordermann, der dreht sich um und guckt mich komisch an.

Nun bin ich bereits oberhalb Pasaia, die erste Hügelkette ist geschafft. Am Hafen angekommen sehe ich, dass es keine Brücke hat, sondern die Fähre ⛴ benützt werden soll.

Kaum drüben finde ich einen Hydranten mit kleinem Wasserhahn 💦, die Gelegenheit die Flaschen nachzufüllen. Warum auch immer, Pilger wandern offenbar gerne über Hügelzüge, der nächste ruft. Beim Aufstieg über Treppenstufen überhole ich zwei Pilgerinnen mit grossem Rucksack. Oben bietet sich ein schönes Panorama.

Schöne Trails zum Teil mit Steinen gespickt, aber das scheint die entgegenkommenden Jogger nicht zu stören.

Ein interessantes Schild weckt meine Aufmerksamkeit. Da hat es ein zweites mit Bienvenidos Welcome ich laufe näher, als der Hausherr aufsteht und nach meinem Begehren fragt, merke ich das dies kein Restaurant ist. Er wechselt auf Englisch und fragt, was ich denn gerne gehabt hätte, als ich Kaffee ☕️ sage, meint er, kein Problem, ich soll mich setzen. Ich bekomme meinen Kaffee und er will wissen, woher ich komme und wohin ich gehe. Wir unterhalten uns auf Englisch und dann frage ich ihn, womit mich die Entgegenkommenden jeweils begrüssen, denn es ist weder hola noch buenas dias. Er meint, das sei Baskisch und erklärt mir die Begriffe und deren Scheibweise: Epa / egun on / Kaixo

Es ist nicht mehr weit nach San Sebastián und der Vorteil, wenn man von oben kommt, ist der Überblick.

Bei der Iglesia de San Ignacio de Loyola findet gerade eine Hochzeit statt, ich nutze die Chance.

Dann setze ich mich ins Strassencafé und bestelle ein Bier 🍺 und einen sehr delikaten Ensaslada Queso de Cabra (Letuchs, Tomate, Cebolla, Nurces, Jamón de Pato, Balsamico de Modena y Queso de Cebra), klar am Schluss noch einen ☕️ Kaffee. Dann mache ich mich auf die Suche nach meiner Herberge. Die ist in etwa 2.5 Km Entfernung, auf einem Hügel, ACH NE!, wenn ich das vorher gewusst hätte. Nun ja, dann stapfe ich wieder hinauf. Es dauert eine Weile, bis ich dann dort mitten im Wald bin. Meine Loge heute im Green Nest Hostel Uba Aterpetxea im 6er Zimmer ZoF €19.-

Garmin: Irun -San Sebastián

Tag 70 🚂 Bayonne – Hendaye – 👣 Irun – Hotel Ibis

Als erstes laufe ich dem mir bereits bekannten Fluss „L’Adour“ entlang ins Stadtzentrum.

Dort suche ich die Cathédrale Marie auf, um den Pilgerstempel zu erhalten. Danach werde ich hervorragend beraten, der nette Herr will erst wissen, woher ich komme und übergibt mir eine Liste aller Pilger-Unterkünfte bis Santiago de Compostela, für den Camino del Norte.

In der Altstadt gehe ich durch den Markt und sehe schöne alte Häuserzeilen.

Anschliessend besuche ich noch die Eglise Saint André und laufe dann zum Bahnhof.

Ich habe und gebe mir Mühe und kaufe mein Billet für €6.- am Automaten. Anders als bei uns, gilt das gekaufte Billet nur für den aufgedruckten Zug. Nun bin ich nicht mehr der einzige Pilger, es hat noch mehr davon auf und vor dem Gelände.


🚂 Bayonne ab 10:58h => Hendaye an 11:42h

Am Bahnhof Hendaye angekommen orientiere ich mich erstmals, die blauen Füsse führen zur Metro. Dann verlasse ich Frankreich 🇫🇷 über den Grenzfluss „La Bidassoa“ und spaziere nach Irun Spanien 🇪🇸

Ich versuche dem CdN Camino del Norte zu folgen, aber die Markierungen sind schlecht. Darum laufe ich erst zur Pilgerherberge um mir diese mal anzuschauen.

Der erste Eindruck genügt mir, so wandere ich zur heutigen Loge, dem Hotel Ibis. Das Gepäck deponieren, duschen, waschen und wieder in die Stadt. Ich esse draussen und habe dauernd 🐦Besucher, die aufmerksam schauen ob etwas für sie abfällt. Als ich mit dem Glace🍦 so rumwandere, finde ich einen Coiffeur, der grad Zeit hat für mich. Falls mal jemand wissen will wie man auf baskisch Fahrrad 🚴🏾 schreibt.

Garmin: Irun – Hotel Ibis

Tag 69 Saint-Jean-Pied-de-Port – St-Étienne-de-Baîgorry 🚙👍🚘 👍 Bayonne 

Heute gilt es ernst; ich habe mich nun doch gegen die Talroute „La Nive“ entschieden und laufe den etwas strengeren GR10 über die Pyrenäen. Gut ausgeruht gehe um 7:15h, früher ging es leider nicht, zum 🇫🇷Frühstück 🍮🍊-Saft, 🥖 Konfi und Nature Yoghurt. Es ist 7:40h, als ich  mich bei strahlendem Blau,☀️14°C auf den Weg mache zur nächsten Bäckerei und mir dort drei kleine Früchtebrote kaufe. Weil es dort oben auf dem Berg keine Verpflegung gibt.

Der Weg nach Lasse ist leicht zu finden, im Dorf laufe ich dann wegen einem Wegweiser erst falsch, merke es aber mit dem Kontrollblick auf der OsmAnd Maps App und korrigiere. Ein Blick zurück lohnt sich fast immer, unten im Tal sieht man noch etwas Nebelbänke herumziehen.

Der Rundblick bei der Trinkpause und der 🍌 Banane auf 650m ist schön.

Jetzt muss ich noch den letzten Anstieg machen, und der hat es in sich. Die Zwei, die immer vor mir waren, kommen zurück. AHA!, ohne Rucksack mit leichten Schuhen, da wäre ich auch schneller gewesen. Nach kurzer Begrüssung laufen sie weiter abwärts und ich himmelwärts zum Gipfel.

Dort entledige ich mich des  Rucksacks und setze mich gemütlich auf einen Stein. Ich entnehme zwei Fruchtbrötchen und eine weitere 🍌 Banane. Während ich die verspeise, beobachte ich die Pferde 🐴 🐴 🐴 auf der Weide. Nach der wohlverdienten Pause laufe ich an den Pferden vorbei talwärts.

 

Weiter unten hat es noch mehr davon. Die lassen sich von mir nicht stören. Auf der Alpstrasse kommen mir ca. 15 Wanderer entgegen, alle mit kleinem Rucksack und Stöcken.

Auf einmal stechen mir kleine Fähnchen vom Euskal Raid ins Auge. Nach kurzer Inspektion derselben, sticht mich der Hafer. Diese schmalen Trails liegen mir, sind sozusagen meine Spezialität. 👣👣👣😎 Auf geht’s!

St-Étienne-de-Baîgorry ist da unten, es ist nicht mehr weit, aber schon vor 12h sehr heiss.

Im schönen Haus vor der alten Brücke, hängt auf der Veranda Trockenfleisch.

Morgen finden hier mehrere Trails EUSKALRAID statt, mit ca. 1’250 Teilnehmern. Beim Ziel, kann es nicht lassen und mache auch ein Selfie, schliesslich bin ich die 18.5Km mit 932 hm in 3:27h gewandert, zugegeben mit etwas Rückenwind ganz oben.

Als erstes bestelle ich einen Krug WASSER 💦 und dazu ein grosses 🍺Bier, und den Randonneur Teller. Zum Abschluss noch einen Gateaux du Basque und einen ☕️Kaffee.

Wegen den Trails sind die Hotels ausgebucht. Jetzt hoffe ich auf einen Platz in der Gîte Etappe, diese macht aber erst 16:30h die Türe auf. Ich warte im Restaurant, dessen Zimmer augebucht sind, ungeduldig darauf, dass die Gîte öffnet. Als ich 16:30h hineingehe, macht mir der Besitzer keine Hoffnung, dass ich hier in der Umgebung etwas finde. So hole ich mir Unterstützung in der 🇨🇭, bei der Familie. Eigentlich wollte ich ja morgen nach Bidarray wandern, so versuchen wir es erst dort.

Ich mache inzwischen auf der heissen Strasse 👍 Autostopp. Prompt nimmt mich ein älterer Mann mit Kleinwagen 🚙 bis Bidarray mit. 🎗👍

Kaum dort angekommen erfahre ich die bad News: Ausgebucht! Es ist ja Auffahrt und die Franzosen können auch Brücken machen. In Espelette ist es nicht anders. So versuchen meine Frau und meine Tochter nun in Bayonne etwas zu finden. Kurz vor Bayonne klingelt mein Telefon. Das einzige, das die beiden ❤️Liebsten finden konnten, ist ein Zimmer im Hotel Campanile für ZF €105.-

Der Grund ist ein Surfanlass im benachbarten Biarritz und die vier Tag frei.

Derweil laufe ich mit erhobenem Daumen 👍 der Strasse entlang, diesmal dauert es länger, aber es nimmt mich wieder jemand mit, ein Wirt 🚘 aus der Nähe von Bayonne. WOW! Der nette Mann fährt mich direkt vor das Hotel Campanile. 🎗👍

Sport Resultate: Leider werde ich im Alter etwas ungeschickt, habe die Garmin heute zweimal GESTOPPT anstatt Pause/Resume. Das kann aber gut auch mit dem gelaufenen Tempo zusammenhängen, wobei der Kreislauf bei der Wärme tipptopp mitgespielt hat.

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Garmin: Saint-Jean-Pied-de-Port – Carefour des Trois-Abreuvoirs

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Garmin: Carefour des Trois-Abreuvoirs – Munhoa 1021m

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Garmin: Munhoa 1021m – St-Étienne-de-Baîgorry

Jetzt bin ich am Planen, wie es nun weitergehen soll. Ob ich von Bayonne nach Irun laufe, oder ob ich den Zug nehmen soll. Die Herbergen dazwischen sind vermutlich auch ausgebucht.