ZH – Bergamo Etappe 6: Elm – Flims

Als ich um 5:39h aufstehe, sehe ich im WhatsApp Status, dass Helmut „der frühe Vogel“ schon zum Bahnhof Bern unterwegs ist. Am HB beim Gleis 7 warte ich ganz vorne auf ihn. Als wir im vordersten Wagen einsteigen, sind wir über die Auslastung des Zuges erstaunt. Nachdem wir durch drei weitere Wagen gelaufen sind, finden wir bei einer jungen Dame noch zwei Plätze. Die Studentin klärt uns dann auf, sie fährt nach Wädenswil zur ZHAW, wie viele andere im Zug auch. In Ziegelbrücke heisst es umsteigen nach Schwanden, auch dieser Zug ist mit Schülern gut gefüllt. In Schwanden angekommen steigen wir in den Bus nach Elm, der fährt recht zügig um die engen Kurven und wir kommen pünktlich um 8:59h in Elm Station an.

Helmut füllt an einem Brunnen seine beiden Wasserflaschen, nun sind wir bereit und können starten. Ab dem Wegweiser Elm Station 960m geht es los. Der Weg führt an der Talstation der Tschingelbahn 1040m, vorbei durch die enge Tschingel-Schlucht hinauf zur Schwammegg  und weiter zur Tschinglenwirtschaft 1480m, die erste Einkehrmöglichkeit, die wir aber nicht nutzten. Kurz danach kommen wir zur Bergstation der Tschingelbahn 1520m.

Weiter hinauf laufen wir über die Brüschegg und das Tali am Südfuss des Mörders (Mörderhorn 2395m) vorbei. Bald sind wir in der Nähe vom Martinsloch, und es ist nicht mehr weit bis zur Passhöhe auf dem Segnespass 2625m, wo es in der Mountain Lodge die verdiente Mittagsrast gibt.

Unser Menü Gerstensuppe mit Brot und dazu Cola und zum Abschluss noch einen feinen ☕️ Kaffee. Wir sitzen auf der Sonnenterrasse und geniessen die Aussicht auf die Berge.

Der Bernhardiner vom Wirt ist recht zutraulich und legt mir seinen Kopf aufs Bein.

Hinunter sind erst Treppen zu bewältigen, das folgende Steilstück ist mit Ketten gesichert. So kommen wir sicher hinunter und laufen über die „Muletg da Sterls“, dort sehen wir das Martinsloch nochmals , aber dieses Mal von der Bündnerseite.

BIRU-WP-20180920T125643GMT0200.jpgWeiter joggen wir dem Segnas Sut entlang und kommen über Plaun Segnas Sut zur Segneshütte 2088m. Gleich daneben steht der Besucherpavillon, mit Informationen über tektonische Phänomene und den grossen Bergsturz (vor ca. 9500 Jahren) und der Glarner Haupt-Überschiebung.

Ab hier folgt man dem Trutg dil Flem talwärts.


Unsere nächste Station ist das Bergrestaurant Stargels 1588m, wo wir etwas trinken. Es geht immer noch weiter hinab, bis zur Alp Foppa 1370m. Schlussendlich erreichen wir unser Tagesziel, die Talstation Plaum 1089m in Flims Dorf.


Nach dem abschliessenden Bier mit Plättchen gehen wir zur Station, wo wir nicht alleine aufs Postauto warten. Es kommen dann aber zwei und das ist gut so, denn unser Chauffeur meldet, dass er ohne Halt bis Chur durchfährt. Von wo aus wir dann wieder unsere mehr oder weniger langen Heimwege nach Zürich und Bern antreten.

BIRU-WP-20180920T194822GMT0200.jpgGarmin: Elm – Segnespass – Flims

ZH – Bergamo Etappe 5: Leglerhütte – Elm

Nach der Verabschiedungsrunde, wandern wir von der Leglerhütte erst ein Stück auf der gestrigen Route zurück über die Sunnenbergfurggele 2210m und hinunter bis zum Vorderer Kräpf 2108 und Hinteren Hübschboden 2011m. Der Anstieg zum Wildmadfurggeli 2292m zieht sich in die Länge.

Beim Gelb Chopf 2117m haben wir Blick auf das Chüebodenseeli. Entlang der Sesselbahn wandern wir hinunter bis zu einem Fahrsträsschen und folgen diesem bis zum Oberempächli und weiter bis zum Bergrestaurant Älpli. Dort lassen wir uns müde nieder und bestellen Most und Käseschnitten und gucken zum Martinsloch hinüber.

Nach dem Mittagessen laufen wir die restlichen paar Höhenmeter hinunter zur Bergstation Aempächli 1486m, Brigitta nimmt meinen Rucksack mit der Gondelbahn hinunter. Ich renne los, erst der Strasse entlang, dann direttissima über die Wiese hinunter. Als es mir zu steil wird, laufe ich den Rest auf der Strasse weiter. So komme ich nach ca. 20 Minuten auch in Elm Obermoos 1020m an. Wir laufen zusammen noch gemütlich bis Elm Station. Ab dort erfolgt die Heimreise mit Bus und Bahn.

BIRU-WP-20181007T101847GMT0200.jpgGarmin: Leglerhütte – Elm

ZH – Bergamo Etappe 4: Luftseilbahn Kies-Mettmem – Leglerhütte

Heute wollen wir ins Glarnerland, nach Schwanden und hinauf zur Leglerhütte SAC 2273m, um dort zu übernachten. Mit Zug und Bus fahren wir nach Kies-LKM. Ich will den steilen Zickzackweg von Kies-LKM 1026m zur Mettmen Bergstation 1610m zu Fuss machen. Brigitta nimmt die Luftseilbahn Kies-Mettmen und wartet dort im Berghotel Mettmen auf mich.

Nach 40 Minuten bin ich zur Verwunderung von Brigitta schon auf der Terrasse. Bevor wir unsere Wanderung starten, essen wir zur Stärkung noch eine Suppe.Wir wandern zum Stausee-Garichti 1622m und dann dem See entlang, zur Niederenalp 1775m und kommen so zur Chräpfbrugg. Eine 50 Meter breite Naturbrücke, die der Niederenbach durch die weicheren Flyschgesteine gegraben hat (Glarner Hauptüberschiebung).

Weiter ziehen wir vom Vorderen-Hübschboden hinauf auf die Sunnenbergfurggele 2210m. Die Leglerhütte 2273m ist in Sichtweite, und wir sind schon bald am Tagesziel.Haslen GL / Glarus / Switzerland

Als erstes setzen wir uns draussen an der Sonne auf eine Bank und geniessen Kaffee und feinen Zitronenkuchen. Doch lange hält es mich nicht mehr hier, ich will noch hinunter zum Milchspüelersee 2196m, der etwa 110m tiefer liegt. Von der Hütte aus sind es nur etwa 700m zu wandern. Der Sonnenstand ist ideal für ein paar Bilder.

Dann gehe ich wieder hinauf zur Hütte, und wir lassen uns unser Zimmer zeigen. Wir bekommen zu Zweit ein Viererzimmer, so haben wir unsere Ruhe und genügend Platz. Während dem Abendessen, geht die Sonne spektakulär unter, und die Leute gehen nach draussen für schöne Fotos.

Unser Sechsertisch bleibt am längsten in der Gaststube und alle treffen sich am Samstagmorgen um 8 Uhr beim Frühstück wieder.

BIRU-WP-20181007T101815GMT0200.jpgGarmin: Luftseilbahn Kies – Mettmem

BIRU-WP-20181007T101833GMT0200.jpgGarmin: Mettmem – Leglerhütte

ZH – Bergamo Etappe 3: Reichenburg – Luftseilbahn Kies-Mettmem

Heute wird es wieder sonniges Wetter geben, so gehe ich früh aus dem Haus, um die Wanderung ab dem Bahnhof Reichenburg fortzusetzen. Kurz nach 8:30h laufe ich los in Richtung Bilten und treffe auf den Fridolinweg. Der bringt mich nach Niederurnen, danach folgen Oberurnen und Näfels. Da ich schon 12 km gewandert bin, ist jetzt ein ☕️ fällig. Ich entscheide mich, der Hauptstrasse durchs Dorf zu folgen, in der Hoffnung, dass es ein offenes Restaurant hat.

Nach dem Kaffee geht es nach Mollis, nach der Brücke wandere ich der Linth entlang nach Netstal, wo ich zweimal die Flussseite wechsle. Um die Mittagszeit bin ich in Glarus und laufe auf der Suche nach einem Restaurant ins Stadtzentrum, fündig werde ich beim Hotel Waage, dort esse ich  Salat und Pasta, verzichte auf den Kaffee und wandere zurück zur Linthbrücke. Diesmal geht es aber bergauf zum Waldrand, so umgehe ich Ennenda und komme erst wieder bei der Textildruck Mitlödi AG, in Mitlödi zurück zur Linth.Ennenda / Glarus / Switzerland

In Schwanden 528m überquere ich die Sernf, ab jetzt wandere ich dem Niederenbach entlang. Es fängt steil an und wird noch steiler, so komme ich nach circa 2 km beim Alpstegwiier vorbei, und es steigt weiter bis nach Kies-LKM 1029m (Luftseilbahn Kies – Mettmem).

Während ich auf den Bus 544 nach Schwanden warte, trockne ich meinen Rücken und den Rucksack, dank der letzten wärmenden Sonnenstrahlen. Kurz nachdem die Sonne hinter den Bergspitzen verschwunden ist, kommt der Bus nach Schwanden. Mit der S25 fahre ich direkt zum HB und freue mich auf die warme Dusche Zuhause.

BIRU-WP-20181004T151536GMT0200.jpgGarmin: Reichenburg – Kies-LKM

ZH – Bergamo Etappe 2: Bubikon – Reichenburg

Heute ist die Anschluss Etappe Bubikon – Reichenburg fällig.

Mit der S15 fahre ich ab Oerlikon und bin pünktlich um 08:05h in Bubikon auf Gleis 3. Meine Schwester Sonja erwartet mich bereits, und wir können bei 🌤leichter Bewölkung und 10°C gleich loswandern, südwärts am Egelsee vorbei, in Richtung Rapperswil-Jona. img_8333

Wir wandern über den Tägernauer Höchi Höhweg und kommen so nach Eschenbach SG, und weiter nach Neuhaus SG. Es ist Mittagszeit und wir setzen uns im „Garten“ vom Restaurant Ochsen. Schnell erhalten wir den Suure Most und das gewünschte 🍺 Bier. Wir bestellen Menü 1. Teigwaren, Schweinsgeschnetzeltes OHNE „Röslichöl“, die Frau vom Service hat für unsere Abneigung Verständnis und bringt anstelle Bohnen. Nach dem Espresso wandern wir gemeinsam nach Schmerikon, wo Sonja sich verabschiedet, um einen anderen Termin wahrzunehmen.

Ich kaufe mir ein Mövenpick-Eis und spaziere vom Anfang des Obersees dem Aabach entlang zur alten Holzbrücke und dann nach Grynau.

Von der Einmündung der Linth wandere ich einige Kilometer dem Linthkanal entlang und komme schlussendlich nach Reichenburg und dort an den Bahnhof. So früh am Nachmittag fährt kein Zug. Aber der Bus 521 bringt mich nach Siebnen-Wangen und mit der S2 fahre ich zum Hauptbahnhof und schon bin ich in mitten in Zürich.

Garmin: Bubikon – Reichenburg

ZH – Bergamo Etappe 1: Zürich – Bubikon

Auch heute wird wieder früh aufgestanden, schliesslich habe ich mir etwas vorgenommen. Um 7:40h verabschiede ich mich von meiner Frau und laufe ab Zürich 485m zum Wald hoch und Richtung Bucheggplatz. Dann durch den Irchelpark und dem Peterstobelbach 635m entlang hinauf zum Moosholzweiher 647m, der Weg führt am Zaun vom Zoo entlang zum Hotel Zürichberg, das toll in der Sonne liegt.

Bei der Tram-Wendeschleife-Zoo kaufe ich mir am Selecta Automaten das notwendige Wasser und bezahle mit dem iPhone. Die erste Flasche wird ausgespuckt. Dasselbe Prozedere wird wiederholt, doch es kommt keine Flasche, nur der Betrag wird abgebucht. Da ich mit einem halben Liter nicht zufrieden bin, mache ich einen dritten Versuch und erhalte die zweite Flasche inklusive Buchung 3.50. Als ich im Vallet bei VISA die Buchungen kontrolliere, finde ich die zweite Buchung als „Refunded“ wieder und bin zufrieden. Eine Zeitlang folge ich dem Sagentobelbach und komme zum Aussichtsturm auf dem Loorenkopf 694m. Ich melde mich bei meiner Schwester Maya und frage an, ob sie Lust habe mitzulaufen, was sie bejaht, aber erst nach dem bereist abgemachten Mittagessen. Durch Paffhausen 614m und Benglen 573m komme ich nach Maur 436m, wo ich im Seerestaurant Schifflände einen Trinkhalt mache. Espresso mit Nussstängel und eine Stange.

Ich informiere Maya, dass ich plane in Mönchaltorf 441m mein Mittagessen einzunehmen. Bis dahin sind es noch über 5km, also etwa eine Stunde wandern. Im Restaurant Ochsen werde ich von der Wirtin darauf hingewiesen, dass es hier kein Mittagessen gibt. Als ich sie frage, was sie mir emfpehlen könne, meint sie, ich solle ein paar hundert Meter der Hauptstrasse folgen bis zum Restaurant zur Mühle. Was ich dann auch befolge. Dort auf die Suppe verzichte und mir eine Portion Pasta mit Salat mit einem Panache genehmige. Während ich esse lade ich den Accu vom iPhone, das mit dem GPS gelitten hat. Anschliessend trinke ich noch einen Espresso und bezahle. Als Maya eintrifft, ziehen wir gleich los.

Es geht nun wieder recht Überland und dies meistens auf Kieswegen, so kommen wir über Grüningen 492m und Itzikon 495m schlussendlich ans Zielort Bubikon 526m. Maya sieht das Postauto (stündlich) kommen und verabschiedet sich schnell. Ich habe auch gleich die S15 nach Oerlikon.

In Oerlikon noch kurz auf den Bus gewartet und die drei Stationen gefahren. Nur noch den Hügel hinauf, und ich bin daheim, da kommen die ersten Tropfen bereits.

BIRU-WP-20180921T153028GMT0200.jpgGarmin: Zürich – Bubikon

In Etappen von Zürich – Bergamo

Da ich meine Frühlingsidee, von Zürich nach Bergamo zu wandern, wegen zuviel Schnee in den Bergen nicht realisieren konnte und ich dieses Jahr auch sonst anderweitig unterwegs war, muss ich das verbliebene Zeitfenster bis zum ersten ❄️☃️❄️Schneefall noch ausnützen.

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Grössere-Karte und Beschreibung auf OutdoorAktive.com

Die Unterkunft auf dem Segnespass 2’625m, die Mountain Lodge (+41 79 704 05 94‬) schliesst per 30. September ihre Pforten. Weil mir die verbliebene Zeit bis dahin nicht ausreicht, muss ich die geplante Strecke nach Flims in einzelnen Etappen wandern. Die vier Etappen, der Strecke von Zürich nach Elm, kann ich gut auch später wandern. Entweder auch tageweise oder dann am Stück, wobei die Strecke und die jeweiligen Abschnitte noch nicht definitiv festgelegt sind. Das geht auch, wenn es unten im Tal schon etwas kälter geworden ist.

Zürich-Chiavenna2018.jpgDen Weg nach Elm teile ich auf und wandere dann mit meiner Frau, von Schwanden Kies LKM mit einer zusätzlichen Übernachtung auf der Leglerhütte, am nächsten Tag weiter über das Wildmadfurggeli 2292m hinunter nach Elm 960m.

Der Rest der Strecke Chiavenna – Bergamo wird dann ab Frühling 2019 gewandert.

Chiavenna-Bergamo2019.jpg
Bei guter Wetterprognose werde ich am Donnerstag 20. September in der Früh losziehen. Erst mit Bus und Tram zum HB, dann mit dem Zug nach Ziegelbrücke, Schwanden und mit dem Bus nach Elm Station. 

Damit ich nicht allein über den Pass muss, habe ich bei Helmut angefragt, ob er denn auch Zeit und Lust dazu habe. Er sagt überraschenderweise zu, obwohl er dann am Samstag um 15:16h noch mit der Startnummer 3322 den Greifenseelauf 2018 unter die schnellen Füsse nehmen will. 👀 Nachträglich noch seine gelaufene Zeit 1:44:09 👍