Etappe 2: Miramare – Monfalcone Via Flavia

Nach dem Kaffee verabschiede ich mich von Yvonne und laufe einige Meter Richtung Schloss. Dann geht es über Treppen hinauf zum Bahnhof Miramare und weiter bis auf 228m. Ab jetzt wandere ich auf der Krete bis zum Monte San Primo 277m und weiter nach Aurisana Sante Croce. Nachdem ich für die 8km mit 1:45h länger als gedacht benötigt habe, meldet sich der Durst. Zum Glück ist das Restaurant offen.

Nach dem Bier wandere ich nach Sistina und ab dort auf dem Rilke-Weg nach Duino. Weiter zum Villaggio del Pescatore.

Erst laufe ich der Landstrasse SS14 entlang, dann auf dem Sentiero #83, dort kann ich bleiben bis nach der Bahn-Unterführung Monfalcone.

Beim ersten Restaurant ein dringender Zwischenhalt, um den erneuten Durst zu löschen, bevor ich zur Unterkunft laufe. Es dauert nicht lange und ich stehe vor den Corte Maltese Rooms. Die Telefonnummer steht an der Türe, nach fünf Minuten kommt der Besitzer und zeigt mir mein Zimmer. Nach der Dusche und Wäsche kümmere ich mich um den Blog. Danach gibt es Ausgang mit kleiner Altstadt-Besichtigung.

Garmin: Miramare – Monfalcone

Etappe 1: Trieste – Miramare Via Flavia

Nach dem bescheidenen 🇮🇹 Frühstück (☕️ Schoko-🥐) wandern meine Schwester Yvonne und ich durch die Stadt hinauf zum Monte Belvedere auf 447m. Vom Aussichtspunkt aus können wir der Via Alpina folgen, es ist ein breiter, gut ausgebauter Weg mit schöner Aussicht. Zu meinem Erstaunen sind sehr viele Leute unterwegs: Jogger, Hündeler und Spaziergänger.

Im Dörfchen Prosecco setzen wir uns in eine Gartenwirtschaft und genehmigen uns ein kleines Plättchen, dazu ein Bier und Kaffee zum Schluss.

Anschliessend folgen wir eine Weile der Strasse, bis der Weg in eine lange alte Treppe übergeht. Diese bringt uns zum Bahnhof Miramare und von dort direkt in den Schlosspark am Meer. Das Schloss ist noch nicht offen für Besichtigungen, aber man kann es aussen umrunden.

Es ist noch nicht 14 Uhr, als wir im Ostello Tergeste eintreffen. Wir sind im 4er Zimmer, erst noch zu dritt mit einer jungen Frau, später kommt noch ein Kanadier dazu. Zum Nachtessen wollen wir ins Tavernetta Al Molo, das ist auf der oberen Seite der Halbinsel Miramare. Zu Fuss sind es circa 20 Minuten. Beim Hinweg können wir durch den Schlosspark, dieser schliesst aber um 19 Uhr, so müssen wir auf dem Rückweg der Strasse entlang laufen.

Garmin: Trieste – Miramare

Die lange Anreise🚆nach Trieste (I)

Heute Morgen war der Startschuss für die Pilgerreise 2019. Zurzeit bin ich unterwegs zum Zürcher-Hauptbahnhof, ab dort startet meine lange Zugsreise (8h 36min), über Milano Centrale und Venedig geht es nach Trieste.

  • Dep 09:10 Zürich HB – Pl. 8 (EC 15, Direction: Venezia S. Lucia)
  • Arr 15:28 Venezia Mestre
  • Dep 15:53 Venezia Mestre (R 2213)
  • Arr 17:46 Trieste Centrale

Die zirka 1’500 Meter vom Bahnhof Trieste Centrale zum Hotel Punto8 werde ich gerne laufen. So kann ich nach der endlos langen Zugfahrt endlich die Beine wieder etwas bewegen und dabei erst noch etwas von der Altstadt sehen. Lange kann ich nicht im Hotel rumtrödeln, denn bald ist Zeit für das Nachtessen, der Tisch im Restaurant Chimera di Bacco ist ab 19 Uhr reserviert. Es hat uns sehr gut geschmeckt zwischendurch mit Grüssen aus der Küche und Weisswein dazu.

Trieste Centrale – Hotel Punto8 – Restaurant Chimera di Bacco

Einige Eindrücke von Trieste

Ab Samstag bin ich wieder pilgernd unterwegs. Diesmal auf der Via Flavia oder Via Alpina (gelber Weg) von Trieste nach Aquileia und von dort weiter auf der Via Postumia bis nach Genova.

Trieste – Aquileia

Meine Vorbereitungen zur Route 2019

Ich bin seit geraumer Zeit daran, den Routenplan zu fixieren. Dies funktioniert natürlich nur dann, wenn am Schluss der täglichen Etappe auch eine Unterkunft vorhanden ist. Die Unterkunftstliste, die ich auf der Webseite von Via_Postumia gefunden habe, war dafür sehr hilfreich. Die Idee, die Via Postumia wieder neu zu entdecken, kam Andrea Vitiello im September 2013 in Krakau, am Welttreffen der Jakobsvereine anlässlich des 1200-jährigen Jubiläums.

Mein Reise von Trieste führt mich durch historische 🏛 Orte wie: Aquileia, Palmanova, Concordia Sagittaria, Vicenza, Verona, Peschiera del Garda, Mantua, Sabbioneta und endet in Genova. Dazwischen liegen allerdings auch kleinere Ortschaften, die angelaufen werden und bei denen die Auswahl an Unterkünften sehr klein ist.

Damit die jeweilige Tagesstrecke nicht im Nirgendwo endet, benötigte ich dieses Jahr etwas mehr Planung, als auf dem ersten Pilgerweg nach Santiago de Compostela. Dort war es ab Le Puy en Velay möglich, am Morgen einfach loszuwandern und nach dem Mittagessen Ausschau nach einer Unterkunft zu halten. Weil viel mehr Pilger auf diesen alten Wegen unterwegs sind, hat sich inzwischen auch deren Infrastruktur verbessert als auf der wiederentdeckten Via Postumia.

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Am Schalter der SBB war ich schon, die Tickets für die Hinreise nach Triest und die Rückreise ab Genua inklusive Platzreservation sind bereits gekauft.

Nachdem ich die Packliste an meine aktuellen Bedürfnisse angepasst habe, wurden alle aufgeführten Sachen auf dem Wohnzimmerboden ausgelegt und anschliessend das meiste davon bereits in den Rucksack gepackt. Gewisse Sachen, wie die Barfussschuhe, der Nass-Rasierer, Zahnpasta, USB-Kabel, sind noch in Gebrauch und werden erst am letzten Abend verstaut.

Die letzte Unterkunft auf der Strecke von Tortona nach Carezzano war die Schwierigste. Zwei Agriturismo haben längere Zeit nicht geantwortet und sonst ist dort keine weitere Unterkunft vorhanden. Jetzt verlängere ich die Tagesetappe und laufe etwas weiter. Dann folgt ein Abstecher nach Cassano Spinola und ich wandere am Morgen wieder zurück auf die offizielle Wegstrecke. Damit habe ich nun bereits alle Unterkünfte gebucht, reserviert oder vorausbezahlt.

Den Wetterbericht von Trieste habe ich auch schon angeschaut. Die momentane Tendenz ist gut, am 29. März scheint voraussichtlich  für die ersten paar Tage die Sonne und die Temperatur liegt im kühlen Bereich von 4-14°C.