TR Quinten – Gocht 1951m – Selunbähnli🚡

Nachdem mein Plan am 9. Juli wegen eines Schneefeldes und Nebel nicht geklappt hat, versuche ich es heute nochmals mit dem Trailrunning Quinten – Gocht 1951m – Bergstation Selunbahn 🚡

Die Hitzewelle ist vorbei, heute stimmt das Wetter fürs Jogging. Mit der S25 09:43h ab Zürich HB und nach dem Umsteigen in die S4 in Ziegelbrücke, bin ich um 10:37h in Murg SG. Dort wechsle ich in Murg Ost um 10:43h aufs Schiff (CHF 7.20) nach Quinten. Nach der Ankunft um 11:00h trinke ich im Restaurant Schifflände noch einen Kaffee ☕️ und fülle meine zwei Wasserflaschen auf.

Ich habe dazugelernt, diesmal sind meine Black Diamond Stöcke dabei. Damit laufe ich zügig los, ab jetzt geht es von der Seehöhe 419m bis zur Gocht 1951m eigentlich nur noch steil bergauf.

Erst durch Quinten 433m und dann an der Talstation der Materialtransportbahn 495m vorbei. Der Weg ist sehr steil, so gewinne ich schnell an Höhe. Ich laufe an der Bucheletegg 677m vorbei und weiter hinauf zur Wegkreuzung bei Bidem 933m.

Nach einer Stunde bin ich bereits auf 1286m, fast bei der Bergstation,  was schon über 867 Höhenmeter ergibt. Danach komme ich zur Laubegg 1340m. Der Weg ist nun schmaler geworden und etwas weniger steil, jetzt fährt mir ein Biker entgegen. Schon bald erreiche ich die Stelle, wo ich beim letzten Versuch umgekehrt bin. Diesmal liegt kein Schnee, und ich kann Richtung Säls laufen.

Auf einmal höre ich Stimmen und sehe ein Biker-Paar, die stossen und tragen ihre Bikes über die Wurzeln, den steilen den Berg hinauf. Dann bin ich bei der Abzweigung Säls, der rot-weisse Weg führt nach Schwaldis, Hochrugg oder nach Walenstadtberg. Doch ich muss die Farbe wechseln, denn ab hier ist die Markierung weiss-blau und zum Teil weglos. Nun wandere ich erst über die steile Wiese, dann über den breiten Wiesengrat. 

Dann begegnet mir ein Bergsteiger, der vom Leistchamm hinunter gekommen ist. Wir diskutieren kurz über die Strecke, die noch vor mir liegt, und die übermalten rot-weissen Markierungen. Er erklärt es mir so: Die blau-weissen Bergwanderwege müssen viel weniger gewartet werden. 

Nun wird der Weg technischer, und die Stöcke sind mir im Weg. Als sie im Rucksack versorgt sind, habe ich die Hände frei. Noch ein Steilhang ist zu überqueren, das lose Geröll macht seinem Namen alle Ehre und rollt lärmig hinunter. Es folgt ein steiler Abstieg durch die trockene Grasnarbe, ausrutschen will ich hier nicht, so setze ich meine Schritte vorsichtig auf. Nochmals einen Steilhang queren, dann sehe ich das Ziel oben. Die nun folgende Rinne steigt so steil an, dass ich meistens auch die Hände zu  Hilfe nehme und so die letzten 100 Höhenmeter zur Gocht 1951m hinaufkraxle. Dort gönne ich mir eine Verschnaufpause und esse dabei ein paar Leckerli und trinke den letzten Schluck Wasser.

Die folgende Strecke führt durch Kalkstein steil hinunter, in einigen Löchern liegt noch Schnee. Ich wechsle ab zwischen vorsichtig Laufen und langsamem Joggen, dann sehe ich den Wegweiser zur Ochsen Hütte. Eine halbe Stunde später sitze ich draussen am Tisch vor der Ochsen Hütte und trinke mein verdientes 🍺 Bier, dazu gibt es Bratwurst und Kartoffelsalat. Zum Kaffee nehme ich noch einen feinen Nussgipfel. Danach jogge ich das restliche Stück des Weges bis zur Selunbahn.

Es sind bereits einige Leute da, so dass es Wartezeit gibt. Die erste Transportkiste ist mit vier Erwachsenen und zwei Kindern schon voll besetzt. So warte ich auf die nächste Fahrt. Zu fünft fahren wir los, als die erste Stütze kommt, verstehe ich wieso die Sitzfläche so stark nach hinten geneigt ist, denn es geht sehr steil hinunter, es kommen noch ein paar Stützen, bis wir schliesslich unten ankommen. Dort bezahle ich die 10.- für die Einzelfahrt und laufe zur Haltestelle Starkenbach. Mit dem Postauto nach Wattwil, dort mit dem Zug nach Wil SG und weiter nach Oerlikon, dann bin ich wieder Zuhause.

So wie ich die Situation nun im Nachhinein beurteilen kann, bin ich sehr froh, dass ich beim letzten Versuch im Nebel nicht weitergegangen bin, sondern umgekehrt und nach Weesen gejoggt bin.

Diesen unbekannten Weg im Nebel zu laufen, wäre gefährlich.

8/17/19Garmin: Quinten_Gocht_SelunBahn

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