TR Sihlwald – Albishorn – Uto Kulm

Montag 22. Februar 2021

Am Nachmittag mache ich, ausgerüstet mit dem Trailrucksack, Wasser und Baslerleckerli, eine kurze Fahrt mit der S4 vom HB-SZU zur Endhaltestelle in Sihlwald, Schwellenhöhe 486.50 m über Meer. Nachdem die Garmin-Uhr den GPS Empfang bestätigt hat, jogge ich die vier Kilometer der Sihl entlang nach Sihlbrugg Station. Ab hier erfolgt der steile Aufstieg zum Gratweg, durch den Wildnispark Zürich Sihlwald. Überall liegen Bäume, auch quer über den Weg, doch damit die Wanderer trotzdem durchgehen können, wurde in der Mitte jeweils ein Stück entfernt. Dem Wegweiser folge ich erst in Richtung Schweikhof, um dann oben nach rechts abzuschwenken in Richtung Albishorn.

Nach neun Kilometern sehe ich Personen auf der Terrasse beim Restaurant Albishorn stehen und nehme erstaunt zur Kenntnis, dass es dort einen Take Away gibt. An Geld habe ich beim Packen nicht gedacht und Twint habe ich nicht auf dem iPhone. So verzichte ich auf Kaffee und Nussgipfel und laufe nach dem Panoramafoto weiter. Nach einem weiteren Kilometer bin ich auf dem höchsten Punkt der heutigen Strecke. Hier auf dem Bürglen 915m hat es nebst der Grillstelle auch eine Abfall Sammelstelle, für Alu und Pet, die fleissig benutzt worden sind. Der Abstieg zu den Schnabellücken 801m ist schnell gemeistert, den steilen Aufstieg zur Schnabelburg 861m umgehe ich auf dem normalen Wanderweg und komme so zum Turm auf der Hochwacht 878m. Den sanften Abstieg hinunter zum Albispass 790m kann ich es gut rollen lassen, und so dauert es nicht lange bis ich die Passtrasse überqueren kann. Das Restaurant ist ganz geschlossen ohne Take Away Möglichkeit.

Aussicht vom Mätteli

Bergauf spaziere ich erst etwas, damit sich die Beine erholen können, im flacheren Teil kann ich dann wieder auf Joggen umstellen, so vergehen die etwa drei Kilometer bis zur Buchenegg 786m schnell. Das Chnusperhüsli ist immer ein Foto wert, es verbinden sich schöne Erinnerungen an spezielle Essen damit. Bis zum Restaurant Felsenegg ist es nicht mehr weit, auch dort gäbe es die Möglichkeit für Take Away, wenn ich zeitlich früher unterwegs gewesen wäre. Es folgt der kurze Anstieg zur Bergstation der LAF Luftseilbahn Adliswil-Felsenegg, die inzwischen die jährliche Revision hinter sich hat und wieder fährt, dafür ist der Wanderweg hinunter wegen einem Erdrutsch bis Ende Feburar gesperrt. Aber mich stört dies nicht, denn ich jogge weiter dem Uto Kulm entgegen. Bei Baldern mache ich noch ein Foto vom Brunnen und der grossen, untergehenenden Sonne.

Anschliessend komme ich zur Fallätsche. Die Wanderwege bei der Fallätsche sind gesperrt, da hier im steilen Gelände ausgelichtet wird, um die Bäume abzutransportieren wurde extra eine Seilbahn eingerichtet. Bevor ich zur Annaburg komme, ist der beleuchtete Turm auf dem Üetliberg in Sicht. Während dem Aufstieg laufe ich am Restaurant Gmüetliberg vorbei und die Treppen hoch zum Uto Kulm. Hier ist dann mehr Betrieb, ich sehe Jogger, Biker und Wanderer, da die Sonne schon bald unten ist, will ich mich nicht aufhalten lassen und jogge weiter.

Kurz nach dem Restaurant geht es rechts steil hinunter auf den Denzlerweg. Dieser hat sich seit meinem letzen Mal ordentlich verändert, Stufen und Treppen wo man hintritt, es ist schon fast ein Spazierweg geworden, doch die schmalen Tritte erforden in der aufkommenden Dunkelheit etwas Kordination. Ohne Sonnenbrille wird es etwas heller, nun bereue ich, dass ich das Etui nicht mitgenommen habe und sie so sicher einpacken könnte. So befestige ich sie am Trailrucksack und lasse sie heftig schaukeln. Kurz vor dem Waldrand wird der Weg breiter und dann komme ich auf die Strasse hinunter zum Albisgüetli und zum Strassenverkehrsamt, wo ich etwas zu spät eintreffe. Der erste 32er Bus hätte mich nach Hause gebracht, der zweite fährt ins Depot, so warte ich auf den dritten Bus. Dieser kommt schon bald, und ich kann gemütlich an der Wärme sitzen. Nach dem Aussteigen fällt mir das Anlaufen etwas schwer, aber schon bald geht es wieder, und ich laufe die beiden Anstiege hoch und freue mich auf die warme Dusche.

Garmin: Sihlwald-Albishorn-UtoKulm