TR Birmensdorf – Oberlunkhofen – Sins

Mittwoch 31. März 2021

Heute wollte ich das schöne Wetter ausnützen und mal wieder etwas anderes machen, als nur in der näheren Umgebung zu joggen. So nahm ich die S14 nach Birmensdorf ZH und startete dort am Bahnhof meine heutige Tour. Erst geht es hinunter und quer durchs Dorf, an den Sportplätzen vorbei, dann wieder ein Anstieg zum Bemer. Wieder etwas abwärts, um dort die Hauptstrasse nach Oberwil-Lieli zu überqueren. Nach der Pferdestallung jogge ich eine Weile dem Gruenhaldenbach entlang. Als ich die ersten Ausläufer von Arni erreiche, muss ich zum Glück nicht auf der Strasse nach Oberlunkhofen joggen, sondern darf bei der Waldegg noch einmal in den Wald ins Dorf hinunter. Dort hat es einen kleinen Fussweg, auf dem ich bleiben kann, bis ich den Talgrund erreicht habe. Als ich die Reuss erreiche, muss ich bei der Werd-Brücke das Ufer wechseln und kann sogleich zum Fluss hinunter. Das erste Feuchtgebiet heisst Schache, und ich kann auf dem weichen Pfad auf der linken Flussseite in Richtung Ottenbach joggen. Auf die Schache folgt das Neuland und anschliessend sehe ich das ARA (Abwasser Reinigungs Anlage) Reuss-Schachen. Das nächste Feuchtgebiet ist das Obere-Schachen.

Beim Ort Mühlau muss ich über die Brücke und jogge nun weiter flussaufwärts auf der rechten Flussseite bis zur Gasthütte Zoll-Huus. Jetzt darf ich wieder über die Reuss, aber diesmal über die historische Holzbrücke (Baubegin 1640 17’000 Gulden Dauer 16 Monate). Die Brücke wurde 1807 teilerneuert und im Sonderbundeskrieg 1847 teilweise zerstört. Wiederaufbau 1852 und 1945 eine Ergänzung mit gedecktem Gehweg und 1948 alsphaltierter Fahrbahn. Seit 1996 ist die Brücke nur noch für Fussgänger und Radfahrer passierbar.

Auf der Strecke zum Bahnhof prüfe ich auf dem SBB-App, wann der nächste Zug nach Zürich HB fährt und sehe, es könnte knapp werden. Da mein Accu schon unter 20% ist, getraue ich mich nicht, das Billett auf dem iPhone zu lösen und muss zum Automaten gehen. Dieser ist auf der anderen Seite, aber inzwischen habe ich festgestellt, dass der Zug 8 Minuten Verspätung haben wird. Somit ist der zeitliche Faktor nicht mehr kritisch. Der Bildschirm wird durch die Sonne angestrahlt und ist fast nicht zu lesen. Nachdem ich mein Ziel Zürich HB eingegeben habe, kann ich nicht einfach bezahlen, es taucht die Frage auf, welche Strecke ich nehmen will und welche Art Billett. Ich entschliesse mich für Rotkreuz und eine Variante mit dem Z-Pass. Als ich später im Zug kontrolliert werde, ist der Kondukteur mit meiner Wahl zufrieden.