Etappe 44: Sangüesa — Foz de Lumbier — Monreal

Ich war mit Gonzalo zusammen, erst für einen Drink, er Weisswein und ich Bier. Die Türe zur Toilette machte mir etwas Probleme zum Entscheiden welche die richtige ist..

Welche Türe hättest du genommen?

Pilgerweisheit 😇

Danach haben wir verzweifelt ein Restaurant gesucht, leider ohne Erfolg. Wir gaben uns mit einem Sandwich zufrieden. Das Magnum als Dessert musste dann schon sein.

Heute startet jeder für sich, dann wenn er aufsteht. Gonzalo wird die normale Route wandern, während Solenne und ich die längere Variante über die Foz de Lumbier in Angriff nehmen. Es sind etwa 36km und 625Hm zu bewältigen.

Um 07:20h Uhr laufe ich aus dem Hotel und den Calle Mayor hinunter. Beim Convento de la Madre María vorbei und über die Puente de Sangüesa, die 120m lang ist und im Jahre 1892 gebaut wurde. Auf dem Thermometer stehen bereits 13°C, Tendenz steigend, es können daraus gegen 30°C werden. Bei der Tankstelle trinke ich den ersten Café des Tages und esse dazu ein Napolitana. Draussen sehe ich, wie Greg vorbeimarschiert, beim Aufstieg nach Rocaforte erfahre ich, dass er dieselbe Route plant. Zur Ruine der Ermita de San Bartolomé, auf der anderen Talseite, mag ich nicht auch noch hinaufsteigen und begnüge mich mit einem Foto und marschiere hinunter nach Liédena.

Im Restaurant LaTorre Complejo Turistico Deportivo trinke ich den zweiten Café, eine Cola und esse eines der beiden Sandwiches. Das zweite kommt in den Rucksack.

Nach der Brücke über den Irati geht es auf dem alten Eisenbahn-Trassee weiter. Praktisch alles flach oder nur sanfte Steigungen, gut, um einen schnellen Schnitt zu laufen. Auf einmal höre ich hinter mir Schritte im Kies, obwohl ich beschleunige, kommt jemand näher. Also noch einen Zahn zulegen, trotzdem werde ich bei 7.5km/h überholt und stehen gelassen.

Kurz vor der Puente del Diablo / Deabruaren zubia kommt der Typ wieder zurück. Ich nehme die kleine Zusatzschlaufe in Kauf und will die Brücke sehen, doch als ich über rutschigen Fels – mit Ketten gesichert – ankomme, ist nur noch der Brückenkopf sichtbar. Doch nur schon die Schlucht zu sehen, hat sich gelohnt, ein imposanter Anblick. Vorsichtig gehe ich wieder zurück auf das Trassee, dort sind zwei Mountainbiker und machen Fotos vor dem Tunnel-Portal.

Je weiter ich hineingehe, umso dunkler wird es. Die Sonnenbrille habe ich schon ausgezogen, nun brauche ich die Taschenlampe vom iPhone. Bald kann ich die wieder ausschalten, der erste Tunnel ist zu Ende. Nun beginnt der schöne Teil in der 👍 Foz de Lumbier. Wer in der Nähe ist, der soll sie unbedingt besichtigen.

Kurz nach dem zweiten, weniger langen Tunnel kommt ein Parkplatz, von hier sind wohl die Touristen gekommen. Der lokalen Strasse entlang komme ich zur Puente Salazar und dann nach Lumbier. Beim Hotel Irubide ist es spät genug für ein süffiges 🍺 Bier. Viel Zeit verbringe ich hier nicht, denn es wird wärmer. Nichts wie weg und über die Puente de la Ida zurück auf den Weg.

Ausgangs Lumbier entdecke ich den nicht oder schlecht markierten Feldweg und benütze diesen als Alternative zur Schnellstrasse.

Etwas später, nach Nardués Calle Abadía, Aldunate lässt sich diese nicht mehr vermeiden. Ich füge mich dem Schicksal und laufe bergan. Beim Parkplatz hat es kühle Steinbänke am Schatten, da esse ich das zweite Sandwich, dazu gibt es leider nur 💦 Wasser.

Wieder zurück auf die Schnellstrasse und dann hinauf in den Wald. Da kommen mir zwei Tieflader entgegen, ich muss in den Graben ausweichen. Gleich darauf vereinen sich die Wege wieder, und ich bin auf dem camino Rocaforte. Ab hier sind es noch 11.2 Kilometer, es zieht mich ins Zielort.

Der erste Brunnen in Izco sagt kein Trinkwasser, doch dort hat es eine Beschreibung, wo die zwei anderen Brunnen sind. Schnell die Flaschen auffüllen, eine gleich austrinken und nochmals auffüllen. Die Route ist wellig, die Bergab-Stücke mache ich nun im Sprint. <Trailrunning Training>

Abinzano, die Brücke über den Río Elorz und Salinas de Ibargoiti kommen so schneller näher. Kurz vor dem Ziel verleitet ein genialer Waldweg zum Joggen. Aber mit dem iPhone in der Hand bin ich nicht gleich konzentriert und komme ins Straucheln, passiert ist dabei zum Glück nichts.

Als ich die alte Bogenbrücke fotografiere, kommen zwei Pilger mit Mountainbikes, die auch in die Herberge wollen. Jetzt muss ich nur noch hinauf zur Kirche von Monreal. Dort ist zwar das Restaurant, aber vorne eine Baustelle. Doch ein rauchender Mann auf dem Balkon beruhigt mich, der Eingang sei hinten. Ich gehe hinein und bestelle an der Bar Tortilla und Cerveza. Gonzalo sitzt beim Mittagessen, mit einem grösseren Glas als meines.

Garmin: Sangüesa – Monreal

2 Gedanken zu “Etappe 44: Sangüesa — Foz de Lumbier — Monreal

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.