TR TST Etappe 16 Lugano – Mendrisio

31 Lugano (Paradiso)–Morcote 12 km
32 Morcote–Mendrisio 12 km

Weder das Hotel noch das Essen waren speziell. Nach dem Frühstück verlasse ich das Hotel und spaziere zum See.

Dort starte ich meine Bergtour von Lugano Paradiso 300m in 54 Minuten auf den Monte San Salvatore 913m. Auf der Terrasse habe ich zum Glück 🍀 noch einen Platz an der Sonne☀️ gefunden.

Nach dem grossen Kaffee und der Cola als Brennstoff jogge ich wieder weiter in Richtung Carona. Dort hält mich nichts auf, ich möchte ja auf das frühere Schiff. Die Gartenwirtschaft beim Ristorante Alpe Vicania, ist sehr einladend gedeckt, doch zum Essen ist es noch viel zu früh, es ist noch nicht einmal elf Uhr.

So rase ich die 400 Höhenmeter nach Morcote hinunter, um aber immer wieder einen Fotostopp einzulegen. Ein netter Wirt macht mir schnell einen Schinken-Käse-Toast, den ich auf der Hafenmauer esse.

Schon kommt mein Schiff⛴ 11:40-11:46, und ich muss einsteigen. Die Fahrt auf die andere Seite dauert nicht lange und Brusino Arsizio ist erreicht.

Bei der verführerischen Talstation 275m erfolgt der Start zur allerletzten Etappe. Der Anfang ist auf der Strasse, fast verpasse ich die Abzweigung in den schmalen Weg. Dieser wird erst steiler, doch dann kommt eine Verzweigung. Beide Wege gehen hinauf, einer über Serpiano und der andere über die Alpe di Brusino. Der letztere ist meiner, ich laufe also nach links und relativ flach, doch dann geht es wieder eher abwärts. So konsultiere ich die Karte nochmals und sehe, es stimmt so. Dieser leichte Teil bleibt nicht lange, dann zeigt sich die schroffe Steilheit der Tessiner Berge. Nix mehr mit Joggen, nicht einmal ansatzweise.
Ich kämpfe mich hoch und immer wieder kommen mir Leute entgegen, endlich nach 40 Minuten bin ich auf der Alpe di Brusino 673m.

Die ersten 400 Höhenmeter sind geschafft. Mutig laufe ich weiter, auf etwa 900m wird es etwas schmaler um die Felsen, doch bei Trockenheit kein Problem. Irgendwann bin ich bei einer Abzweigung Punto 902. Hier könnte man am Gipfel vorbeilaufen, doch nach so vielen Tagen und Kilometern mache ich das natürlich nicht, sondern ich laufe den Rest auch noch hinauf. Als ich oben auf dem Monte San Giorgio 1096m ankomme, kontrolliere ich die Zeit, 1:15h bis zum Gipfel, das gefällt mir.

Der Weg hinunter nach Meride ist anfangs recht mit Steinen durchsetzt, und ich muss gut aufpassen, später wird es zu einem Trail und ich kann Tempo machen. In Meride trinke ich schnell noch einen Kaffee und eine Cola. Jetzt kommt eine Wandergruppe mit Hunden an. Es dürfen aber immer nur vier an den Tisch, so müssen sie sich aufteilen. Der folgende Teil des Weges ist besser, und so brauche ich nicht lange und sehe Mendrisio unter mir. Am Talboden angekommen, muss ich nur noch zum Bahnhof joggen, dann bin ich am 🏁 Ziel.

Garmin: Paradiso – Morcote
Garmin: Brusino Arsizio – Mendrisio

Meine lange Reise geht hier zu Ende, es war ein tolles Erlebnis. So habe ich viele schöne Orte kennengelernt, die man sonst nie sieht.

Mein Dankeschön an meine Familie, die mir solche Erlebnisse gönnt. Meiner Frau Brigitta, die mit mir 2 Teile gewandert ist, und dem besten Trailrunner Helmut, der mit mir Bern – Worb gejoggt ist und mich bei nicht so tollem Wetter von Heidbühl nach Sörenberg begleitet hat und anschliessend noch ins Tal runter musste auf das Postauto, um zurück nach Bern zu fahren.

Unfallfrei ohne Probleme
591.3 Kilometer 94 Stunden
18’370 Hm
↗️18’276 Hm ↘️