TR Ämpächli – Richetlipass – Linthal

27. August meine Route
Elm 976m 🚠 / Ämpächli 1480m – Skihütte Obererbs 1700m – Erbser Stock 2161m – Wichlenmatt 2037m – Richetlipass 2261m – Unt.Stafel 1386m – Linthal 653m

8/26/19

Mit der S25 fahre ich vom HB nach Schwanden GL, dort steige ich in den Bus 541 nach Elm 976m Sportbahnen und schwebe mit der Gondelbahn🚡hinauf, so erspare ich mir die 500 Höhenmeter, zum Ämpächli 1480m. Vor dem Start noch einen Kaffeehalt mit Nussgipfel und um die Trinkflaschen aufzufüllen. Anstatt der Via Alpina zu folgen, laufe ich auf dem unteren Weg durch ein Wildschongebiet (nur im Winterhalbjahr) auf einem schönen schmalen Waldweg. Leider ist die Fortsetzung des Weges nur auf OutdoorActive eingezeichnet, aber die Route ist nicht markiert, so laufe ich an der Abzweigung vorbei. Als ich den Irrtum bemerke, muss ich zurücklaufen, dies kostet mich einige zusätzliche Höhenmeter. Bei den Gebäuden zweige ich links ab zum Bach hinunter und überquere ihn an einer passenden Stelle. Danach darf ich, in Ermangelung eines richtigen Weges, durch ein trockenes Bachbett hochsteigen, dabei sind die Stöcke sehr nützlich.

Die erste Wasserflasche wird wieder aufgefüllt, als ich bei der Skihütte Obererbs 1700m ankomme und anschliessend ein Cola trinke. Danach laufe ich zügig aufwärts, über Alpweiden mit gut gedüngten Wanderwegen. Bereits bei der Skihütte unten ist die Sperrung des alpinen Wanderweges “Chli Chärpf – Leglerhütte” ausgeschildert. Mich stört das nicht, ich habe ja andere Pläne. Die Wege werden wieder sauber, als es dann steinig und steiler wird und im Zickzack hinauf geht. Schon bald bin ich auf dem Erbser Stock 2161m.

Ab hier sieht die Strecke hinunter zur Wichlenmatt 2037m trailmässig aus, nicht zu steil und guter Weg, so kann ich es rollen lassen. Auf der Alp sitzt der Senn mit jemandem am Tisch, die beiden spielen ein Würfelspiel. Soweit ich es beurteilen kann, wird hier nichts angeboten, so jogge ich in der Hochebene weiter. Bald steigt es wieder an, und so wandere ich die Steigung hoch zum Richetlipass 2261m.Elm / Glarus / Switzerland - 8/27/19

Oben angekommen, setze ich mich und esse den BE-KIND Riegel (Dark Chocolat Nuts & Sea Salt). Lange bin ich nicht alleine, von Linthal her kommt ein Wanderer, mit dem ich mich über seine 10-Tages-Wanderung unterhalte. In der Zwischenzeit kommen die zwei Frauen, die ich unten auf der Alp überholt hatte, auch hinzu und machen Pause. Ich bin genügend gesessen und gehe weiter. Erst mit den beiden Stöcken in einer Hand, doch die behindern mich nur, so stoppe ich kurz und verstaue sie im Trailrucksack. Zügig gehts hinunter zur Unterer Stafel 1386m.

Ab hier ist es wieder flacher dank einer Fahrstrasse, und ich komme gut voran. Bald kommt bei Stauden (Punkt 1176), eine Abzweigung, und so kann ich die letzten drei Kilometer auf dem Bachweg joggen. Vom Bach sieht man wenig, steil den Wald hinunter führt der Weg, sogar durch einen Tunnel hindurch. Dann bin ich unten im Dorf und schon bald in Linthal Bahnhof 653m am Ziel.

Ich habe es fast vermutet, erstens ist die Essenszeit zeitlich schon vorbei und zweitens hat es dort kein offenes Restaurant mehr in der Nähe. So spiele ich mit dem Selecta-Automaten und bekomme eine Büchse Cola und ein Kägifrett. Die S25 fährt eine halbe Stunde vor der Abfahrt ein, und so setze ich mich in den bequemen Sessel und verspeise den zweiten BE-KIND Riegel.

8/27/19Garmin Ämpächli-Richetlipass-Linthal

 

TR Kandersteg – Leukerbad – Goppenstein

Die Idee, Montag 19. August

Kurzfristig habe ich Helmut über WhatsApp angeschrieben, ob er am Donnerstag 22. August Zeit und Lust habe, mit mir von Kandersteg über den Gemmipass 2314m nach Leukerbad zu joggen. Seine Gegenfrage hat mich dann überrascht, ob ich nicht auch noch den Freitag 23. August anhängen wolle, dann von Leukerbad, über den Restipass 2626m nach Goppenstein joggen und erst ab dort mit dem Zug zurück nach Hause fahren. Ich habe dann das Majinghorn 3054m ins Spiel gebracht, aber dieses Horn ist soweit wir wissen, nicht zu überschreiten, und die Besteigung wäre somit mit einem Hin- und Rückweg verbunden. So haben wir uns provisorisch für den Weg über den Ferdenpass 2821m entschieden. Wir werden es aber lokal in Leukerbad noch vertieft abklären, was dort möglich ist, und wie der Zustand der Wanderwege ist.

Route Gemmipass FerdenpassHöhenproflile Gemmipass Ferdenpass

Kandersteg-Gemmipass 2314m-Leukerbad, Donnerstag 22. August

Frühes Aufstehen um 5 Uhr, 6 Uhr auf den Bus zum Bahnhof und nach Bern. Helmut steht auf Perron 4, und als wir im Abteil sind, erkundigt er sich, welche Art Kaffee ☕️ ich gerne trinke. Dann verschwindet er und kommt kurz vor der Abfahrt mit zwei Bechern zurück. Aus dem Trailrucksack packt er noch einen kleinen Kuchen mit einer Kerze 🕯 aus und wünscht mir nachträglich alles Gute zum gestrigen Geburtstag. Nach einer Stunde sind wir in Kandersteg. Dort werden die Trinkflaschen aufgefüllt und grosszügig Sonnencreme verteilt. So joggen wir um 8:50h los, die ersten drei Kilometer bis zur Talstation der Sunnbüel-Bahn sind flach, doch dann ist es Zeit für die Stöcke, und damit laufen wir zügig den Berg hinauf. Als sich der Wald mal lichtet, sehen wir Kandersteg unter uns im Nebel. Die Bergstation lassen wir links liegen und joggen in die Hochebene hinunter und lassen es im flachen Teil rollen.

Nach gut 10 Kilometern kommt das Hotel Schwarenbach 2060m in Sicht. Dort setzen wir uns draussen hin, bei Kaffee und Nussgipfel. Der Wirt erkundigt sich, woher wir kommen und will unsere Laufzeit wissen. Zwei Stunden haben wir gebraucht, da meint er, dies sei eine gute Zeit, aber die Spitze vom Skimarathon benötige 1 Stunde 4 Minuten, bis sie hier oben Tee bekommen.

Dann joggen wir weiter bis zum Daubensee 2207m und entscheiden uns gegen die kürzere Strecke auf dem Fahrweg, sondern joggen lieber auf dem linksufrigen Wanderweg dem See entlang. Nach einer weiteren Stunde sitzen wir im Berghotel Wildstrubel am Tisch und wundern uns, dass niemand vorbeikommt. Aha ist ja Selbstbedienung, also hin zum Buffet und das Mittagessen bestellen. Dieses wird durchs Personal an den Tisch serviert. Nach dem Essen noch zwei Espressi, und dann joggen wir los.

Es geht auf fünf Kilometern 1‘000 Meter hinunter. Zum Teil mit Stufen mit etwas komischer Schrittlänge, nur eine Stufe ist etwas kurz und zwei miteinander sind zu lang. Aber schon bald ist es nur noch felsiges Gelände, am Rand mit Stahlseil gesichert und gut zu joggen. Bereits nach 50 Minuten sind wir in Leukerbad, beim Hotel Quellenhof am 🏁 Ziel. Auf der Webseite Gemmi.ch schauen wir nach, wieviel Zeit die Bergläufer in die entgegengesetzte Richtung benötigen, und sind sehr erstaunt, dass der Sieger für die Bergstrecke nur 0:35:56h gebraucht hat.

Schnell alle Kleider und Socken waschen und auf dem Balkon zum Trocknen aufhängen. Dann 🚿duschen und über die Strasse zur Walliser Alpentherme, um den Gratiseintritt auszunützen, den man durch die Direkbuchung erhält. Dort geht Helmut, der seine Badehose mit hat, in den Thermal-Pool und ich in die Sauna, wo wir uns später wieder treffen. Zurück im Zimmer vermisse ich meine Jogginghose, inklusive dem Bügel, diese finde ich dann an der Rezeption und bringe sie zurück ins Zimmer. Nun ist die Zeit reif, und wir können an der Bar mit unserem verdienten 🍺🍺 Bier anstossen. Bald darauf sitzen wir im Restaurant und verspeisen leckeres Entrecôte mit Bratkartoffeln und Gemüse. Nach dem Espresso, zu dem wir selbstgemachte Caramels erhalten haben, wird es Zeit auszuruhen.

8/22/19Garmin: Kandersteg_Leukerbad

Leukerbad-Ferdenpass 2821m-Goppenstein, Freitag 23. August

Um acht Uhr gehen wir zum grossen Frühstücksbuffet. Danach im Zimmer noch Zähne putzen und den Trail-Rucksack mitnehmen. Wir laufen 9:15h aus Leukerbad in Richtung des Quellenweges. Doch irgendwann nehmen wir den falschen Weg, aber auch dieser bringt uns zum Majinsee 1640m, wo es für einen Fotostopp reicht. Ab hier laufen wir mit den Stöcken bergauf, bei der Alphütte Obere Mejingalp ist es noch zu früh, so laufen wir zügig weiter bis zur Alphütte Flüealp 2041m, der letzten Gelegenheit vor dem Pass, und trinken dort etwas. Der Fahrer vom AlpenTaxi kennt sich hier aus und meint, dass der Weg zwar noch markiert und begehbar sei, aber eigentlich nicht mehr viel begangen werde. Frisch gestärkt laufen wir los bis zum nächsten Wegweiser, geradeaus geht es zur Gitzifurka 2911m und zur Lötschepasshütte 2690m.

Doch wir nehmen die weniger bekannte und noch weniger gewanderte Route über den Ferdenpass 2821m. Mit SchweizMobil muss man die Route erzwingen, aber OutdoorActive zeigt sie an. Alles ist gut rot-weiss markiert, und wir kommen gut voran. Es ist sehr steil und der „Weg“ nicht immer griffig, aber die Stöcke helfen uns. Etwas weiter oben wechselt das Terrain auf steinig und ist besser zu laufen.

Die letzten 400 Höhenmeter steigen wir durch einen anspruchsvollen Block Parcour hinauf, man muss aufpassen, wohin man tritt. Die Person, die hier die rot-weissen Markierungen angebracht hat, war sehr fleissig, und wir haben keine Probleme, den Weg auf den Pass zu finden. Nach drei Stunden sind wir oben angekommen und machen einen kurzen Halt mit Verpflegung und Gipfelfoto. Vom Oberferdengletscher ist nicht mehr viel übrig, unten hat es zwei keine Seelein.

Leukerbad / Valais / Switzerland - 8/23/19

Dann steigen wir talwärts ab, anfangs ist der Boden sehr weich, und die Schuhe hinterlassen Abdrücke im Untergrund. Dann sind noch ein paar ungefährliche Schneefelder zu queren, bis wir wieder auf einen richtigen Weg kommen. Die Murmeltiere pfeifen auf uns, und die Schafe sind auch nicht fotogen. Es ist nun nicht mehr weit bis zum Gasthof Kummenalp 2086m, dort können wir uns an der Sonne trocknen lassen, trinken etwas und essen leckeren Schokoladenkuchen dazu.

Dann geht es durch eine Kuhweide hinunter zum Wanderweg, der uns nach Ferden 1375m bringt. Es folgt der steile Abstieg zur Brücke über die Lonza und den Gegenhang wieder hinauf. Das Wegstück hinunter nach Goppenstein hat es in sich, die vielen Gegensteigungen bremsen unser Tempo. Doch kurz nach drei Uhr sind wir am Ziel angekommen und gehen in die Gartenwirtschaft vom Restaurant Felsheim.

Die zwei bestellten Bier kommen schnell auf den Tisch, und als ich mich nach etwas Kleinem zu essen erkundige, meint der Wirt, falls wir etwas Warmes wollen und auf den 16 Uhr Zug gehen, sei das schnellste eine Käseschnitte mit Schinken. Auf dieses Angebot gehen wir ein, bis die Küche soweit ist, gehe ich mich schon mal umziehen. Kaum bin ich zurück, schon kommen zwei gut gefüllte Teller auf den Tisch. Wir lassen es uns gut schmecken, auch den kleinen ungeplanten Dessert danach. Dann nehmen wir unsere Rucksäcke und laufen mit steifen Beinen zum Bahnhof hinüber. Es ist ja klar, wir müssen unten durch, das Gleis 1 ist auf den anderen Seite. Wir sind nicht alleine, der Bahnhof ist gut besucht, doch alle finden einen Sitzplatz. In Bern verabschiede ich mich von Helmut und wechsle das Perron, dort hat es wie im SBB-App, durch drei rote Figuren, vorausgesagt, sehr viele Leute. Der untere Teil vom Bistro Wagen ist schon voll, doch oben ist noch ein Platz an einem Zweiertisch frei. So fahre ich dann rückwärts sitzend im schwankenden Zug direkt nach Zürich HB. Dann bin ich schon bald zuhause und kann meine müden Beine nach der erfrischenden Dusche endlich ausruhen lassen.

Auch wenn es streng war, es waren zwei tolle und erlebnisreiche Tage mit Helmut.

8/23/19Garmin: Leukerbad_Goppenstein

TR Quinten – Gocht 1951m – Selunbähnli🚡

Nachdem mein Plan am 9. Juli wegen eines Schneefeldes und Nebel nicht geklappt hat, versuche ich es heute nochmals mit dem Trailrunning Quinten – Gocht 1951m – Bergstation Selunbahn 🚡

Die Hitzewelle ist vorbei, heute stimmt das Wetter fürs Jogging. Mit der S25 09:43h ab Zürich HB und nach dem Umsteigen in die S4 in Ziegelbrücke, bin ich um 10:37h in Murg SG. Dort wechsle ich in Murg Ost um 10:43h aufs Schiff (CHF 7.20) nach Quinten. Nach der Ankunft um 11:00h trinke ich im Restaurant Schifflände noch einen Kaffee ☕️ und fülle meine zwei Wasserflaschen auf.

Ich habe dazugelernt, diesmal sind meine Black Diamond Stöcke dabei. Damit laufe ich zügig los, ab jetzt geht es von der Seehöhe 419m bis zur Gocht 1951m eigentlich nur noch steil bergauf.

Erst durch Quinten 433m und dann an der Talstation der Materialtransportbahn 495m vorbei. Der Weg ist sehr steil, so gewinne ich schnell an Höhe. Ich laufe an der Bucheletegg 677m vorbei und weiter hinauf zur Wegkreuzung bei Bidem 933m.

Nach einer Stunde bin ich bereits auf 1286m, fast bei der Bergstation,  was schon über 867 Höhenmeter ergibt. Danach komme ich zur Laubegg 1340m. Der Weg ist nun schmaler geworden und etwas weniger steil, jetzt fährt mir ein Biker entgegen. Schon bald erreiche ich die Stelle, wo ich beim letzten Versuch umgekehrt bin. Diesmal liegt kein Schnee, und ich kann Richtung Säls laufen.

Auf einmal höre ich Stimmen und sehe ein Biker-Paar, die stossen und tragen ihre Bikes über die Wurzeln, den steilen den Berg hinauf. Dann bin ich bei der Abzweigung Säls, der rot-weisse Weg führt nach Schwaldis, Hochrugg oder nach Walenstadtberg. Doch ich muss die Farbe wechseln, denn ab hier ist die Markierung weiss-blau und zum Teil weglos. Nun wandere ich erst über die steile Wiese, dann über den breiten Wiesengrat. 

Dann begegnet mir ein Bergsteiger, der vom Leistchamm hinunter gekommen ist. Wir diskutieren kurz über die Strecke, die noch vor mir liegt, und die übermalten rot-weissen Markierungen. Er erklärt es mir so: Die blau-weissen Bergwanderwege müssen viel weniger gewartet werden. 

Nun wird der Weg technischer, und die Stöcke sind mir im Weg. Als sie im Rucksack versorgt sind, habe ich die Hände frei. Noch ein Steilhang ist zu überqueren, das lose Geröll macht seinem Namen alle Ehre und rollt lärmig hinunter. Es folgt ein steiler Abstieg durch die trockene Grasnarbe, ausrutschen will ich hier nicht, so setze ich meine Schritte vorsichtig auf. Nochmals einen Steilhang queren, dann sehe ich das Ziel oben. Die nun folgende Rinne steigt so steil an, dass ich meistens auch die Hände zu  Hilfe nehme und so die letzten 100 Höhenmeter zur Gocht 1951m hinaufkraxle. Dort gönne ich mir eine Verschnaufpause und esse dabei ein paar Leckerli und trinke den letzten Schluck Wasser.

Die folgende Strecke führt durch Kalkstein steil hinunter, in einigen Löchern liegt noch Schnee. Ich wechsle ab zwischen vorsichtig Laufen und langsamem Joggen, dann sehe ich den Wegweiser zur Ochsen Hütte. Eine halbe Stunde später sitze ich draussen am Tisch vor der Ochsen Hütte und trinke mein verdientes 🍺 Bier, dazu gibt es Bratwurst und Kartoffelsalat. Zum Kaffee nehme ich noch einen feinen Nussgipfel. Danach jogge ich das restliche Stück des Weges bis zur Selunbahn.

Es sind bereits einige Leute da, so dass es Wartezeit gibt. Die erste Transportkiste ist mit vier Erwachsenen und zwei Kindern schon voll besetzt. So warte ich auf die nächste Fahrt. Zu fünft fahren wir los, als die erste Stütze kommt, verstehe ich wieso die Sitzfläche so stark nach hinten geneigt ist, denn es geht sehr steil hinunter, es kommen noch ein paar Stützen, bis wir schliesslich unten ankommen. Dort bezahle ich die 10.- für die Einzelfahrt und laufe zur Haltestelle Starkenbach. Mit dem Postauto nach Wattwil, dort mit dem Zug nach Wil SG und weiter nach Oerlikon, dann bin ich wieder Zuhause.

So wie ich die Situation nun im Nachhinein beurteilen kann, bin ich sehr froh, dass ich beim letzten Versuch im Nebel nicht weitergegangen bin, sondern umgekehrt und nach Weesen gejoggt bin.

Diesen unbekannten Weg im Nebel zu laufen, wäre gefährlich.

8/17/19Garmin: Quinten_Gocht_SelunBahn

Drei Tage Genusswandern im Goms

Montag 15. Juli Oberwald – Münster

In einem vollen Zug fuhren wir am Montag früh nach Bern, dort versuchte ich für uns ein Viererabteil zu reservieren, während Brigitta draussen auf Ursula und Markus wartete. Alles klappte, und wir setzten die Fahrt nach Brig fort. Dort mussten wir umsteigen in den Zug nach Andermatt. Dieser brachte uns pünktlich nach Oberwald. Einige Meter nach dem Bahnhof Oberwald trafen wir auf eine Jakobsmuschel. Hier führt der Rhein-Reuss-Rhone Pilgerweg durch. Kilometer Null beginnt beim Kloster Disentis, bis nach Oberwald sind es 62 km, er endet nach 2’225 km in Santiago de Compostela.

Doch wir haben anderes im Sinn und wandern an Blumenwiesen vorbei, hinauf zum Gommer Höhenweg. Es liegen viele Birken neben dem Weg, und auch die Bäume sind in Schieflage, wobei uns nicht klar ist, was der Grund dafür ist. Die Strecke zieht sich in die Länge, Abwechslung bringen immer wieder schöne Blumen und Baumpilze.

Zu unserer Unterkunft, dem historischen Hotel Croix d`Or et Poste müssen wir 160 m absteigen, die wir am nächsten Tag wieder hinauf wandern dürfen. Nach dem Zimmerbezug noch ein Apéro, später treffen wir uns wieder im Speisesaal und bekommen ein leckeres Nachtessen serviert.

7/18/19Garmin: Oberwald_Münster

Dienstag 16. Juli Münster – Blitzingen

Nach dem feinen Frühstück wieder hinauf auf den Höhenweg, das gab einen schönen Blick zurück auf Münster und einen Blick aufs Weisshorn. Etwa in der Mitte der heutigen Etappe, im Tal, wo der Reckingerbach fliesst, befindet sich die Berghütte z’Gufersmatte.

Dies war ein guter Zeitpunkt, um uns dort zu verpflegen und den Flüssigkeitsbedarf zu stillen. Zum Glück habe ich am Vorabend noch im Internet nachgeschaut, ob die Hütte offen ist, denn die nachfolgende Berghütte Walibach wurde im Herbst 2018 geschlossen, und ein neuer Pächter wird gesucht. Der anschliessende Abstieg von 1700m auf 1520m war dann doch sehr steil und ging in die Oberschenkel. Nur der Schlussabstieg zum Hilperschbach war zwar kürzer, aber dafür noch steiler. Erst den Gegenhang hinauf und an einer Herde Yaks vorbei, dann noch den Schlussanstieg zum Hotel Castle, der zweite Wandertag war geschafft. Obwohl die Strecke eigentlich kurz ist, machen einem die vielen Berg- und Talstrecken müde. Nach der erfrischenden Dusche und der Wäsche, trafen wir uns auf der Sonnenterasse zum Relaxen. Da es ohne Sonne eher kühl wurde, entschlossen wir uns, das Nachtessen im Speisesaal einzunehmen. Wir machten es uns und der Küche einfach und bestellten vier Mal das empfohlene Tagesmenü. Vorspeise Zanderfilet auf Couscous, Hauptspeise Entrecôte mit Risotto und zum süssen Abschluss eine leckere Dessertvariation.


7/18/19Garmin: Münster_Castle-Blitzingen

Mittwoch 17. Juli Blitzingen – Fieschertal

Auch hier gab es wieder ein grosszügiges Frühstücksbuffet, für das wir uns Zeit liessen. Danach folgte der Aufstieg zum Gommer-Höhenweg, erst zum Wilerbach, dann kam der Schwarze Brunne und danach durchquerten wir die Nessulschliecht und wanderten nach Bellwald. Dort stillten wir unseren Durst und fanden es zu früh, um hier schon aufzuhören. So wanderten wir erst nach Egga und von dort talwärts über Geere nach Fieschertal. Das Postauto stand schon bereit und wir konnten die kurze Fahrt zum Bahnhof Fiesch geniessen. Nach kurzer Wartezeit fuhr der Anschlusszug nach Andermatt ein, und wir fanden ein leeres Viererabteil.

In Andermatt angekommen, wollten wir nicht gleich weiter, sondern gönnten uns zum Abschluss noch eine Apéro-Pause im Hotel Chedi, bevor wir in den nächsten Zug stiegen.

Anschliessend fuhren wir gemeinsam weiter bis nach Arth Goldau, dort verabschiedeten wir uns von Ursula und Markus und stiegen um in den Zug nach Zürich.
7/18/19Garmin: Castle-Blitzingen_Fieschertal

TR Quinten – Laubegg 1340m – Betlis – Weesen

Mein Plan: Trailrunning Quinten – Gocht 1951m – Bergstation Selunbahn, und was dann daraus wurde.

Bin heute morgen bei sonnigem Wetter wieder mal früh losgezogen. Mein Zug fuhr 07:43h ab Zürich HB und kam 08:37h in Murg SG an. Dort wechselte ich um 08:43h aufs Schiff (CHF 7.20) von Murg Ost (See) (BAT 415) nach Quinten, Ankunft 09:00h. Das Personal vom Restaurant Schifflände ist auch mit im Boot, sie bringen Säcke voller Brot und Kisten mit Gemüse. Da das Gebirge noch mit Nebelschwaden verhängt ist, setze ich auf Abwarten und Kaffeetrinken im Restaurant, das eigentlich erst ab 10 Uhr geöffnet wäre.

Als nächstes noch die zwei Wasserflaschen auffüllen, denn viele Gelegenheiten zum Nachfüllen wird es da hinauf wohl nicht geben. Dann laufe ich zügig los, ab jetzt geht es von der Seehöhe 419m bis zu Gocht 1951m eigentlich nur noch steil bergauf. Nach dem Start durch Quinten 433m komme ich bei Allmeind 495m vorbei, dort ist die Talstation der Materialtransportbahn, die hinauf zur Bergstation Laubegg fährt. Der Weg ist gut, aber sehr steil, so komme ich bald an der Bucheletegg 677m vorbei und laufe weiter hinauf zur Wegkreuzung bei Bidem 933m, dort hat es eine Abzweigung nach Seerenwald, Betlis und Weesen. Aber ich will ja weiter hinauf nach Säls und dann über die Gocht.

Nach einer Stunde bin ich bereits auf 1257m unterhalb der Bergstation,  was schon über 800 Höhenmeter ergibt. Bei der Hütte mache ich eine kleine Pause und esse eine Nut-Bar mit dunkler Schokolade, Nüssen und Meer Salz. Danach komme ich zur Laubegg 1340m, der Weg ist schmaler geworden und weniger steil. Unten auf der Alp höre ich Kuhglocken, aber im Nebel sehe ich die Tiere nicht. Dann bei 1430m treffe ich auf ein gefrorenes Schneefeld, dieses behindert, respektive verhindert den Übergang. Von hier wären es nur noch cirka 2 Km und 500 Höhenmeter zum Pass. Wegen dem Nebel kann ich nicht sehen, wo es auf der anderen Seite weitergehen würde, und ein Risiko will ich nicht eingehen. Somit beschliesse ich den Abbruch der Übung und gehe wieder zurück nach unten.

Den schönen Aufstieg wieder hinab, erst auf rutschigem Lehmboden, dann ein schöner mit Steinen durchsetzter Waldweg. Auch auf diesem Weg war Vorsicht gefragt, die Steine waren feucht vom Nebel.  Wieder unten bei Bidem auf 933m angekommen, entscheide ich mich beim Wegweiser für mein alternatives Ziel, Weesen. Mal geht das Joggen etwas einfacher, mal ist es etwas steiler und rutschig, doch ich komme gut voran. Beim Fulenbach hat es nicht soviel Wasser, der Wasserfall ist etwas mager, dann laufe ich am Haslegade 520m vorbei in Richtung Vorderbetlis.

Eigentlich habe ich jetzt ja genügend Zeit und mache deshalb den Abstecher zum Seerenbachfall bei der Rinquelle oberhalb von Betlis. Danach jogge ich hinunter zur Strasse, dann weiter an der Kirche vorbei und treffe in Betlis ein.

Weesen / St. Gallen / Switzerland - 7/9/19Im Restaurant Burg-Strahlegg esse ich eine leckere Räuberwurst mit Kartoffelsalat, dazu einen Saft vom Fass und einen Espresso.

Nach der Mittagspause nehme ich noch das kurze Reststück unter die Füsse, alles dem dem See entlang. Ich benötigte nicht allzu lange, dann bin ich beim Bahnhof. Doch dieser Weg zum Bahnhof war völlig unnötig, dort hält nämlich kein Zug mehr, so musste ich zurück zur Weesen Post laufen und ab dort mit dem Postauto nach Ziegelbrücke fahren. Ab dort mit der S25 zurück nach Zürich HB und mit Tram und Bus nach Hause.

7/9/19Garmin: Quinten_Laubegg_Betlis_Weesen

Steg – Toggenburger Höhenweg – Ricken SG

Heute machte ich eine kleine Trailruning Tour von Steg 695m im Töstal hinauf zum Roten 1147m über die Hirzegg 1049m, und weiter zum Schnebelhorn 1291m. Immer auf dem Höhenweg zum Gasthaus Alp Schindelberg 1154m. Kurze Pause bei 1/2L Cola und feinem frischen Nussgipfel. Anschliessen weiter steil hinauf auf die Rossegg 1254m über die Ober Habrüti zur Chrüzegg 1313m und gleich hinunter zum Bergasthaus 1264m.

Es war grad passend um 12 Uhr und so bestellte ich einen 1/2L Möhl ohne und Àlplermakronen mit Apfelmus. Auf dem Bank den Rücken an der Sonne so trocknete der Rücken und der Trailrucksach auf dem Bank recht schnell.

Die direkte Abzweigung zum Tweralpspitz 1331m habe ich verpasst und durfte so den viel steileren Zugang von der Untere Twerap hinauf „klettern“.  Über den Rotstein 1285m an der Schwamegg 1211m vorbei, ging es hinunter zur Alpweitschaft Hüttenberg 1054m. Da ich bereits genügend getrunken habe lies ich diese Gelegenheit aus und lief weiter nach Oberricken 906m und von dort aus auf der Strasse direkt hinunter nach Ricken SG 786m. Noch ein paar Meter hinauf zur Bushaltestelle Ricken SG, Kirche und noch rechtzeitig auf den Bus nach Rapperswil SG. Von dort aus direkt nach Zürich Oerlikon und nach Hause zur vierdienten Dusche.

7/5/19

Garmin: Steg_Toggenburger-Höhenweg_Ricken-SG

2-tägige Churfirsten Tour

Alt St. Johann / St. Gallen / Switzerland - 6/29/19Die «sieben Churfirsten», wie sie u. a. in der Tourismuswerbung genannt werden, heissen von Westen nach Osten: Selun (2204 m), Frümsel (2263 m), Brisi (2279 m), Zuestoll (2235 m), Schibenstoll (2234 m), Hinterrugg (2306 m) und Chäserrugg (2262 m). Am Selun ist das Wildenmannlisloch zu finden.

Freitag 28. Juni:

Am Nachmittag erfolgt die Anreise nach Wildhaus, der Bus für den Transport zum Hotel Stump’s Alpenrose steht an der Haltestelle bereit. Nach dem Zimmerbezug muss ich gleich mal duschen, es war sehr heiss im Doppelstock-Postauto von Wattwil nach Wildhaus Lisighaus. Danach ab ins Restaurant zum Nachtessen, alleine am runden Tisch.

Samstag 29. Juni:

Bereits um 05:00h ist das Frühstück geplant, und um 05:45h treffen wir den Bergführer Norbert Fischbacher auf dem Parkplatz vor dem Hotel. Dort ist auch Sonja Teuscher vom TT Toggenburg Tourismus, sie macht die Tour auch mit, damit sie die Kundensicht auch kennt. Mit dabei sind Nicole aus Münchwilen, Daniela & Philip aus Fläsch und Oliver aus Thalwil. Wir dürfen die Sachen, die wir erst heute Abend oder in der Nacht benötigen, in eine Kiste legen. Dieses Gepäck wird zum Berghotel Sellamatt  transportiert, so müssen wir weniger Gepäck mittragen. Was bei der angesagten Hitze von Vorteil ist.

Wir starten vom Hotel Parkplatz 1143m aus und gehen hoch, erst zum Iltios 1342m, es folgt das Stöffeli 1681m, dann hinauf zum Chäserrugg 2260m. Dort ist auf der heutigen Etappe die einzige Möglichkeit etwas zu trinken und Wasser nachzufüllen.

Der Weg zum Hinterrugg 2306m ist kurz und führt über einen kleinen Grat.

Um den Schibestoll 2234m zu erreichen, wird über ein Schneefeld abgestiegen, welches nicht auf dem Wanderweg ist. Dadurch verkürzt sich der Zustieg um circa eine Viertelstunde. Nach dem Aufstieg und der kurzen Pause folgt der Abstieg.

Dann wandern wir zum nächsten Zustieg. Die heutige letzte Bergroute ist, im Gegensatz zu den anderen Bergen, weiss-blau-weiss markiert. Es hat kleinere Kletterpassagen am Anfang, und der Weg über den Vorgipfel ist mit Stahlseilen gesichert, so kommen wir dann zum Hauptgipfel, dem Zuestoll 2235m.

Nach dem Abstieg auf derselben Route wandern wir hinunter zum Berghotel Sellamatt 1389m. Dort erwartet uns Mineralwasser und ein 🥂Cüpli, dazu wird eine leckere Aufschnittplatte serviert.

Danach gehen wir uns endlich frischmachen und treffen uns um sieben Uhr wieder zum Nachtessen. Dann noch ein Schlummerbecher und bald darauf ab ins Bett. Es ist sehr warm im Zimmer, und die Decke wird nicht benötigt.

6/29/19

Garmin: Chäserrugg_Hinterrugg_Schibestoll_Zuestoll

Sonntag 30. Juni:

Es wird auch heute wieder über 30°C heiss werden.

Alt St. Johann / St. Gallen / Switzerland - 6/30/19Frühstück 05:15h und um 06:00h sind wir bereit und wandern auf dem Höhenweg in Richtung Brisi 2279m. Die 890 Höhenmeter Aufstieg sind happig mit den müden Beinen vom Vortag.

Hinunter auf demselben Weg. Zum Glück kennt Norbert wieder eine Abkürzung, der nächste Zustieg erfolgt über ein Schneefeld, dies erleichtert die Tour und erspart uns zusätzliche Kilometer und auch Höhenmeter. Kurz vor Mittag sind wir oben beim Frümsel 2263m.

Das Sandwich aus dem Lunchpaket essen wir nach dem Abstieg unten bei unserem Materialdepot. Danach wandern wir zum letzten und einfachsten Berg, dem Selun 2204m.

Nach dem Abstieg zieht sich der Weg zur Ochsenhütte 1676m in der Hitze ordentlich in die Länge. Auch hier werden wir wieder erwartet, es ist ein Tisch reserviert, und die Aufschnittplatte steht bereit. Nach der Stärkung lobt Norbert unsere Gruppe für die gelaufenen Zeiten und meint, dass in etwa alle gleich stark waren.

Danach überreicht er uns einen Sticker mit allen sieben Churfirsten für den Rucksack.

Bald kommt der Bus 🚌 vom Hotel, dieser bringt uns über das Berghotel Selamatt, wo noch das deponierte restliche Gepäck aufgeladen wird, zurück zum Stump’s Alpenrose. Dort verabschieden wir uns voneinander. Die einen gehen noch zum Schwendisee für eine Abkühlung, doch mich zieht es nach Hause. Nicole ist so nett und nimmt mich bis zum Bahnhof Wil SG im gekühlten Auto mit. Die Wartezeit auf dem Perron, verbringe ich mit einer kühlen Apfel-Schorle.

7/1/19Garmin: Brisi_Frümsel_Selun

Die Organisation der Tour durch Toggenburg Tourismus war hervorragend. Norbert Fischbacher unser Bergführer hat uns sicher auf alle sieben Gipfel geführt und uns einige Erklärungen und Hinweise zu den Passagen mitgegeben. Damit wir klügere Entscheide fällen können, falls wir einmal irgenwo alleine wandern.