Tag 114 Viana do Castelo – Esposende

Als ich am Morgen um 8h in den Salon komme, ist der Tisch schon gedeckt. Jetzt freue ich mich auf das Frühstück. Die aufgeschnittenen Ananas (nicht im Bild) kamen später noch dazu. Beim Hinausgehen ist mir noch diese geschnitzte Schranktüre aufgefallen.

Es ist leicht bewölkt🌤, als ich um 8:40h bei 18°C das Haus verlasse und durch die schöne Altstadt zur Brücke über den Rio Lima wandere.

Auf der langen Brücke ein Blick zurück zur Stadt und den Bootshafen. Es ist schon erstaunlich, wie weitsichtig die Leute früher Alleen gepflanzt haben, im Wissen, was der Schatten wert ist. Das Bild sollte das Castelo zeigen, aber es ist etwas klein geraten.

Anstatt getreu dem Camino nachzulaufen, weiche ich vom Landesinnern an den Strand ab und werde dort wieder barfuss laufen. Nach circa sechs Kilometer Strand 🌊, verlasse ich diesen bei Castelo do Neiva und nehme mein erstes Bier🍺 in einer kleinen Bar im Stehen. Aber nicht weit davon sehe ich eine Gartenwirtschaft, das lasse ich mir nicht entgehen und bestelle meinen Standard, diesmal im gemütlichen Sitzen. Mit dem deutschen Ehepaar am Nachbartisch unterhalte ich mich über den Pilgerweg, die zwei wohnen dort in der Nähe und sehen öfters Pilger, die für den Stempel zur Kirche laufen.

Ab jetzt wandere ich wieder auf dem Weg, es geht nicht lange, dann darf ich über eine Brücke, von dort führt ein schöner Waldpfad über einen kleinen Hügel. Ab dann wird es wärmer und das Laufen auf den sohlenfressenden Pflastersteinen ist ermüdend, da man nie einen festen Stand hat.

In Marinhas besuche ich ein Strandrestaurant und esse etwas Kleines, dann kommt wieder Sandstrand bis nach Eposende, aber diesmal behalte ich die Schuhe an. Ganz am Schluss kommt so ein schöner Steg im Wasser, dann bin ich fast beim Hotel.

Übernachtung heute im Hotel Mira Rio ZF €48.-
Bei der Suche nach dem Nachtessen gab es noch etwas Abendstimmung, das Meer im Westen hat auch seine Vorteile.

Garmin: Viana do Castelo – Esposende

Tag 113 Vila Praia de Âncora – Viana do Castelo

Es ist bewölkt ☁️, als ich um 7:30h bei 18°C die Pousada ohne Frühstück verlasse und mich anderswo verpflegen muss. Leider habe ich im Dorf nur Kaffee und Fruchtsaft bekommen, der  Nebel hält sich hartnäckig.


Danach starte ich meine grosse Strandtour, mit fünf langen Stränden. Ich laufe barfuss am Meer 🌊 entlang, aber zwischendurch wird es steinig, und ich ziehe die Schuhe wieder an.

  • Praia de Vila Praia de Âncora
  • Praia do Forte do Cão
  • Praia da Arga
  • Praia de Paçô
  • Praia de Carreço

Endlich bei der Praia de Carreço ist es spät genug, dass jemand seinen Stand geöffnet hat und der erste Kaffee ☕️ des Tages wird genüsslich getrunken. Zum Orangensaft esse ich ein Sandwich mit Käse. Als ich nach dem Stempel frage, werde ich ins naheliegende Restaurant verwiesen, da kommt gleichzeitig noch ein Pilgerpaar von Süden, die wollen auch einen Stempel. Er spricht mich auf Spanisch an und fragt mich dann, ob ich französisch kann. Es sind 🇫🇷 aus der Nähe der belgischen Grenze, die mit dem Zelt ⛺️ von der Algarve herkommen. Es ist nicht der erste Pilgerweg, den die beiden machen. Wir trinken noch einen Kaffee zusammen und marschieren weiter. Zuerst fragte ich mich, wo geht es nun durch, dann sah ich die nächste Markierung und wusste, es geht auf dem schmalen Pfad durch die Büsche.

Später hat es wieder diesen schönen gepflegten Holzsteg.

Als ich in die Nähe von Viana do Castelo komme, sehe ich von weitem den Grund, das Castelo thront auf dem Hügel. Kunstwerke werden hier gross geschrieben. Morgen benütze ich diese Brücke, um die schöne Stadt zu verlassen. Der Kleine 🐶 schaut so süss aus, fast hätte ich ihn mitgenommen.

Übernachtung heute im Vianesa – Guest House Luxuszimmer ZF €60.-

Garmin: Vila Praia de Âncora – Viana do Castelo

Tag 112 A Guarda – Caminha – Vila Praia de Âncora

Es ist neblig bewölkt ☁️, als ich nach dem Frühstück um 8:45h bei 16°C das Hostel verlasse und den längeren Uferweg entlang wandere. Heute verlasse ich nun in A Guarda 🇪🇸 mit der ⛴ Fähre und fahre nach Caminha 🇵🇹. Zeit habe ich genügend bis 12:30h, die zwei ersten Fähren ⛴ fallen ja wegen der Ebbe aus.

Das ist eimal etwas ganz anderes als sonst, auf einem Holzsteg so nahe an der Küste zu laufen. Weit draussen im Nebel sieht man den „Farol da Insua“.

Als ich beim Hafen ankomme, fährt ein Polizeiauto daher, den Polizisten frage ich, wo die nächste Bar sei und begebe mich dorthin. Es gibt ☕️ und feinen frischen 🍊-Saft. Dazu erhalte ich ein kleines Probierstück von einem feinen Kuchen, das mich prompt zu mehr verführt.

Nachdem ich meine Wartezeit abgesessen habe, spaziere ich langsam zum Terminal zurück und warte dort weiter. In der Zwischenzeit ist der Schalter geöffnet worden, und ich kaufe mir für unglaubliche €1.- meine Überfahrt nach Portugal. Die Fähre ⛴ kommt und es laufen eine beträchtliche Menge Pilger von Bord, anschliessend wird verladen, Autos 🚗, Motorrad 🏍, Fahrräder 🚴🏾 mit Anhänger, Fussgänger und Pilger.

Die Überfahrt dauert nur eine Viertelstunde. Das erste, was mir in Caminha auffällt, sind die neuen Pfeile und die andre Sprache. Dann laufe ich durch das Dorf und komme zu einem riesigen Platz. Ich suche mir eines der Restaurants aus und setze mich draussen hin und bestelle mir ein Bier 🍺 und 🍝Pasta. Beim Warten wird mir mit dem Wind zu kalt und ich gehe zum Essen hinein.

Dann wandere ich soweit es geht der Küste entlang. Als der Strand 🌊 Praia de Caminha kommt, bin ich schnell barfuss, ich kann dort zwei Kilometer weit laufen bis und mit der Praia de Moledo. Dort wasche ich erst die Füsse und verlasse dann den Strand und laufe gemütlich auf dem schön gemachten Strandweg weiter zum Tagesziel Vila Praia de Âncora.

Hier noch ein Ausblick auf morgen, wenn ich auf der Praia de Vila Praia de Âncora laufen werde,

Übernachtung heute in der Pousada Farol do Portinho ZoF €35.-

Garmin: A Guarda – Ferry Terminal

Garmin: Caminha – Moledo

Garmin: Moledo – Vila Praia de Âncora

Tag 111 Baiona – Mougás – A Guarda

Für heute sind Gewitter angesagt, im Hotel gibt es das Frühstück erst ab 8h, so verzichte ich darauf. Das Wetter ist schön ☀️, wolkenlos als ich um 7:20h bei 15°C durch die schöne Altstadt bergauf wandere. Die Sonne ☀️ ist auch spät dran, und steht gerade auf, als ich zum Meer hinuntersehen kann.

Unterwegs treffe ich auf Brent, er ist unschlüssig, welche Abzweigung er nehmen soll, da die Pfeile in die Gegenrichtung zu interpretieren nicht immer ganz einfach ist. Da hilft uns das GPS mit der eingezeichneten Route. Wir wandern gemeinsam weiter und nehmen im Café vom Camping Mougas ⛺️ unser Frühstück ein.

Da ich mein Sandwich langsamer esse und noch nicht fertig bin, geht er schon los. Nach kurzer Zeit habe ich ihn eingeholt, er wusste nicht, ob der Weg eine Sackgasse ist und kam retour. Weiter geht’s nun abwechselnd, entweder der Strasse entlang oder auf einem Feldweg, so wandern wir südwärts.

Als wir in der Bucht Area Grande von A Guarda ankommen, gehe ich als erstes ein Zimmer buchen. Brent wartet im Restaurant bei einem 🍺 auf mich. So beeile ich mich und deponiere nur den Rucksack im Zimmer und laufe hinüber. Auch für mich hat es noch Bier 🍺 und ich will auch noch meinen Hunger mit einem Mittagessen stillen. Bald darauf kommt der erste Schauer, aber der dauert nur kurz. Brent verzichtet aufs Essen, er nimmt noch ein Bier und geht, denn er will unbedingt noch mit der Fähre ⛴ nach Portugal 🇵🇹 hinüber. Die fährt nämlich bei Ebbe nicht.

Brent war so nett und hat die Abfahrtstafel fotografiert. So wie das aussieht, muss ich mich morgen nicht beeilen.

Übernachtung heute im Hostal del Mar ZoF €25.-

Garmin: Baiona – A Guarda

Tag 110 Vigo – Ramallosa – Baiona

Um 7h esse ich kleines 🇪🇸Frühstück im Hotel Café.


Der Himmel ist bedeckt mit Wolken ☁️, als ich um 7:30h bei 17°C hinausgehe. Um es mir einfach zu machen, laufe ich erst der Avenida da gran via, dann der Avenida de Castelano entlang zum 🌊 Meer, nach den sechs Kilometer Strasse bin ich am Strand.

Als nächstes laufe ich auf dem „Praia do Xunqueiro“ , da ist etwas mehr Betrieb.

Im Café Casa Manuel nehme ich den zweiten ☕️ mit Kuchen. Wieder unterwegs kommt mir eine Pilgerin aus Porto entgegen, ihr Ziel ist Vigo, dann ist sie fertig und fährt wieder heim. Sie erkundigt sich, ob und wo ich dem Strand entlang gelaufen bin, weil der Weg schlecht bis gar nicht markiert ist. Sie meint, mit dem GPS habe man die besseren Möglichkeiten auszuwählen, wo man läuft. Da muss ich ihr recht geben, denn ich werde bei Panxón die Strasse verlassen und dem Strand entlang wandern. Bei Panxón sieht man übers Meer bis nach Baiona. Der grosse Strand 🌊 „Praia Patos“ verführt mich nach einem Bier 🍺 und Tapas zu einer weiteren 👣 Fusspflege.

Als ich den Strand wieder verlasse, bin ich bereits in Nigran angekommen. Endlich ist es auch für die Spanier Mittagszeit. Pedro, so stellt sich der Kellner vom Restaurant Angelito vor, begrüsst mich freundlich und gibt mit einen Tisch. Als Vorspeise nehme ich Salpicón de rape, für die Hauptspeise lasse ich mich beraten. Er empfiehlt mir einen Fang, der nicht auf der Karte ist. Zum Trinken nehme ich Weisswein dazu, als Dessert eine süsse Schokoladen Crêpe.

So satt,  bin ich nun anstatt bis Ramallosa, sogar nach Baiona gewandert, aber das waren nur flache vier zusätzliche Kilometer.

Übernachtung heute im Hotel Anunciada ZoF €55.-

Als ich die Hotel Rechnung begleichen wollte bat sie mich um ein paar Minuten, da der PC neu gestartet wurde. So ging ich hinten hinaus und war überrascht über die vielen Leute. Überall sassen sie in denn engen Gassen und plauderten.  Man glaubt es kaum, ich laufe um die Ecke und Brent sitzt da. Wenn wir abgemacht hätten, dann hätten wir uns in diesem Gassen sicher  nicht gefunden. Wir unterhalten uns über die fehlenden Pfeile, deren Farbe und das wenig Pilger unterwegs seien. Er hat heute versucht auf dem Camino da costa zu wandern, hat sich aber mehrfach verlaufen. Morgen wird er bereits nach 7h starten, denn er will bis Guarda zur Fähre ⛴ pilgern, da diese bei Ebbe nicht fährt. Ich schaue wie das Wetter morgen ausfällt, es hat erhöhte Gewitter Warnungen.

Garmin: Vigo – Baiona

Tag 109 Redondela – Vigo

Das Wetter ist wieder schön und wolkenlos ☀️, als ich um 6:25h ins Café laufe und mich kurz verpflege. Um 6:45h verlasse ich bei 23°C das Städtchen und wandere unter der Eisenbahn 🚃 Brücke durch. Kurz danach trennen sich der Caminho Portugués und der Caminho da Costa. Meine Strecke geht erstmal hinauf, unter der Bahnlinie durch und steigt dann weiter, da geht die Sonne ☀️ hinter dem Horizont auf. Ich will ja eher dem Meer entlang wandern, aber das wird auch nicht immer möglich sein.


Auf einem breiten guten Forstweg komme ich gut vorwärts. Wenn es die Bäume zulassen, dann sieht man auf den Meeresarm hinunter. Die Brücke verbindet Pontevedra mit Vigo. Dann noch eine besonders steile Zufahrt zum Haus.

Der Senda da Agua ist ausgezeichnet markiert, wenigstens auf den asphaltierten Strassen, im Wald war ich mir nicht immer sicher, ob ich richtig war.

In Vigo angekommen, aber noch immer recht in der Höhe, nehme ich in einer Bar einen ☕️mit 🍊-Saft und irgendso ein Gebäck. Dann laufe ich den kurzen Rest bis zum Hotel. Wie zu erwarten war bin ich fürs Zimmer viel zu früh.  So deponiere ich meinen Rucksack und erhalte einen Stadtplan, auf dem der freundliche Mann an der Rezeption die wichtigsten Sehenswürdigkeiten markiert hat. Damit laufe ich nun in die Altstadt. Es ist dort recht hügelig und sehr STEIL. Danach wandere ich in der Mittagshitze zum Parque do Castro und geniesse den Rundblick von dort oben. Man kann gut sagen, das Kraxeln hat sich gelohnt.

Danach ist es Zeit für das erste 🍺Bier, das mit Tapas serviert wird.

Etwas später, nach der Hausarbeit, nehme ich am Fusse der Altstadt im Rias Gallegas mein Mittagessen ein, es gibt Cigalas a la Plancha , copa Ribeito, Agua, pan, flambiert Crêpes und ein cafe solo.

Zum Znacht wandere ich unschlüssig umher überall sitzen Leute, aber nirgends sehe ich jemanden essen. So entschliesse mich dann um 20:30h für eine kleine leere Taverne und frage den Kellner, der auf der Leiter Menüs aufschreibt, ab wann hier geöffnet werde. Er schaut auf die Uhr und meint ab jetzt. Mir wird ein Platz zugewiesen, dann bestelle ich vino tinto 🍷und als Vorspeise Carpaccio de vaca con pistachos y parmesano, danach als Haupgang ein Entrecotte de vaca con ensalada.Das dazu servierte Brot kommt direkt aus dem Ofen und ist noch heiss, es schmeckt fabelhaft. Das war eine lohnenswerte Abwechslung zu den vielen Pilger oder Menu de dia.
Übernachtung heute im Hotel Atlantico ZoF €36.-

Garmin: Redondela – Vigo

Tag 108 Pontevedra – Redondela

Das Wetter ist schön mit Wolken ☀️🌤⛅️🌥☁️, als ich um 6:50h bei 17°C aus der Stadt wandere. Sie versuchen es hier, dass man nicht immer der Hauptstrasse entlang wandern muss. Es geht an Reben vorbei, auf kleinen Wegen, über einen alten Römerweg.

Die entgegenkommenden Pilger tragen zum Teil nur  den Tages-Rucksack mit.

Bei Pontesampaio überspannt eine alte Bogenbrücke den Fluss «Rio Verdugo». Zu meiner Enttäuschung ist das Restaurant bei der Brücke geschlossen.

Mein Frühstück nehme ich nach der Brücke in Arcade ein. Nach dem cafe con leche Zumo und zwei Mini Croissant 🥐 laufe ich gestärkt weiter, aber sehr weit komme ich nicht. Schon beim nächsten Restaurant muss ich hinein, da gibt’s dann ☕️und eine Büchse KAS 🍋 Lemon, dazu kriege ich Gebäck. Nun geht es bereits zum zweiten Hügel auf 150m hinauf. Dafür wird man mit dem Ausblick auf die Bucht von Vigo belohnt. Wieder kommt mir ein ganzer Rudel Schüler entgegen. Dann treffe ich auf eine grosse Muschelsammlung.

Es wird wärmer, aber bald bin ich in ja am Ziel in Redondela, ganz weit draussen ist eine schöne Spannseil-Brücke. Etwas gar weit ohne Zoom. Beim Stadteingang begegnen mir zwei sehr spezielle Pilger mit grossen Schirmen.

Mitten in der Stadt suche ich als erstes einen guten Schattenplatz und bestelle im Irish Pub ein Paulaner Salvator. Dazu gibt es Tapas im Überfluss. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite sind immer wieder Pilger Richtung Norden unterwegs, Richtung Süden sind es bedeutend weniger.

Übernachtung heute im Albergue Alfonso XII, die Waschmaschine und der Trockner sind mit dabei ZoF €30.-

Garmin: Pontevedra – Redondela