Tag 19 Carcès – Le Val

Heute ist wieder ein normaler Pilgertag. Das hektische Reisen mit dem Bus 🚌 ist nicht so unser Ding. Die heutige Etappe ist mit ca. 15 Kilometer nicht lang und führt uns auf den mittelalterlichen Weg zwischen Grasse und Brignoles. Das reichhaltige Frühstück an diesem sonnigen ☀️ Morgen wurde auf 8:15h angesetzt und hat uns sehr gut geschmeckt. Wir verabschieden uns von unseren Gastgebern Claudine und David, die uns noch einen 🍎🍎 mitgeben, und dann wandern wir bei 10°C gemütlich los, zurück zum markierten Weg. Am Ende des Dörfchens kommen wir wieder auf den Pilgerweg und sind ab jetzt abseits jeglicher Häuser und Restaurants. Da diese Etappe nur kurz ist, können wir auch mal auf ☕️☕️ zwischendurch verzichten und nur mit Wasser wandern. Nachdem wir den höchsten Punkt 328m überschritten haben, machen wir eine 🍎🍎Pause und trinken von der Flasche.

Dann ziehen wir wellenförmig weiter etwas hinunter und hinauf. Als die Markierung vom GPS und Fahrweg abweicht, auf einen Trampelpfad, folgen wir ihr, erst hinunter dann hinauf, um wieder auf demselben Fahrweg zu landen. Als wir die ersten Häuser von Le Val erreichen, ist es immer noch 2‘500m Luftlinie ins Zentrum, wo wir rechtzeitig zum Mittagessen eintreffen. Der Kellner besorgt uns von drinnen einen Zweier-Tisch, obwohl draussen noch zwei leere Vierer-Tische sind. Markus schüttelt den Kopf, und ich meine, Frankreich 🇫🇷 halt. Das Essen schmeckt gut, mein 🍺Desperado dazu auch. Auf den Dessert verzichten wir, aber die ☕️☕️ dürfen nicht fehlen.

Markus fragt den Kellner, ob es hier ein Hotel gebe. Er bringt uns eine Visitenkarte. Ich gucke nach, wie weit es ist: 2‘500m, aber in die morgige Richtung. Vorsichtshalber lässt Markus den Kellner anrufen und ein Doppelzimmer reservieren, damit wir nicht umsonst hinlaufen. Das Hotel ist tip-top, die Dusche geräumig und unsere Wäsche ist gewaschen.

Übernachtung: Hôtel Lou Valen, Le Val DZ-HP €145.-

Garmin: Carcès -Le Val

Tag 18 Aix-en-Provence – Carcès

Aus Zeitmangel können wir die zwei entgangenen Etappen nicht mehr nachholen. So planen wir, unsere unterbrochene Wanderung ab Carcès fortzusetzen.

Das Frühstück war in diesem schönen Hotel nicht mit dabei, es wären €13.- extra gewesen fürs Buffet. Die nette Dame am Empfang hat offenbar Probleme mit unserer Frage nach einem 🚌 nach Carcès. Als wir ihr das Dorf zeigen, spricht sie es zwar anders aus, weiss aber auch nicht, wie wir dahin kommen. So laufen wir als nächstes zum nahegelegenen Office du Tourisme und finden heraus, dass dieses erst um 8:30h öffnet. So genehmigen wir uns im Restaurant☕️🥐 ☕️🥐 und erkundigen uns später, wie wir am besten nach Carcès oder noch besser zur Abbaye Du Thoronet kommen. Im Office du Tourisme werden wir nicht glücklich, die senden uns zum Busbahnhof. Dort erfahren wir, dass der Bus 110 ab Perron 21 fährt. Leider geht es hier nur von 1-20, wo die Fortsetzung ist, müssen wir erst in Erfahrung bringen. Endlich die Nummer 21 gefunden, der Bus 110 ist schon weg. Um 10:15h sitzen wir in der Rumpelkiste nach Puyloubier und schauen dann dort wie es weitergeht. Der Bus 🚌 schüttelt uns ordentlich durch, beim Aussteigen sagt mir Markus, ich sei bleich. Im nächsten Café trinke ich alls Allheilmittel eine Cola und Markus trinkt einen Tee.

Da es ab hier keine weiteren Anschlüsse hat, versuchen wir mit Wandern und Autostop nach Pourrières zu kommen. Nach zweieinhalb Kilometer wandern haben wir Glück. Ein junger Mann nimmt uns mit bis Saint-Maximin-la-Sainte-Baume und deponiert uns im Zentrum. Ein Café gibt es da, und es ist Zeit zum Mittagessen, dies gibt uns auch Gelegenheit, uns nach weiteren Transportmöglichkeiten umzuschauen. Nun sitzen wir im Bus 🚌 nach Brignoles und schauen dort, wie es von dort weitergeht. Nachdem wir mehrere Bus-Chauffeure gefragt haben, wann der Bus nach Carcès fährt, haben wir einen Fahrplan erhalten. Der 16:10h fährt nur bis Le Val, an 16:20h. Wir inspizieren unseren morgigen Etappenort und warten anschliessend auf den 17:20h Bus nach Carcès, und sollten 17:35h ankommen.

Wie immer sind die B&B’s nicht im Zentrum, als wir dann bei der gebuchten und bestätigten Herberge „Le Bargidou“ ankommen, sagt uns die Frau: „Je suis desolée, nous sommes fermés ce soir“. Als Alternative ruft sie eine Kollegin an, und wir können dorthin laufen und werden sehr nett von Claudine und David empfangen. Claudine fährt uns sogar zurück ins Dorf für unser Nachtessen. Dieses nehmen wir im Restaurant L’oie Qui Boit ein. Es schmeckte vorzüglich und wir können es nur weiterempfehlen. Auf dem Heimweg über die Fussgängerbrücke war die Taschenlampe am iPhone 📱 sehr nützlich, sonst hätten wir etwelche Probleme gehabt bei diesem Untergrund.

Übernachtung: La Maison de Campagne, Carcès DZF €80.-

Garmin: Puyloubier – Pourrières

Tag 17 Le Muy – Aix-en-Provence

Das Wetter hat gewechselt und es ist nicht mehr so schön wir vorher, bedeckt bei 12°C, für den Nachmittag ist Regen angesagt. Nach dem Frühstück verabschieden wir uns vom freundlichen Ehepaar und wandern gemütlich zur Autobahn-Zahlstelle A8 bei Le Muy und warten auf Anne mit ihrem VW Golf, unserem heutigem Transfer nach Aix-en-Provence von der Organisation BlaBlaCar, mit derselben iPhone App. Als gute Schweizer🇨🇭sind wir zu früh dort, so warten wir wie abgemacht am Parkplatz nach der Zahlstelle. Der weisse Golf erscheint pünktlich und Anne steigt zur Begrüssung aus. Unsere 🎒🎒 Rucksäcke   kommen in den Kofferraum und ich – der jüngere – klettere auf den Hintersitz, während Markus auf dem Beifahrersitz Platz nimmt. Anne fährt gut und konzentriert und beantwortet unsere Fragen auf Französisch oder auch Englisch, wenn es bei uns sprachlich etwas haperte. Nach einer Stunde sind wir bereits an unserem Ziel angekommen. Anne hält im Kreisel an, lässt uns aussteigen und fährt weiter. Eigentlich wollten wir ins Zentrum laufen, doch dann sieht Markus die entscheidende Hinweistafel „Centre de Sante Dentaire“,  der wir nun folgen. Erst sprechen wir mit der netten Assistentin, dann kommt der sympathische Zahnarzt selber vorbei, und wir einigen uns, dass ich am Abend die geflickte Prothese entweder gegen 💳 oder 💵 abholen kann. Anschliessend laufen wir die zwei Kilometer ins Stadtzentrum und suchen uns ein Hotel. Nach der Hausarbeit haben wir nun am Nachmittag viel Zeit, um uns in der – gemäss Anne – schönen Stadt (ca. 143‘000 Einwohner) umzusehen.

Nach dem feinen Mittagessen besuchen wir die pittoreske Altstadt, unter anderem auch die grosse Cathédrale Saint-Sauveur (VI siècle reconstruit XI et XII coupole du XVI).

Übernachtung: Hotel Saint Christophe, Aix-en-Provence, DZoF €131.20

Zur Info 😬 Zähne alles gefixt! Nachtessen: Carpaccio, Ruccola, Champignons und 🍟 mit 🍷🍷und ☕️

Garmin: Le Muy – PP Péage A8

Aix-en-Provence – Center

Tag 16 Saint Raphaël – Le Muy

Heute ist Ostermontag und es ist ☀️bei 4°C, als wir um 8:15h aus dem Hotel laufen. Wir verlassen Saint Raphaël durch den Hafen – bei dem schönen Frühlingswetter – laufen erst dem Meer entlang und suchen ein offenes Café, dort wird ☕️🥐☕️🥐 bestellt und verspeist. Dann verlassen wir das Mittelmeer und spazieren nach Fréjus ins Zentrum. Als wir am Amphitheater vorbei sind, kommen wir zur Gedenkstätte, die an den Bruch des Staudammes von 1959 erinnert, wo innerhalb 30 Minuten, 50 Mio m3 💦Wasser 💦 ins Tal donnerten. Nach den Colonnes Romaines geht es über die Brücke vom Le Rayran, dann suchen wir die Markierung für die Abzweigung und sind zum Glück erfolgreich.

Es geht eine Weile dem Bach entlang, anschliessend durch Wohnquartiere, mit ihren bekannten grünen Gartenzäunen. Nun sind rechts und links grosse Schilfbestände angepflanzt, zu welchem Zweck erschliesst sich uns nicht. In der grossen Pferdekoppel sind ein Mann und eine Frau dabei den Pferden Halfter anzulegen. Eine Weile spazieren wir auf dem kleinen Fahrweg, als uns ein Reiter mit vielen Pferden 🐎 🐎🐎 🐎entgegenkommt und wir etwas Platz machen müssen. Später sitzen wir im schönen Ort Puget-Sur-Argens im Gartenrestaurant an der warmen Frühlings ☀️und geniessen unsere☕️🍺 Pause.

Kurz vor Roquebrune sur Argens fährt mich ein Roller beinahe über den Haufen und jammert danach, dass er auf dem Kies fast ausgerutscht sei. Nicht lange danach kommt von hinten ein Auto angerast, fährt knapp an mir vorbei und hält dann neben Markus. Dort reisst er die Türe auf und schimpft etwas Unverständliches auf Französisch. Aber wir als demütige Pilger lassen uns nicht beeindrucken, wandern weiter und geniessen bei 15°C das schöne Frühlingswetter. Anschliessend machen wir mal wieder eine verdiente ☕️☕️ Pause und besprechen die Route.

Unser Entscheid fällt auf die Alternative zum Lac de l‘Arena und unterhalb am mächtigen Rocher de Roquebrune 373m vorbei. Auf der kleinen Strasse herrscht reger Verkehr , auch ausländische Fahrzeuge sind unterwegs. Doch dann kommt ein Hirtenhund und hinter ihm viele Schafe 🐕🐑🐏🐑🐑🐑🐑 🐕🐕 und weitere Hunde. Alle drängen sich an uns vorbei, so nahe haben wir das schon lange nicht mehr erlebt.

Der Autobahn A8 entlang ist etwas weniger romantisch und es zieht sich, doch endlich erreichen wir Le Muy, wie es sich herausstellt ist unser B&B etwas ausserhalb des Städtchens. Wir haben Glück 🍀, die Gastgeber kommen auch gerade nach Hause, und wir können ins Zimmer und die Hausarbeit erledigen. Markus schaltet sofort den Handtücher Radiator im Bad ein, so trocknen unsere Sachen viel schneller. Wieder mal ein super Tag, alles läuft bestens, nur die Restaurants im Städtchen sind am Ostermontag zu, so gehen wir in den nahegelegenen Carfour einkaufen und essen das dann draussen unter der Wärmelampe, wie die Hühner.

Übernachtung: B&B La Bastide de l’Olivier, Le Muy DZF €79.-

Garmin: Saint Raphaël – Le Muy

Tag 15 Mandelieu-la-Napoule – Saint Raphaël

Heute ist Ostersonntag, und es ist ☀️bei 9°C, als wir um 8:10h aus dem Hotel laufen. Da wir gestern nur bis Mandelieu-la-Napoule gewandert sind, müssen wir erst noch den Rest auf der alten Karte, der Küste entlang, bis zum eigentlichen Etappenort Théoule-sur-Mer wandern. Mit der neuen Karte 🗺 laufen wir weiter, bis zum «Pointe de l’Aiguille» bleibt es weitgehend flach, aber dann steigt es stetig an.

Ein erster Aufstieg zur kleinen Ortschaft La Galère, dann weiter hinauf bis zum Memorial Notre-Dame d‘Afrique (Statue 12m hoch).

Dies fühlt sich schon ordentlich an, dafür werden wir mit herrlichen Ausblicken auf die Côte d’Azur belohnt. Weiter bergauf und bergab zum Col de Théoule 123m, Col Du Trayas 245m und weiter zum höchsten Tagespunkt Col Notre-Dame 324m. Wegen heftigem Wind verschieben wir die Pause und wandern zum Col des Lentisques 263m und lassen uns beim Baisse des Sangliers nieder.

Nach der kurzen Pause noch ein Stück auf der Strasse und dann folgen wir einem Trampelpfad, bis wir zu den drei kleine Seelein beim Ãîre du Grat einen bequemen Picknick-Tisch finden. Natürlich haben wir nix Gescheites zum Essen dabei, Markus zaubert einen Energieriegel hervor, und ich esse etwas Schokolade Lindt Lait Extra fin. Als die verschwitzten Socken trocken sind, ziehen 🧦wir die Schuhe wieder an und wandern auf der Strasse über die Pont Du Grenouillet zum Campingplatz La Mas de Rastel, dort verpassen wir es mal wieder aufzutanken.

Nun verlassen wir die Strasse wieder für ein paar Kilometer Pampa, bis zur Busstation. Voller Vorfreude, weil die Angaben so präzise stimmen, steuern wir die Haltestelle an und studieren den Fahrplan: was für eine riesige Enttäuschung, am Sonntag fährt KEIN 🚌 Bus. So dürfen wir die restlichen, knapp vier Kilometer zum Hotel auch noch laufen. Einmal mehr ist eine offene Boulangerie unsere Rettung, nach den 5dl Cola und dem Gebäck laufen wir weiter Richtung Hafen. Dank der offline-fähigen Navi-App SYGIC finden wir das Ziel auf direktem Weg, mit nur noch 10% 🔋Accu treffen wir im Hotel ein. Endlich Schuhe und Socken ausziehen und erst aufs Bett 🛏 und dann unter die Dusche 🚿 zum Frischmachen. Wir wollen ja bei 18°C, noch etwas von Saint Raphaël sehen, bei dem schönen Frühlingswetter.

Übernachtung: Hotel Provencal, Saint-Raphaël, DZoF €56.-

Garmin: Mandelieu-la-Napoule – Saint Raphaël

Tag 14 Roquette-sur-Siagne – Mandelieu-la-Napoule

In der Nacht hat es gemäss Markus ein Gewitter ⛈ gehabt, ich habe das nicht mitbekommen. Wir geniessen das leckere Frühstück, mit Schinken, Käse und Dreiminutenei bei Jean-Paul et Dominique. Jean-Paul erkundigt sich, wohin er uns fahren soll und versteht nicht so ganz, wieso wir wandern wollen. Kurz nach 9h verabschieden wir uns vom äusserst freundlichen Paar und machen uns auf die heutige kurze Etappe. Erst müssen wir zurück zum Weg. Dazu laufen wir eine Weile der Hauptstrasse entlang, es herrscht viel Verkehr, dann nehmen wir eine kleinere Querverbindung zur Pont d‘Avril und spazieren erst an Industrie und Gewächshäusern vorbei.

Beim Stade Eric Estival finden wir, es sei Zeit für Kaffee ☕️ und etwas für den kleinen Hunger. Auf Nachfrage finden wir ein paar Meter abseits der Route eine Boulangerie, die das Gewünschte anbietet, es ist warm genug, um draussen an der Sonne ☀️ zu sitzen. So können wir uns gleich noch mit der am Morgen eingesparten Sonnencreme einschmieren. Irgendwann ist dann die Pause vorbei und über eine Brücke finden wir den Zugang zum Flussufer. Ab jetzt spazieren wir gemütlich der Le Siagne entlang, was gute Gelegenheiten für Fotos bietet.

Unterwegs sehen wir einen vierstöckigen Schiffslagerplatz und kommen auch am Hafen vorbei. Markus, der Segler, erfreut sich an den vielen schönen Booten. Nun ist es nicht mehr weit bis zum Hotel, es öffnet allerdings erst ab 15h. So gehen wir ins Restaurant vis à vis und bestellen etwas zum Essen.

🤬 So ein Pech! 👎 Nicht mein Glückstag heute 🍀

Beim Beissen auf den gerösteten Zwieback mit Olivenpaste zerbricht meine UK Zahnprothese, schnell informiere ich den Kellner über das Unglück und bestelle das Fleisch ab, alternativ erhalte ich dafür Kartoffelstock mit Ratatouille. Nach dem Zimmerbezug schnell unter die Dusche und mittels Taxi ins Zentrum von Cannes zum Centre Dentaire. Leider sind alle Prothésistes in den Osterferien, ich solle doch bitte am Dienstag wiederkommen. Zurzeit planen Markus und ich die Zukunft und die Etappen nach der Reparatur. Sonntag und Montag wandern wir wie geplant weiter und wollen am Dienstag nach Aix-en-Provence fahren.

Übernachtung: Hotel de la Corniche d’Or, Mandelieu-la-Napoule DZoF €75.-

Garmin: La Roquette-sur-Siagne – Mandelieu-la-Napoule

Tag 13 Roquefort-les-Pins – La Roquette-sur-Siagne

Als wir aufstehen ist die Sonne noch nicht in Sicht. Wir werden zum ausgiebigen Frühstückstisch begleitet. Michel bringt den ☕️☕️ und Françoise hat den frischen Fruchtsalat aus (Bananen 🍌, Melone 🍉, Kiwi 🥝, Apfel 🍎 und Erdbeeren 🍓) zubereitet. Baguette, Butter, drei verschiedene Konfis, Käse und Salami. Das Wetter ist so la la ⛅️ 8°C als wir aufbrechen und Michel warnt uns vor starkem Regen, aber der kommt erst am Nachmittag.  Um 8:45h verabschieden wir uns von Françoise et Michel und spazieren zur markierten Via Aurelia zurück. Die Strasse verlassen wir bald und befinden uns mitten im Busch und Wald. Dann laufen wir eine Weile parallel der D604 entlang, bis wir bei der Pont de la Verière unter ihr hindurch müssen.

Ab jetzt spazieren wir im Val Martin an dem schönen Bächlein Le Bruguet entlang, dies bietet gute Gelegenheiten für Fotos. Jeder schöne Weg hat sein Ende, und so verlassen wir ungerne den idyllischen Pfad am Bach.

Es folgt ein Stück Strasse, als der Weg wieder in den Wald abzweigt, entschliessen wir uns, auf der Hauptstrasse zu laufen, in der Hoffnung auf einen ☕️

Beim Le Bistro steht zwar ouvert aber die Dame meint erst in einer Stunde.

So marschieren wir weiter, an unanständig grossen – durch Video überwachten – Grundstücken vorbei, bis ins Zentrum von Mouans-Sartoux hinein. Im Morning Coffee  essen wir Zmittag. Ich Plat du Jour und Markus Chèvre chaud. Nach dem feinen Mittagsmahl wandern wir weiter, an der Kirche und dem Schloss vorbei in die Aussenquartiere der Stadt.

Alles ist eingeigelt, zwei Meter hohe Zäune und kläffende Hunde, die sich die Freude machen, zwei ältere Pilger zu erschrecken. Nun müssen wir uns entscheiden, ob wir dem längeren ausgeschilderten Jakobsweg folgen, oder dem kürzeren Sentier Botanique. Angesichts der paar feuchten Tröpfchen fällt und das nicht schwer, und wir spazieren dem Flüsschen entlang und blicken immer mal wieder nach oben, ob noch mehr kommt. Aber der Herr ist gnädig mit uns zwei und lässt uns trockenen Gewandes bei der herrschaftlichen Herberge ankommen. Fast am Ziel angekommen, erhalte ich einen Anruf, er will wissen, wann wir ankommen. Ich erläutere, dass wir fast beim Tor sind und dieses öffnet sich für uns. Nun folgt ein WOW Erlebnis, als Jean-Paul uns erklärt, dass wir das kleine Nebengebäude für uns alleine haben können. Der Pool 🏊‍♂️ ist erst in einem Monat warm genug zur Benützung, ein kurzes Finger eintauchen bestätigt seine Aussage. Wir machen erst mal die tägliche Routine, wie waschen und duschen.

Draussen ist der Regen ☔️ inzwischen eingetroffen und hat die Umgebung benässt. Inzwischen hat er für den Moment aufgehört. Hier in der nahen Umgebung hat es keine Verpflegungsmöglichkeiten. Jean-Paul macht den Vorschlag, uns nach Cannes mitzunehmen und um 23h wieder nach Hause. Aber wir entschliessen uns, in der Nähe zu bleiben. So nehmen sie uns mit bis zum nächsten Restaurant und fahren dann nach Cannes zu ihren Freunden. Wir finden die ca. 2‘200m mit dem GPS auch alleine nach Hause.

Übernachtung: Le Champmazet, La Roquette-sur-Siagne DZF €112.-

Garmin: Roquefort-les-Pins – La Roquette-sur-Siagne