Tag 28 Revel-Tourdan – La Régnie – Chavanay

Nach dem typischen 🇫🇷 „Frühstück“ Kaffee ☕️ 🥖 verlasse ich bereits um 7:40h bei 7°C ☀️das kleine Dorf. Nach 32 Km sollte ich in La Régnie ankommen. Ich hoffe, dort eine Unterkunft zu finden, allzu viel Auswahl habe ich nicht, sonst wandere ich halt weiter. Ich laufe den Hügel hinunter und passiere Le Moulin Coqua, kurz darauf kommt ein Weiher (Étang) wie im Bilderbuch. Bevor ich die Fotos mache, sehe ich ein Paar mit Rucksack, vermutlich auch Pilger.

Nach den Fotos laufe ich den zweien hinterher, dann sehe ich die beiden weiter oben wieder, unsicher nach Muscheln suchend, nun schaue auf mein GPS-Tracks und sehe es, der Weg führt unten beim Étang nach links. Also ein Stück zurückgehen zum Anfang des Étangs, die gesuchte Muschel ist etwas unter dem Efeu versteckt.

Als ich der kurzen Strecke entlang dem TGV Trassee Valence <-> Paris folge, kommt prompt einer angerast, schnell das iPhone 📱 aus dem Sack und Schnappschuss.

Ich entdecke Mutterkühe mit Kälbchen bei Moissieu-sur-Dolon.

Vor Bellegarde-Poussieu ein schönes Gartentor und ein passendes Strassenschild  ❄️ Schneeketten.

Es folgt ein wunderschönes Panorama über La Valloire

Ein Tour et une Église à Surieu

In Saint-Romain-de-Surieu Église XIe-XIIe siècle und ein netter Hinweis, wohin es nächstens gehen wird.

Vom Hügel aus sieht man in etwa zwei Km bereits Assieu, nun geht’s durch einen schönen Waldweg hinunter. Durstig wie ich bin, mache ich einen Abstecher ins Dorf, zum einzigen Restaurant für einen ☕️und ein 🍺, dann geht’s schon wieder weiter. Nun wird es sehr flach und der Weg ist schnurgerade, als einzige Abwechslung gibt es abgeerntete Maisfelder 🌽 Acker und Raps und Felder

Bei Auberives-Sur-Varèze überquere ich die Autoroute du Soleil, die Häuser sind hier wieder etwas üppiger.

In Clonas-sur-Varèze versuche ich bei einem 🍺ein Zimmer zu bekommen. Die nette Frau ruft sogar extra für mich an, aber Pech, alles ausgebucht.

Die nächste Gelegenheit ist auf dem anderen Rhône Ufer in Chavanay, das sind  nochmals zusätzliche sechs Km zu gehen.

Geschafft! Nun bin ich froh, im Le Relais du Pilat ein ZF €50.90 gefunden zu haben.

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Garmin: Revel-Tourdan-Chavanay

Tag 27 La Côte-Saint-André – Revel-Tourdan

Nach dem typischen 🇫🇷 „Frühstück“ Kaffee ☕️ 🥐🥖 bei 9°C ☀️verlasse ich um 8:10h die schöne mittelalterliche Stadt.

Es läuft mir sehr gut mit den neuen Sohlen, eine Wohltat für die Füsse.👣 Kurz nach 9h bin ich schon in Balbins.

Panorama bei Balbins

Wunderschöne steinerne Kirche und Schule in Ornacieux, ein Deux-Chevaux weckt Jugenderinnerungen in mir.

Beim Bauernhaus in Penol sehe ich Pfauen, das Männchen macht leider kein Rad.

Beim Etang le Marais führt der Weg dem Weiher entlang und dann durch ein kleines Waldstück.

Jetzt wird es noch schöner, es gelingen mir einige Spiegelbilder. Da kann ich mich fast nicht sattsehen.

In der Boulangerie kaufe ich mir eine leckere Quiche und eine Cola, dann verlasse ich den Weg, um ins Zentrum von Faramans zu laufen, um bei der Kirche zu essen. Da es keine Bänke hat, setze ich mich auf die Mauer. Irgendwann muss da mal ein Österreicher 🇦🇹 aus der Steiermark vorbeigepilgert sein und seinen Kleber hinterlassen haben.

Nach Faramans wird es sehr flaaaaach, fast langweilig oder ist es ein Vorgeschmack auf spätere Etappen.

Zur Abwechslung wieder eimal etwas aufwärts nach Pommier de Beaurepair, das bietet Ausblick auf Rapsfelder.

Beim Château Barbarin sind die Reben schon am Austreiben.

Auf den Bollensteinen erreiche ich Pisieu, da läuft mir ein unbekannter Vogel <Faisan, latin phasianus> über den Weg.

Nun bin ich bereits oberhalb Revel-Tourdan und somit am Tagesziel.

Übernachten werde ich heute in der Auberge « L’ESCAPADE » ZHP €40.-oberhalb des Dorfes. Bei einem freundlichen Wirt. Das Zimmer ist zwar klein, die Dusche im unteren Stock, aber ich habe ja keine Ferien, denn ich bin ja nur ein Pilger. Bin noch etwas im Dorf herumgelaufen und mir das Hotel de Ville und Häuser aus dem Mittelalter angeschaut.

Ziegen und ein richtig fetter Truthahn

Apéro und Znacht.

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Garmin: La-Côte-Saint-André-Revel-Tourdan

Tag 26 Le Pin – La Côte-Saint-André

Das gestrige Nachtessen mit den Gastgebern Denise & Jean war auf 19h angesagt. Dies liess mir genügend Zeit, um zum See „Lac du Paladru“ hinunterzulaufen. Als ich nach dem Fotografieren zurücklief, traf ich auf Claudio 🇨🇭, er hat Ferien und will bis Le-Puy-en-Velay. Nach dem Znacht (Suppe, 🐟, Bohnen und Kartoffeln 🥔, Käse 🧀 und Dessert) bin ich bald aufs Zimmer um etwas TV 📺 zu schauen, in der Hoffnung damit vielleicht mein Französisch zu verbessern. Von Zuhause bekomme ich Anweisung, aus dem Fenster zu gucken, da es Vollmond 🌕 ist.

Das Frühstück ist bereits um 7h, danach geht’s gleich los, zuerst einmal zurück auf den Pilgerweg, da mein Logis etwa 2 Km abseits liegt. Claudio braucht noch etwas länger, er läuft dann später los. Mein Standard Wetter ☀️8°C, da ist wohl zum Danke sagen wieder eine Kerze 🕯fällig.

Hier noch das Chassigneux Kartäuserkloster «Ancienne Abbaye Chartreuse de Sylve Bénite» (Privatbesitz)

Auf dem Hügel, bevor es nach Le Grand Lemps hinunter geht, ein schönes Panorama mit Blick in die Plaine de Bièvre mit dem Flughafen von Grenoble

La Frette mit dem <Camino Frances> Signet und der Kirche

Sehr ländliche Gegend um Saint-Hilaire-de-la-Côte mit schönem Ausblick.

Gillinnay mit Chateau Louis XI. Und Kirche

La Côte-Saint-André ist der Geburtsort des Komponisten Hector Berlioz.

Übernachtung im Hotel Europe ZHP €60.-

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Garmin: Le Pin-La Côte-Saint-André

Analyse der Fussprobleme & Lösung

Nachdem ich schon bald eimal eine Blase an der rechten Ferse Innenseite hatte und sich das links wiederholt hat, habe ich dies anfangs mit Compeed gelöst. <Emergency solutions> Nur sehr nachhaltig war dies nicht, es gab immer wieder Druckstellen am selben Ort.
Endlich nach 21 Tagen bin ich auf die Idee gekommen, die Innensohle zu modifizieren, d.h. etwas von der Fussbett Umrandung abzuschneiden. Das brachte erste Besserung. Gestern war ich im Einkaufszentrum und habe mir von der netten Verkäuferin die Einlegesohlen zeigen lassen, habe gleich welche  für €3.90 gekauft und gestern Abend noch ausgetauscht.

WOW! 👣Jetzt läuft es wie von selbst. 👣

Auch die beste Fuss-Creme nützt nichts, wenn Jack Wolfskin Mtn Storm“ kein für mich passendes Fussbett hat. Jetzt kann mich  das Schrunden-Wunder wieder ganz gesund machen.

Tag 25 Charancieu – Le Pin

Nach dem Nachtessen zeigten mir Alain und Florentine noch Fotos von ihrem „Madagaskar Projekt.“ Die beiden unterstützen dort Kinder direkt, mit dem Geld aus dem Beherbergen. Für den kleinen Hunger zwischendurch bekomme ich noch ein Ei und einen Apfel 🍎 von Alain.

Um 8:20h verlasse ich die beiden bei 8°C ⛅️und spezieller Wolke.

Es ist kühl und die Sonne ☀️ zeigt sich nicht so oft wie an den Vortagen, was sich auf den Fotos auswirkt. Bei Vieux Saint-Ondras, Flieder, Rapsfeld mit Schattenselfie 🤓und wieder geht’s aufwärts.

Nun bin ich in Valencogne mit schöner Kirche.

Bei Palandru bewundere ich Kühe 🐮 und Blumen. 🌸 🌺

Kurz vor 12h bin ich am Ziel der heutigen kurzen Etappe Le Pin: ein kleines Dorf.

Ich gehe ins Bistro du Pin für ☕️🍺 und einen sehr feinen Salat 🥗 und um eine Unterkunft zu organisieren.

Heute mal mit Seeblick im Chambre d’hôtes Les balcons du lac ZHP €40.-

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Garmin: Charancieu-Le Pin

 

Tag 24 Saint-Genix-sur-Guiers – Les Abrets – Charancieu

Im Camping gibt es noch kein Frühstück, das muss ich im Café nach der Brücke (Fluss mit Fischtreppe) erledigen.

Ich bestelle ☕️🥐☕️🥐 und ein Sandwich für zwischendurch. Es ist 6°C ☀️, als ich das Städtchen um 8:40h verlasse. Von Karin habe ich mich bereits verabschiedet, sie läuft vorne weg und will weitergehen als ich. Ich habe zwei kurze Wandertage vor mir. Dieses Wetter ist genial, wieder bietet sich die Möglichkeit für schöne Spiegelbilder, erst am Fluss, dann beim kleinen Weiher vor dem Lac du Romagnieu.

Blumenbilder bei oder in der Nähe von Romagnieu.

Panorama bei Romagnieu.

Ein schöner Baum bei Bruyère

Als ich kurz vor 12h in Les Abrets ankomme, ist mein erster Gedanke: „Office de Tourisme hat das noch offen?“ Glück 🍀 gehabt, ich bekomme den begehrten Pilgerstempel und dazu noch eine Restaurant Empfehlung. Das Menü ist bestellt und ich sitze vor dem Bier 🍺. Da taucht eine bekannte Pilgerin auf. Karin, wo kommst du denn her? Vom Supermarkt ist ihre Antwort, weil ihr B&B erst um 18:30h offen sei. Aufgrund des schönen Wetters beschliesst sie dann kurzfristig anstatt noch 6 Km bis Valencogne, die 15.7 Km bis Le Pin (mein morgiges Ziel) zu laufen. Hier meine Eindrücke von Les Abrets.


Gästezimmer Alain et Flo 970 Le Bas de Juvenin – 38490 Charancieu ZHP €40.-

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Garmin: Saint-Genix-sur-Guiers – Les Abrets
Eigentlich sollte ich bei der Kirche anrufen und würde dann abgeholt, aber bei diesem schönen Wetter rumzusitzen ist nicht so mein Ding, so bin ich die 4 Km bis zum Schild vor dem Haus 🏡 gelaufen und habe dann angerufen. Da kommt Florentine angefahren und nimmt mich die letzten 500m noch mit. Ein herzlicher Empfang von Flo und Alain, sogleich gibt es ein Bier. Die Frage, ob ich mit den beiden Abendessen einnehmen will, beantworte ich gerne mit ja.
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Garmin: Les Abrets-Charancieu

Tag 23 Yenne – Saint-Genix-sur-Guiers

Heute wird etwas strenger, darum um 7:30h das französische Frühstück. 8:20h bei 5°C ☀️verlasse ich das Hotel, ich will noch zur Apotheke um mir „une canule“ zu kaufen. Aber die war leider zu. Nach einem Irrlauf in Yenne, finde ich den Weg wieder und verlasse das Städtchen. Ob vor oder nach Karin weiss ich nicht.

Heute geht es lange bergauf von 300m auf den Mont Tournier 837m. Nach der Kapelle treffe ich auf Karin. Wir laufen durch einen von Raupen 🐛 verfressenen Buschwald. Eklig, überall hängen die 🐛mitten im Weg. Mit einem Zweig wischen wir uns einen Pfad frei. Zum Glück hat es weiter oben weniger.

Sehr schöne Ausblicke ins Rhonetal.

Nach einem flacheren Waldstück geht es nochmals hinauf.

Die Anhöhe 837m ist erreicht, aber vor lauter Bäumen sieht man nichts von der Umgebung.

Kurz bevor ich St Maurice de Rotherens erreiche, nochmals ein Aussichtspunkt. Anschliessend sehe ich ein Schild mit Unterkunft für morgen, schnell ein Foto gemacht für den Anruf später.

In Gresin mache ich bei der Kirche eine Rast, fülle Wasser nach und ziehe Schuhe und Socken aus, damit beide trocknen. So trockenen Fusses fühlt sich das schon viel besser an.

Nun komme ich Saint-Genix-sur-Guiers näher.

Ich laufe durchs Städtchen und suche eine Bar. Glück 🍀 gehabt, gleich um die Ecke hat eine offen, schnell hinein zwei Pression 🍻bestellt, bezahlt und getrunken. Nun frage ich nach dem Campingplatz ⛺️.

Eigentlich macht er erst in fünf Tagen auf, aber der nette Holländer meint auf mein Zögern hin – auf deutsch -, ob ich ein Zimmer brauche, ein paar Wohnwagen seien schon bereit. WOW!!! €25.- 😊 Ich sende Karin die Koordinaten, damit sie nicht daran vorbeiläuft, da die Gîte am See dieses Jahr nicht mehr in Betrieb ist.

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Garmin: Yenne-Saint-Genix-sur-Guiers