Gletscherwanderung Turtmanntal – Bishorn 4153m

Unser drei-Tages-Programm:

  • Tag 1 Gruben 1819m – TurtmannhĂŒtte 2523m
  • Tag 2 Bruneggletscher – TracuithĂŒtte 3259m
  • Tag 3 Bishorn 4153m – Zinal 1674m

Der Aufstieg ĂŒber den Brunegg-Gletscher zur TracuithĂŒtte wird uns besonders mit der Wegfindung durch das Spaltenlabyrinth herausfordern. Von dort aus ist der Weg auf den Bishorn-Gipfel zwar nicht mehr lang, doch die Höhe wird ihren Tribut verlangen. Der anschliessende Abstieg fĂŒhrt uns mit 2500 Bremsmetern ins Val d’Anniviers nach Zinal.

Nachdem ich die mir zugestellte, umfangreiche Packliste abgearbeitet habe, ist der 32L Rucksack 🎒 nun ordentlich gefĂŒllt. Die Waage zeigt 10.8kg 😳 an, dies erst noch mit leerer Thermosflasche (5dl). Dazu kommen dann am Bahnhof Turtmann noch der Pickel und der Klettergurt.

Freitag, 13. September

Anreise
ab 07:02 ZĂŒrich HB – Gleis 31 (IC 8 806, Richtung: Brig)
an 09:02 Visp – Gleis 7
ab 09:10 Visp – Gleis 5 (R 6112, Richtung: St-Gingolph (Suisse))
an 09:20 Turtmann – Gleis 1

Treffpunkt: 09:20, Bahnhof Turtmann
BergfĂŒhrer: Mario Rubin
TeilnehmerInnen: Sandra, Anja, Sabine, Paul GrĂŒndler

ab 09:55 Turtmann 🚡Luftseilbahn Turtmann – Unterems – Oberems (LTUO)
an 10:25 Oberems – Gruben (Turtmanntal) Bus 🚌

Gruben 1818m – Meiden Mittelstaffel 2234m – Turtmannsee 2174m – TurtmannhĂŒtte 2519m

Mario war im gleichen Zug und ĂŒberreicht uns am Bahnhof Turtmann den Pickel und den Klettergurt. Bis auf Anja sind alle anwesend. Sie hat wegen Barriereproblemen den Anschluss in Bern verpasst und kommt eine Stunde spĂ€ter. Wir laufen zur Luftseilbahn 🚡 und fahren mit dem Bus 🚌 direkt nach Gruben. In der Gartenwirtschaft vom Hotel Schwarzhorn auf 1825m warten wir auf Anja. Mario erklĂ€rt uns mit vier 25‘000er Karten die geplante Routen. Als der nĂ€chste Bus ankommt, steigt Anja aus, und wir sind vollstĂ€ndig und können los. Der erste Aufstieg zum Panoramaweg ist wegen Holzarbeiten gesperrt, so gehen wir im Tal weiter bis zur nĂ€chsten Gelegenheit und steigen die 400m hinauf.

Bald einmal sehen wir den Turtmannsee und im Gegenhang die HĂŒtte. Jetzt beginnt der Abstieg zum See. Weiter geht es, erst ĂŒber den Damm, dann dem See entlang und schliesslich beginnt der Aufstieg zur TurtmannhĂŒtte.

Wieder sind etwa 400m zu bewĂ€ltigen und endlich kommt die HĂŒtte in Sicht. Schnell die Schuhe, Pickel und Stöcke aufhĂ€ngen und das restliche Material im Zimmer deponiert. Mario hat ein eigenes Zimmer, wir sind zu viert im Achter-Zimmer. Zwei schlafen oben und zwei unten. Nach der KatzenwĂ€sche kann ich mein verdientes Bier đŸș trinken und Sachen an der Sonne trocknen lassen. Bald gibt es Suppe, Salat und Reis mit Huhn, der Fruchtsalat (BĂŒchse) ist nicht so beliebt.

9/16/19Garmin: Gruben_TurtmannhĂŒtte

Samstag, 14. September

TurtmannhĂŒtte 2519m – GĂ€ste 2614m – Brunegggletscher – Turtmanngletscher – Cabane de Tracuit 3256m

Tagwache um 6:45h, Sandra und Sabine sind bereits angezogen als mein Wecker klingelt. Mario klopft und erkundigt sich, ob alle wach sind. Anja und ich machen das Bett und steigen hinab und machen uns bereit. Der FrĂŒhstĂŒcksraum ist schon gut gefĂŒllt. Danach laufen wir als eine der letzten Gruppen los, erst dem Wanderweg entlang, dann steil hinauf bis zum gut gesicherten GĂ€ssi.

Von dort wieder hinunter, dann ĂŒberqueren wir die kleine verbliebene Gletscherzunge des Brunegg-Gletschers, wir sind angeseilt und mit Steigeisen ausgerĂŒstet. Auf der Gegenseite, wieder auf dem Fels, versorgen wir die Utensilien und wandern zur Kletterpassage.

Mario steigt vor und macht oben das Seil fest. Am Seil gesichert steigen wir die Eisenleiter praktisch senkrecht hinauf. Auf der Seite wird die Sicherung eingehĂ€ngt. Etwas vor dem Gipfel der AdlerflĂŒe 2913m werden wir wieder freigelassen und machen auf 2913m eine Pause, bevor wir wieder 200m hinunter zum Turtmann-Gletscher wandern.

Dort montieren wir die Steigeisen wieder und laufen angeseilt hintereinander wie GĂ€nse Mario nach. Er testet uns mit seiner eigenen Aufstiegs-Variante. DafĂŒr klettert er als Beispiel voran und verwendet als Sicherung fĂŒr uns eine Eisschraube. Uns bleibt nichts anderes ĂŒbrig, als ihm nachzusteigen; mit Hilfe des Pickels kraxeln wir auf den Frontzacken steil hinauf. Die nĂ€chste Variante geht seitwĂ€rts ĂŒber mehrere Spalten, auch hier sind wir gesichert. Der Letzte muss dann die Eisschraube wieder nach vorne bringen, damit diese teuren Hilfsmittel fĂŒr die nĂ€chste Sicherung zur VerfĂŒgung stehen.

Auf einem flacheren StĂŒck geht es zum rechten Rand hin und zurĂŒck auf den Fels, dies um den vielen Spalten auszuweichen. Auf 2990m machen wir noch eine kleine Pause, bevor es ohne Seil und Steigeisen weiter geht. Nochmals ist es recht steil, und auch hier sind wieder Stellen, die mit StahlbĂŒgeln als Steighilfe ausgestattet sind. Danach geht es zurĂŒck zum schrumpfenden Gletscher, wieder am Seil und auf Steigeisen ĂŒberqueren wir die FlĂ€che und steigen links zur HĂŒtte hinauf. Ab der MorĂ€ne können wir die technischen Hilfsmittel wieder versorgen und laufen zur Tracuit-HĂŒtte.

Im Vorraum versorgen wir unsere AlpinausrĂŒstung. Die Schuhe und Socken lassen wir an der Sonne trocknen. Danach folgt der Zimmer-Bezug, doch diesmal ist die HĂŒtte voll. Ich darf im Zimmer 6 an der Wand schlafen, und die drei Frauen sind links neben mir platziert. Die HĂŒtte ist mit 120 Personen ausgebucht, und die Zimmer sind alle voll. Beim Nachtessen um 18:30h ist der Speisesaal gerappelt voll. Es gibt Suppe und anschliessend Spaghetti Bolognese und zum Dessert Apfelmus.

Das FrĂŒhstĂŒck fĂŒrs Bishorn ist um 5:30h angeschrieben, somit wissen wir, dass diese Nacht etwas kĂŒrzer wird.

9/16/19Garmin: TurtmannhĂŒtte_TracuithĂŒtte

Sonntag, 15. September

Cabane de Tracuit 3256m – Bishorn 4153m – Cabane de Tracuit 3256m – Zinal 1675m

Der Schlaf war schon etwas unruhig, denn einige wenige, die auf das Weisshorn 4506m wollten, mussten schon um zwei Uhr zum FrĂŒhstĂŒck. Doch die Unruhe, durch die vielen ToilettengĂ€nge blieb. Um fĂŒnf Uhr klingelte ein Wecker, und so standen wir auf und schauten, dass wir im GedrĂ€nge um die wenigen Toiletten nicht zuhinterst anstehen mussten. Der  Speisesaal wurde pĂŒnktlich um 5:30h geöffnet und Madame erklĂ€rte uns, dass sie Probleme mit dem Gas gehabt habe und deshalb der Kaffee nicht so heiss sei. Nach dem FrĂŒhstĂŒck deponierten wir die Sachen, die nicht mit aufs Bishorn mussten, in den dafĂŒr vorgesehenen PlastikbehĂ€ltern und nahmen die AusrĂŒstung mit nach draussen. Mit den Steigeisen und den Stöcken in der Hand wanderten wir um 6:15h im Lichte der Stirnlampe hinter Mario nach, ĂŒber die MorĂ€ne zum Beginn des Turtmanngletschers. Dort befestigten wir die Steigeisen und wanderten im Lichte des Vollmondes ĂŒber den flachen Teil des Gletschers, dann durchquerten wir die Spaltenzone und stiegen hinauf. Oft konnten wir normal laufen, doch an einigen Stellen mussten wir seitwĂ€rts aufsteigen, was etwas mehr Kraft kostete. Dazu kam dann doch noch, dass durch den geringeren Druck pro Atemzug auch weniger Sauerstoff eingeatmet wird und somit die Atemfrequenz ansteigt, und dies die Leistung vermindert. In der Ferne sahen wir das Licht der Stirnlampen derjenigen, die ĂŒbers Bishorn zum Weisshorn wanderten. Auf dem Weg zum Gipfel kamen uns die schnelleren Seilschaften entgegen, wĂ€hrend andere noch hinter uns lagen.

 


Als wir um 9:34h den Gipfel erreicht hatten, machte Mario das Gruppenfoto mit den glĂŒcklichen Vier.

Oberems / Valais / Switzerland - 9/15/19

Beim Abstieg durfte ich, der vorher als Letzter am Seil war, bis hinunter in der FlĂ€che, wo die Spalten waren, die FĂŒhrung ĂŒbernehmen. Dort ĂŒbernahm Mario wieder den Lead und wĂ€hlte eine etwas andere Variante der Route fĂŒr den RĂŒckweg zur HĂŒtte. Dort wurde das Material wieder in die RucksĂ€cke verpackt, und wir konnten uns in der einen Stunde Pause erholen. Um 12:30h verabschiedeten wir uns von Sabine, die noch eine Nacht in der HĂŒtte blieb, und den Abstieg am Montag alleine machen wollte. Die 1600m hinunter nach Zinal zogen sich in die LĂ€nge und beanspruchten die Beinmuskeln. Doch um 15:00h Uhr erreichten wir dann Zinal und konnten vor der Abfahrt mit dem Postauto im Restaurant Les Bouquetins noch ein Bier trinken.

RĂŒckreise: Zinal ab 15:44

Das Postauto ist bereits voll, so stehen wir bis Vissoie poste, dort verlassen einige Passagiere den Bus, und wir können bis Sierre auch sitzen.  Im Zug nach Visp hat es fĂŒr uns SitzplĂ€tze, der Anschlusszug nach Bern ist dann schon eher voll, doch im Speisewagen finden wir noch einen grösseren Tisch fĂŒr uns vier. Als erster verlĂ€sst uns in Spiez Mario, Anja wollte eigentlich in Thun umsteigen, doch ihr Anschlusszug ist gemĂ€ss Kondukteur bereits weg, So fĂ€hrt sie mit uns nach Bern. Der Zug hat die VerspĂ€tung nicht aufgeholt und so wird der Umstieg in Bern mit einen Sprint erledigt. Kurz vor der Abfahrt steigen Sandra und ich in die volle 1. Klasse ein und laufen zu der 2. Klasse. Schon beim ersten Wagen kommen uns Leute entgegen, und es scheint aussichtslos, noch einen Sitzplatz zu finden. Doch Sandra erblickt im oberen Stock einen Soldaten, der sein umfangreiches GepĂ€ck auf der Bank ausgebreitet hat und ermuntert ihn, den Sitzplatz freizumachen. Etwas mĂŒrrisch kommt er der Aufforderung nach, und wir können bis ZĂŒrich sitzen. Dort verabschiede ich mich von Sandra, die auf ihren Anschlusszug eilt, und ich fahre mit dem ÖV heim.

9/16/19Garmin: TracuithĂŒtte_Bishorn_Zinal

Diese dreitĂ€gige Gletscherwanderung habe ich ĂŒber WeitWandern gebucht. Sie wurde von Berg-Touren Frutigland durchgefĂŒhrt.

Fazit: Das Wetter war traumhaft, die Gruppengrösse und Besetzung waren ideal. Mario, der sehr symathische BergfĂŒhrer, hat uns mehr geboten, als auf dem Programm von WeitWandern geschrieben stand.

TR ÄmpĂ€chli – Richetlipass – Linthal

27. August meine Route
Elm 976m 🚠 / ÄmpĂ€chli 1480m – SkihĂŒtte Obererbs 1700m – Erbser Stock 2161m – Wichlenmatt 2037m – Richetlipass 2261m – Unt.Stafel 1386m – Linthal 653m

8/26/19

Mit der S25 fahre ich vom HB nach Schwanden GL, dort steige ich in den Bus 541 nach Elm 976m Sportbahnen und schwebe mit der Gondelbahn🚡hinauf, so erspare ich mir die 500 Höhenmeter, zum ÄmpĂ€chli 1480m. Vor dem Start noch einen Kaffeehalt mit Nussgipfel und um die Trinkflaschen aufzufĂŒllen. Anstatt der Via Alpina zu folgen, laufe ich auf dem unteren Weg durch ein Wildschongebiet (nur im Winterhalbjahr) auf einem schönen schmalen Waldweg. Leider ist die Fortsetzung des Weges nur auf OutdoorActive eingezeichnet, aber die Route ist nicht markiert, so laufe ich an der Abzweigung vorbei. Als ich den Irrtum bemerke, muss ich zurĂŒcklaufen, dies kostet mich einige zusĂ€tzliche Höhenmeter. Bei den GebĂ€uden zweige ich links ab zum Bach hinunter und ĂŒberquere ihn an einer passenden Stelle. Danach darf ich, in Ermangelung eines richtigen Weges, durch ein trockenes Bachbett hochsteigen, dabei sind die Stöcke sehr nĂŒtzlich.

Die erste Wasserflasche wird wieder aufgefĂŒllt, als ich bei der SkihĂŒtte Obererbs 1700m ankomme und anschliessend ein Cola trinke. Danach laufe ich zĂŒgig aufwĂ€rts, ĂŒber Alpweiden mit gut gedĂŒngten Wanderwegen. Bereits bei der SkihĂŒtte unten ist die Sperrung des alpinen Wanderweges “Chli ChĂ€rpf – LeglerhĂŒtte” ausgeschildert. Mich stört das nicht, ich habe ja andere PlĂ€ne. Die Wege werden wieder sauber, als es dann steinig und steiler wird und im Zickzack hinauf geht. Schon bald bin ich auf dem Erbser Stock 2161m.

Ab hier sieht die Strecke hinunter zur Wichlenmatt 2037m trailmĂ€ssig aus, nicht zu steil und guter Weg, so kann ich es rollen lassen. Auf der Alp sitzt der Senn mit jemandem am Tisch, die beiden spielen ein WĂŒrfelspiel. Soweit ich es beurteilen kann, wird hier nichts angeboten, so jogge ich in der Hochebene weiter. Bald steigt es wieder an, und so wandere ich die Steigung hoch zum Richetlipass 2261m.Elm / Glarus / Switzerland - 8/27/19

Oben angekommen, setze ich mich und esse den BE-KIND Riegel (Dark Chocolat Nuts & Sea Salt). Lange bin ich nicht alleine, von Linthal her kommt ein Wanderer, mit dem ich mich ĂŒber seine 10-Tages-Wanderung unterhalte. In der Zwischenzeit kommen die zwei Frauen, die ich unten auf der Alp ĂŒberholt hatte, auch hinzu und machen Pause. Ich bin genĂŒgend gesessen und gehe weiter. Erst mit den beiden Stöcken in einer Hand, doch die behindern mich nur, so stoppe ich kurz und verstaue sie im Trailrucksack. ZĂŒgig gehts hinunter zur Unterer Stafel 1386m.

Ab hier ist es wieder flacher dank einer Fahrstrasse, und ich komme gut voran. Bald kommt bei Stauden (Punkt 1176), eine Abzweigung, und so kann ich die letzten drei Kilometer auf dem Bachweg joggen. Vom Bach sieht man wenig, steil den Wald hinunter fĂŒhrt der Weg, sogar durch einen Tunnel hindurch. Dann bin ich unten im Dorf und schon bald in Linthal Bahnhof 653m am Ziel.

Ich habe es fast vermutet, erstens ist die Essenszeit zeitlich schon vorbei und zweitens hat es dort kein offenes Restaurant mehr in der NĂ€he. So spiele ich mit dem Selecta-Automaten und bekomme eine BĂŒchse Cola und ein KĂ€gifrett. Die S25 fĂ€hrt eine halbe Stunde vor der Abfahrt ein, und so setze ich mich in den bequemen Sessel und verspeise den zweiten BE-KIND Riegel.

8/27/19Garmin ÄmpĂ€chli-Richetlipass-Linthal

 

TR Kandersteg – Leukerbad – Goppenstein

Die Idee, Montag 19. August

Kurzfristig habe ich Helmut ĂŒber WhatsApp angeschrieben, ob er am Donnerstag 22. August Zeit und Lust habe, mit mir von Kandersteg ĂŒber den Gemmipass 2314m nach Leukerbad zu joggen. Seine Gegenfrage hat mich dann ĂŒberrascht, ob ich nicht auch noch den Freitag 23. August anhĂ€ngen wolle, dann von Leukerbad, ĂŒber den Restipass 2626m nach Goppenstein joggen und erst ab dort mit dem Zug zurĂŒck nach Hause fahren. Ich habe dann das Majinghorn 3054m ins Spiel gebracht, aber dieses Horn ist soweit wir wissen, nicht zu ĂŒberschreiten, und die Besteigung wĂ€re somit mit einem Hin- und RĂŒckweg verbunden. So haben wir uns provisorisch fĂŒr den Weg ĂŒber den Ferdenpass 2821m entschieden. Wir werden es aber lokal in Leukerbad noch vertieft abklĂ€ren, was dort möglich ist, und wie der Zustand der Wanderwege ist.

Route Gemmipass FerdenpassHöhenproflile Gemmipass Ferdenpass

Kandersteg-Gemmipass 2314m-Leukerbad, Donnerstag 22. August

FrĂŒhes Aufstehen um 5 Uhr, 6 Uhr auf den Bus zum Bahnhof und nach Bern. Helmut steht auf Perron 4, und als wir im Abteil sind, erkundigt er sich, welche Art Kaffee ☕ ich gerne trinke. Dann verschwindet er und kommt kurz vor der Abfahrt mit zwei Bechern zurĂŒck. Aus dem Trailrucksack packt er noch einen kleinen Kuchen mit einer Kerze 🕯 aus und wĂŒnscht mir nachtrĂ€glich alles Gute zum gestrigen Geburtstag. Nach einer Stunde sind wir in Kandersteg. Dort werden die Trinkflaschen aufgefĂŒllt und grosszĂŒgig Sonnencreme verteilt. So joggen wir um 8:50h los, die ersten drei Kilometer bis zur Talstation der SunnbĂŒel-Bahn sind flach, doch dann ist es Zeit fĂŒr die Stöcke, und damit laufen wir zĂŒgig den Berg hinauf. Als sich der Wald mal lichtet, sehen wir Kandersteg unter uns im Nebel. Die Bergstation lassen wir links liegen und joggen in die Hochebene hinunter und lassen es im flachen Teil rollen.

Nach gut 10 Kilometern kommt das Hotel Schwarenbach 2060m in Sicht. Dort setzen wir uns draussen hin, bei Kaffee und Nussgipfel. Der Wirt erkundigt sich, woher wir kommen und will unsere Laufzeit wissen. Zwei Stunden haben wir gebraucht, da meint er, dies sei eine gute Zeit, aber die Spitze vom Skimarathon benötige 1 Stunde 4 Minuten, bis sie hier oben Tee bekommen.

Dann joggen wir weiter bis zum Daubensee 2207m und entscheiden uns gegen die kĂŒrzere Strecke auf dem Fahrweg, sondern joggen lieber auf dem linksufrigen Wanderweg dem See entlang. Nach einer weiteren Stunde sitzen wir im Berghotel Wildstrubel am Tisch und wundern uns, dass niemand vorbeikommt. Aha ist ja Selbstbedienung, also hin zum Buffet und das Mittagessen bestellen. Dieses wird durchs Personal an den Tisch serviert. Nach dem Essen noch zwei Espressi, und dann joggen wir los.

Es geht auf fĂŒnf Kilometern 1‘000 Meter hinunter. Zum Teil mit Stufen mit etwas komischer SchrittlĂ€nge, nur eine Stufe ist etwas kurz und zwei miteinander sind zu lang. Aber schon bald ist es nur noch felsiges GelĂ€nde, am Rand mit Stahlseil gesichert und gut zu joggen. Bereits nach 50 Minuten sind wir in Leukerbad, beim Hotel Quellenhof am 🏁 Ziel. Auf der Webseite Gemmi.ch schauen wir nach, wieviel Zeit die BerglĂ€ufer in die entgegengesetzte Richtung benötigen, und sind sehr erstaunt, dass der Sieger fĂŒr die Bergstrecke nur 0:35:56h gebraucht hat.

Schnell alle Kleider und Socken waschen und auf dem Balkon zum Trocknen aufhĂ€ngen. Dann 🚿duschen und ĂŒber die Strasse zur Walliser Alpentherme, um den Gratiseintritt auszunĂŒtzen, den man durch die Direkbuchung erhĂ€lt. Dort geht Helmut, der seine Badehose mit hat, in den Thermal-Pool und ich in die Sauna, wo wir uns spĂ€ter wieder treffen. ZurĂŒck im Zimmer vermisse ich meine Jogginghose, inklusive dem BĂŒgel, diese finde ich dann an der Rezeption und bringe sie zurĂŒck ins Zimmer. Nun ist die Zeit reif, und wir können an der Bar mit unserem verdienten đŸșđŸș Bier anstossen. Bald darauf sitzen wir im Restaurant und verspeisen leckeres EntrecĂŽte mit Bratkartoffeln und GemĂŒse. Nach dem Espresso, zu dem wir selbstgemachte Caramels erhalten haben, wird es Zeit auszuruhen.

8/22/19Garmin: Kandersteg_Leukerbad

Leukerbad-Ferdenpass 2821m-Goppenstein, Freitag 23. August

Um acht Uhr gehen wir zum grossen FrĂŒhstĂŒcksbuffet. Danach im Zimmer noch ZĂ€hne putzen und den Trail-Rucksack mitnehmen. Wir laufen 9:15h aus Leukerbad in Richtung des Quellenweges. Doch irgendwann nehmen wir den falschen Weg, aber auch dieser bringt uns zum Majinsee 1640m, wo es fĂŒr einen Fotostopp reicht. Ab hier laufen wir mit den Stöcken bergauf, bei der AlphĂŒtte Obere Mejingalp ist es noch zu frĂŒh, so laufen wir zĂŒgig weiter bis zur AlphĂŒtte FlĂŒealp 2041m, der letzten Gelegenheit vor dem Pass, und trinken dort etwas. Der Fahrer vom AlpenTaxi kennt sich hier aus und meint, dass der Weg zwar noch markiert und begehbar sei, aber eigentlich nicht mehr viel begangen werde. Frisch gestĂ€rkt laufen wir los bis zum nĂ€chsten Wegweiser, geradeaus geht es zur Gitzifurka 2911m und zur LötschepasshĂŒtte 2690m.

Doch wir nehmen die weniger bekannte und noch weniger gewanderte Route ĂŒber den Ferdenpass 2821m. Mit SchweizMobil muss man die Route erzwingen, aber OutdoorActive zeigt sie an. Alles ist gut rot-weiss markiert, und wir kommen gut voran. Es ist sehr steil und der „Weg“ nicht immer griffig, aber die Stöcke helfen uns. Etwas weiter oben wechselt das Terrain auf steinig und ist besser zu laufen.

Die letzten 400 Höhenmeter steigen wir durch einen anspruchsvollen Block Parcour hinauf, man muss aufpassen, wohin man tritt. Die Person, die hier die rot-weissen Markierungen angebracht hat, war sehr fleissig, und wir haben keine Probleme, den Weg auf den Pass zu finden. Nach drei Stunden sind wir oben angekommen und machen einen kurzen Halt mit Verpflegung und Gipfelfoto. Vom Oberferdengletscher ist nicht mehr viel ĂŒbrig, unten hat es zwei keine Seelein.

Leukerbad / Valais / Switzerland - 8/23/19

Dann steigen wir talwĂ€rts ab, anfangs ist der Boden sehr weich, und die Schuhe hinterlassen AbdrĂŒcke im Untergrund. Dann sind noch ein paar ungefĂ€hrliche Schneefelder zu queren, bis wir wieder auf einen richtigen Weg kommen. Die Murmeltiere pfeifen auf uns, und die Schafe sind auch nicht fotogen. Es ist nun nicht mehr weit bis zum Gasthof Kummenalp 2086m, dort können wir uns an der Sonne trocknen lassen, trinken etwas und essen leckeren Schokoladenkuchen dazu.

Dann geht es durch eine Kuhweide hinunter zum Wanderweg, der uns nach Ferden 1375m bringt. Es folgt der steile Abstieg zur BrĂŒcke ĂŒber die Lonza und den Gegenhang wieder hinauf. Das WegstĂŒck hinunter nach Goppenstein hat es in sich, die vielen Gegensteigungen bremsen unser Tempo. Doch kurz nach drei Uhr sind wir am Ziel angekommen und gehen in die Gartenwirtschaft vom Restaurant Felsheim.

Die zwei bestellten Bier kommen schnell auf den Tisch, und als ich mich nach etwas Kleinem zu essen erkundige, meint der Wirt, falls wir etwas Warmes wollen und auf den 16 Uhr Zug gehen, sei das schnellste eine KĂ€seschnitte mit Schinken. Auf dieses Angebot gehen wir ein, bis die KĂŒche soweit ist, gehe ich mich schon mal umziehen. Kaum bin ich zurĂŒck, schon kommen zwei gut gefĂŒllte Teller auf den Tisch. Wir lassen es uns gut schmecken, auch den kleinen ungeplanten Dessert danach. Dann nehmen wir unsere RucksĂ€cke und laufen mit steifen Beinen zum Bahnhof hinĂŒber. Es ist ja klar, wir mĂŒssen unten durch, das Gleis 1 ist auf den anderen Seite. Wir sind nicht alleine, der Bahnhof ist gut besucht, doch alle finden einen Sitzplatz. In Bern verabschiede ich mich von Helmut und wechsle das Perron, dort hat es wie im SBB-App, durch drei rote Figuren, vorausgesagt, sehr viele Leute. Der untere Teil vom Bistro Wagen ist schon voll, doch oben ist noch ein Platz an einem Zweiertisch frei. So fahre ich dann rĂŒckwĂ€rts sitzend im schwankenden Zug direkt nach ZĂŒrich HB. Dann bin ich schon bald zuhause und kann meine mĂŒden Beine nach der erfrischenden Dusche endlich ausruhen lassen.

Auch wenn es streng war, es waren zwei tolle und erlebnisreiche Tage mit Helmut.

8/23/19Garmin: Leukerbad_Goppenstein

TR Quinten – Gocht 1951m – SelunbĂ€hnli🚡

Nachdem mein Plan am 9. Juli wegen eines Schneefeldes und Nebel nicht geklappt hat, versuche ich es heute nochmals mit dem Trailrunning Quinten – Gocht 1951m – Bergstation Selunbahn 🚡

Die Hitzewelle ist vorbei, heute stimmt das Wetter fĂŒrs Jogging. Mit der S25 09:43h ab ZĂŒrich HB und nach dem Umsteigen in die S4 in ZiegelbrĂŒcke, bin ich um 10:37h in Murg SG. Dort wechsle ich in Murg Ost um 10:43h aufs Schiff (CHF 7.20) nach Quinten. Nach der Ankunft um 11:00h trinke ich im Restaurant SchifflĂ€nde noch einen Kaffee ☕ und fĂŒlle meine zwei Wasserflaschen auf.

Ich habe dazugelernt, diesmal sind meine Black Diamond Stöcke dabei. Damit laufe ich zĂŒgig los, ab jetzt geht es von der Seehöhe 419m bis zur Gocht 1951m eigentlich nur noch steil bergauf.

Erst durch Quinten 433m und dann an der Talstation der Materialtransportbahn 495m vorbei. Der Weg ist sehr steil, so gewinne ich schnell an Höhe. Ich laufe an der Bucheletegg 677m vorbei und weiter hinauf zur Wegkreuzung bei Bidem 933m.

Nach einer Stunde bin ich bereits auf 1286m, fast bei der Bergstation,  was schon ĂŒber 867 Höhenmeter ergibt. Danach komme ich zur Laubegg 1340m. Der Weg ist nun schmaler geworden und etwas weniger steil, jetzt fĂ€hrt mir ein Biker entgegen. Schon bald erreiche ich die Stelle, wo ich beim letzten Versuch umgekehrt bin. Diesmal liegt kein Schnee, und ich kann Richtung SĂ€ls laufen.

Auf einmal höre ich Stimmen und sehe ein Biker-Paar, die stossen und tragen ihre Bikes ĂŒber die Wurzeln, den steilen den Berg hinauf. Dann bin ich bei der Abzweigung SĂ€ls, der rot-weisse Weg fĂŒhrt nach Schwaldis, Hochrugg oder nach Walenstadtberg. Doch ich muss die Farbe wechseln, denn ab hier ist die Markierung weiss-blau und zum Teil weglos. Nun wandere ich erst ĂŒber die steile Wiese, dann ĂŒber den breiten Wiesengrat. 

Dann begegnet mir ein Bergsteiger, der vom Leistchamm hinunter gekommen ist. Wir diskutieren kurz ĂŒber die Strecke, die noch vor mir liegt, und die ĂŒbermalten rot-weissen Markierungen. Er erklĂ€rt es mir so: Die blau-weissen Bergwanderwege mĂŒssen viel weniger gewartet werden. 

Nun wird der Weg technischer, und die Stöcke sind mir im Weg. Als sie im Rucksack versorgt sind, habe ich die HĂ€nde frei. Noch ein Steilhang ist zu ĂŒberqueren, das lose Geröll macht seinem Namen alle Ehre und rollt lĂ€rmig hinunter. Es folgt ein steiler Abstieg durch die trockene Grasnarbe, ausrutschen will ich hier nicht, so setze ich meine Schritte vorsichtig auf. Nochmals einen Steilhang queren, dann sehe ich das Ziel oben. Die nun folgende Rinne steigt so steil an, dass ich meistens auch die HĂ€nde zu  Hilfe nehme und so die letzten 100 Höhenmeter zur Gocht 1951m hinaufkraxle. Dort gönne ich mir eine Verschnaufpause und esse dabei ein paar Leckerli und trinke den letzten Schluck Wasser.

Die folgende Strecke fĂŒhrt durch Kalkstein steil hinunter, in einigen Löchern liegt noch Schnee. Ich wechsle ab zwischen vorsichtig Laufen und langsamem Joggen, dann sehe ich den Wegweiser zur Ochsen HĂŒtte. Eine halbe Stunde spĂ€ter sitze ich draussen am Tisch vor der Ochsen HĂŒtte und trinke mein verdientes đŸș Bier, dazu gibt es Bratwurst und Kartoffelsalat. Zum Kaffee nehme ich noch einen feinen Nussgipfel. Danach jogge ich das restliche StĂŒck des Weges bis zur Selunbahn.

Es sind bereits einige Leute da, so dass es Wartezeit gibt. Die erste Transportkiste ist mit vier Erwachsenen und zwei Kindern schon voll besetzt. So warte ich auf die nĂ€chste Fahrt. Zu fĂŒnft fahren wir los, als die erste StĂŒtze kommt, verstehe ich wieso die SitzflĂ€che so stark nach hinten geneigt ist, denn es geht sehr steil hinunter, es kommen noch ein paar StĂŒtzen, bis wir schliesslich unten ankommen. Dort bezahle ich die 10.- fĂŒr die Einzelfahrt und laufe zur Haltestelle Starkenbach. Mit dem Postauto nach Wattwil, dort mit dem Zug nach Wil SG und weiter nach Oerlikon, dann bin ich wieder Zuhause.

So wie ich die Situation nun im Nachhinein beurteilen kann, bin ich sehr froh, dass ich beim letzten Versuch im Nebel nicht weitergegangen bin, sondern umgekehrt und nach Weesen gejoggt bin.

Diesen unbekannten Weg im Nebel zu laufen, wÀre gefÀhrlich.

8/17/19Garmin: Quinten_Gocht_SelunBahn

Drei Tage Genusswandern im Goms

Montag 15. Juli Oberwald – MĂŒnster

In einem vollen Zug fuhren wir am Montag frĂŒh nach Bern, dort versuchte ich fĂŒr uns ein Viererabteil zu reservieren, wĂ€hrend Brigitta draussen auf Ursula und Markus wartete. Alles klappte, und wir setzten die Fahrt nach Brig fort. Dort mussten wir umsteigen in den Zug nach Andermatt. Dieser brachte uns pĂŒnktlich nach Oberwald. Einige Meter nach dem Bahnhof Oberwald trafen wir auf eine Jakobsmuschel. Hier fĂŒhrt der Rhein-Reuss-Rhone Pilgerweg durch. Kilometer Null beginnt beim Kloster Disentis, bis nach Oberwald sind es 62 km, er endet nach 2’225 km in Santiago de Compostela.

Doch wir haben anderes im Sinn und wandern an Blumenwiesen vorbei, hinauf zum Gommer Höhenweg. Es liegen viele Birken neben dem Weg, und auch die BĂ€ume sind in Schieflage, wobei uns nicht klar ist, was der Grund dafĂŒr ist. Die Strecke zieht sich in die LĂ€nge, Abwechslung bringen immer wieder schöne Blumen und Baumpilze.

Zu unserer Unterkunft, dem historischen Hotel Croix d`Or et Poste mĂŒssen wir 160 m absteigen, die wir am nĂ€chsten Tag wieder hinauf wandern dĂŒrfen. Nach dem Zimmerbezug noch ein ApĂ©ro, spĂ€ter treffen wir uns wieder im Speisesaal und bekommen ein leckeres Nachtessen serviert.

7/18/19Garmin: Oberwald_MĂŒnster

Dienstag 16. Juli MĂŒnster – Blitzingen

Nach dem feinen FrĂŒhstĂŒck wieder hinauf auf den Höhenweg, das gab einen schönen Blick zurĂŒck auf MĂŒnster und einen Blick aufs Weisshorn. Etwa in der Mitte der heutigen Etappe, im Tal, wo der Reckingerbach fliesst, befindet sich die BerghĂŒtte z’Gufersmatte.

Dies war ein guter Zeitpunkt, um uns dort zu verpflegen und den FlĂŒssigkeitsbedarf zu stillen. Zum GlĂŒck habe ich am Vorabend noch im Internet nachgeschaut, ob die HĂŒtte offen ist, denn die nachfolgende BerghĂŒtte Walibach wurde im Herbst 2018 geschlossen, und ein neuer PĂ€chter wird gesucht. Der anschliessende Abstieg von 1700m auf 1520m war dann doch sehr steil und ging in die Oberschenkel. Nur der Schlussabstieg zum Hilperschbach war zwar kĂŒrzer, aber dafĂŒr noch steiler. Erst den Gegenhang hinauf und an einer Herde Yaks vorbei, dann noch den Schlussanstieg zum Hotel Castle, der zweite Wandertag war geschafft. Obwohl die Strecke eigentlich kurz ist, machen einem die vielen Berg- und Talstrecken mĂŒde. Nach der erfrischenden Dusche und der WĂ€sche, trafen wir uns auf der Sonnenterasse zum Relaxen. Da es ohne Sonne eher kĂŒhl wurde, entschlossen wir uns, das Nachtessen im Speisesaal einzunehmen. Wir machten es uns und der KĂŒche einfach und bestellten vier Mal das empfohlene TagesmenĂŒ. Vorspeise Zanderfilet auf Couscous, Hauptspeise EntrecĂŽte mit Risotto und zum sĂŒssen Abschluss eine leckere Dessertvariation.


7/18/19Garmin: MĂŒnster_Castle-Blitzingen

Mittwoch 17. Juli Blitzingen – Fieschertal

Auch hier gab es wieder ein grosszĂŒgiges FrĂŒhstĂŒcksbuffet, fĂŒr das wir uns Zeit liessen. Danach folgte der Aufstieg zum Gommer-Höhenweg, erst zum Wilerbach, dann kam der Schwarze Brunne und danach durchquerten wir die Nessulschliecht und wanderten nach Bellwald. Dort stillten wir unseren Durst und fanden es zu frĂŒh, um hier schon aufzuhören. So wanderten wir erst nach Egga und von dort talwĂ€rts ĂŒber Geere nach Fieschertal. Das Postauto stand schon bereit und wir konnten die kurze Fahrt zum Bahnhof Fiesch geniessen. Nach kurzer Wartezeit fuhr der Anschlusszug nach Andermatt ein, und wir fanden ein leeres Viererabteil.

In Andermatt angekommen, wollten wir nicht gleich weiter, sondern gönnten uns zum Abschluss noch eine Apéro-Pause im Hotel Chedi, bevor wir in den nÀchsten Zug stiegen.

Anschliessend fuhren wir gemeinsam weiter bis nach Arth Goldau, dort verabschiedeten wir uns von Ursula und Markus und stiegen um in den Zug nach ZĂŒrich.
7/18/19Garmin: Castle-Blitzingen_Fieschertal

TR Quinten – Laubegg 1340m – Betlis – Weesen

Mein Plan: Trailrunning Quinten – Gocht 1951m – Bergstation Selunbahn, und was dann daraus wurde.

Bin heute morgen bei sonnigem Wetter wieder mal frĂŒh losgezogen. Mein Zug fuhr 07:43h ab ZĂŒrich HB und kam 08:37h in Murg SG an. Dort wechselte ich um 08:43h aufs Schiff (CHF 7.20) von Murg Ost (See) (BAT 415) nach Quinten, Ankunft 09:00h. Das Personal vom Restaurant SchifflĂ€nde ist auch mit im Boot, sie bringen SĂ€cke voller Brot und Kisten mit GemĂŒse. Da das Gebirge noch mit Nebelschwaden verhĂ€ngt ist, setze ich auf Abwarten und Kaffeetrinken im Restaurant, das eigentlich erst ab 10 Uhr geöffnet wĂ€re.

Als nĂ€chstes noch die zwei Wasserflaschen auffĂŒllen, denn viele Gelegenheiten zum NachfĂŒllen wird es da hinauf wohl nicht geben. Dann laufe ich zĂŒgig los, ab jetzt geht es von der Seehöhe 419m bis zu Gocht 1951m eigentlich nur noch steil bergauf. Nach dem Start durch Quinten 433m komme ich bei Allmeind 495m vorbei, dort ist die Talstation der Materialtransportbahn, die hinauf zur Bergstation Laubegg fĂ€hrt. Der Weg ist gut, aber sehr steil, so komme ich bald an der Bucheletegg 677m vorbei und laufe weiter hinauf zur Wegkreuzung bei Bidem 933m, dort hat es eine Abzweigung nach Seerenwald, Betlis und Weesen. Aber ich will ja weiter hinauf nach SĂ€ls und dann ĂŒber die Gocht.

Nach einer Stunde bin ich bereits auf 1257m unterhalb der Bergstation,  was schon ĂŒber 800 Höhenmeter ergibt. Bei der HĂŒtte mache ich eine kleine Pause und esse eine Nut-Bar mit dunkler Schokolade, NĂŒssen und Meer Salz. Danach komme ich zur Laubegg 1340m, der Weg ist schmaler geworden und weniger steil. Unten auf der Alp höre ich Kuhglocken, aber im Nebel sehe ich die Tiere nicht. Dann bei 1430m treffe ich auf ein gefrorenes Schneefeld, dieses behindert, respektive verhindert den Übergang. Von hier wĂ€ren es nur noch cirka 2 Km und 500 Höhenmeter zum Pass. Wegen dem Nebel kann ich nicht sehen, wo es auf der anderen Seite weitergehen wĂŒrde, und ein Risiko will ich nicht eingehen. Somit beschliesse ich den Abbruch der Übung und gehe wieder zurĂŒck nach unten.

Den schönen Aufstieg wieder hinab, erst auf rutschigem Lehmboden, dann ein schöner mit Steinen durchsetzter Waldweg. Auch auf diesem Weg war Vorsicht gefragt, die Steine waren feucht vom Nebel.  Wieder unten bei Bidem auf 933m angekommen, entscheide ich mich beim Wegweiser fĂŒr mein alternatives Ziel, Weesen. Mal geht das Joggen etwas einfacher, mal ist es etwas steiler und rutschig, doch ich komme gut voran. Beim Fulenbach hat es nicht soviel Wasser, der Wasserfall ist etwas mager, dann laufe ich am Haslegade 520m vorbei in Richtung Vorderbetlis.

Eigentlich habe ich jetzt ja genĂŒgend Zeit und mache deshalb den Abstecher zum Seerenbachfall bei der Rinquelle oberhalb von Betlis. Danach jogge ich hinunter zur Strasse, dann weiter an der Kirche vorbei und treffe in Betlis ein.

Weesen / St. Gallen / Switzerland - 7/9/19Im Restaurant Burg-Strahlegg esse ich eine leckere RĂ€uberwurst mit Kartoffelsalat, dazu einen Saft vom Fass und einen Espresso.

Nach der Mittagspause nehme ich noch das kurze ReststĂŒck unter die FĂŒsse, alles dem dem See entlang. Ich benötigte nicht allzu lange, dann bin ich beim Bahnhof. Doch dieser Weg zum Bahnhof war völlig unnötig, dort hĂ€lt nĂ€mlich kein Zug mehr, so musste ich zurĂŒck zur Weesen Post laufen und ab dort mit dem Postauto nach ZiegelbrĂŒcke fahren. Ab dort mit der S25 zurĂŒck nach ZĂŒrich HB und mit Tram und Bus nach Hause.

7/9/19Garmin: Quinten_Laubegg_Betlis_Weesen

Steg – Toggenburger Höhenweg – Ricken SG

Heute machte ich eine kleine Trailruning Tour von Steg 695m im Töstal hinauf zum Roten 1147m ĂŒber die Hirzegg 1049m, und weiter zum Schnebelhorn 1291m. Immer auf dem Höhenweg zum Gasthaus Alp Schindelberg 1154m. Kurze Pause bei 1/2L Cola und feinem frischen Nussgipfel. Anschliessen weiter steil hinauf auf die Rossegg 1254m ĂŒber die Ober HabrĂŒti zur ChrĂŒzegg 1313m und gleich hinunter zum Bergasthaus 1264m.

Es war grad passend um 12 Uhr und so bestellte ich einen 1/2L Möhl ohne und Àlplermakronen mit Apfelmus. Auf dem Bank den RĂŒcken an der Sonne so trocknete der RĂŒcken und der Trailrucksach auf dem Bank recht schnell.

Die direkte Abzweigung zum Tweralpspitz 1331m habe ich verpasst und durfte so den viel steileren Zugang von der Untere Twerap hinauf „klettern“.  Über den Rotstein 1285m an der Schwamegg 1211m vorbei, ging es hinunter zur Alpweitschaft HĂŒttenberg 1054m. Da ich bereits genĂŒgend getrunken habe lies ich diese Gelegenheit aus und lief weiter nach Oberricken 906m und von dort aus auf der Strasse direkt hinunter nach Ricken SG 786m. Noch ein paar Meter hinauf zur Bushaltestelle Ricken SG, Kirche und noch rechtzeitig auf den Bus nach Rapperswil SG. Von dort aus direkt nach ZĂŒrich Oerlikon und nach Hause zur vierdienten Dusche.

7/5/19

Garmin: Steg_Toggenburger-Höhenweg_Ricken-SG