TR Sattel – Wildspitz – Rigi

Donnerstag 10. September 2020

Schon früh bin ich mit dem Auto nach Sattel-Aegeri 769m gefahren und parkiere auf dem Bahnhofareal. Die Trinkflaschen habe ich bereits zuhause abgefüllt, nur noch den Sonnenschutz auftragen, dann kann ich losjoggen. Ein Stück auf der Strasse nach Riedmatt und schon fängt die Steigung an. Da es beim ersten Hügel nicht allzuviele Höhenmeter sind, verzichte ich auf die Stöcke. Weiter oben sehe ich einen Wanderer im Wald verschwinden, bei der Alphütte Halsegg 1321m sehe ich ihn wieder, er macht gerade Pause. Übrigens heute ist mal wieder Donnerstag, die Alphütte hat Ruhetag. Ab hier ist die Steigung nun sanfter und so kann ich gelegentlich wieder etwas joggen.
Es geht sogar etwas hinunter, doch dann kommt die Gegensteigung zum Wildspitz 1580m. Das Berggasthaus liegt direkt unterhalb dem Gipfel, auf dem ich nach anderhalb Stunden stehe. Die erste Wasserflasche ist bereits leer und das Restaurant offen, ich hole mir drinnen ein Schorle und Zweifel Paprika Chips und setze mich draussen auf die Terrasse und geniesse die Pause und den Ausblick.


Nach der Pause muss ich mich erst orientieren, wo nun der Weg zum Gnipen 1567m weitergeht. Die Wegweisertafel ist wie immer eine Hilfe. Nach knapp 20 Minuten bin ich bei der Infotafel oberhalb des Bergsturzes angekommen. Ab hier laufe ich auf dem Zähniweg, direkt durch das Goldauer Bergsturz Gelände hinunter. Der Weg ist vor allem am Anfang nicht so einfach, sehr steil und es hat keine richtigen Tritte. So wird nichts mit schnellem Abstieg, dies sagen mir auch zwei Wanderer, die mit Stöcken aufwärts kraxeln. So laufe ich vorsichtig, mit Bedacht die Tritte suchend abwärts. Bei etwa 950m wechselt das Gelände, und ich kann meine Schritte beschleunigen. Dann wird es nass, und ich weiche aus und trete prompt mit dem linken Fuss direkt in einen tiefen Schlammtümpel. Dieser wird dann irgendwann auf dem Weg auch wieder trocken. Bei den Sportplätzen hinter dem Tierpark geht es auf der Strasse weiter bis zum Bahnhof Goldau 506m.

Dort laufe ich durch die Unterführung, den gelben Wegweisern nach. Nach der Brücke über die Rigiaa wechselt der Belag auf Beton. Die Steigung ist bereits so gross, dass ich während dem Laufen die Stöcke hervornehme und diese sogleich einsetze. So komme ich schneller voran, ab Blätzen wird es dann ein steiler Bergweg, der sich im Zickzack hinaufwindet, mit schönen Stufen und steinigem Untergrund. Bald schon komme ich zum Berggasthaus Rigi Dächli 948m, dieses liegt gerade richtig. Weil ich in Goldau unten keinen Brunnen passiert habe, ist meine zweite Flasche auch bald leer. Nun meldet sich der Durst, es hat zwar Tische draussen, aber hier ist Selbstbedienung. Ich kaufe mir am Kühlschrank ein Schorle und trinke es im Sitzen.

Gerade noch rechtzeitig erreicht mich eine Message meiner Frau, sie steigt nicht wie abgemacht beim Rigi Klösterli 1302m aus, sondern fährt direkt hoch auf den Kulm. So kann ich bei der nächsten Kreuzung den direkteren Weg über Resti nehmen. Der führt mich über Gruenholz, Schwändi an der Kulmhütte 1663m vorbei, direkt auf den Rigi Kulm 1797m. Vom Bahnhof aus habe ich grad zwei Stunden gebraucht bis ans Ziel. Mit guter Aussicht ist hier nichts mehr, der Nebel bewegt sich auf und ab. So muss ich hier nicht lange verweilen und kann hungrig wie ich nun bin hinunter zum Rigi Kulm Hotel. Dort sitzt meine Frau wartend draussen. So nass wie ich bin, will ich lieber drinnen etwas essen. Wir bestellen das Essen in der Selbstbedienung und setzen uns an einen der freien Tische. Der Koch bringt mir meine Bratwurst mit Pommes an den Tisch.

Garmin: Sattel-Rigi-Kulm