Steg – Toggenburger Höhenweg – Ricken SG

Heute machte ich eine kleine Trailruning Tour von Steg 695m im Töstal hinauf zum Roten 1147m über die Hirzegg 1049m, und weiter zum Schnebelhorn 1291m. Immer auf dem Höhenweg zum Gasthaus Alp Schindelberg 1154m. Kurze Pause bei 1/2L Cola und feinem frischen Nussgipfel. Anschliessen weiter steil hinauf auf die Rossegg 1254m über die Ober Habrüti zur Chrüzegg 1313m und gleich hinunter zum Bergasthaus 1264m.

Es war grad passend um 12 Uhr und so bestellte ich einen 1/2L Möhl ohne und Àlplermakronen mit Apfelmus. Auf dem Bank den Rücken an der Sonne so trocknete der Rücken und der Trailrucksach auf dem Bank recht schnell.

Die direkte Abzweigung zum Tweralpspitz 1331m habe ich verpasst und durfte so den viel steileren Zugang von der Untere Twerap hinauf „klettern“.  Über den Rotstein 1285m an der Schwamegg 1211m vorbei, ging es hinunter zur Alpweitschaft Hüttenberg 1054m. Da ich bereits genügend getrunken habe lies ich diese Gelegenheit aus und lief weiter nach Oberricken 906m und von dort aus auf der Strasse direkt hinunter nach Ricken SG 786m. Noch ein paar Meter hinauf zur Bushaltestelle Ricken SG, Kirche und noch rechtzeitig auf den Bus nach Rapperswil SG. Von dort aus direkt nach Zürich Oerlikon und nach Hause zur vierdienten Dusche.

7/5/19

Garmin: Steg_Toggenburger-Höhenweg_Ricken-SG

2-tägige Churfirsten Tour

Alt St. Johann / St. Gallen / Switzerland - 6/29/19Die «sieben Churfirsten», wie sie u. a. in der Tourismuswerbung genannt werden, heissen von Westen nach Osten: Selun (2204 m), Frümsel (2263 m), Brisi (2279 m), Zuestoll (2235 m), Schibenstoll (2234 m), Hinterrugg (2306 m) und Chäserrugg (2262 m). Am Selun ist das Wildenmannlisloch zu finden.

Freitag 28. Juni:

Am Nachmittag erfolgt die Anreise nach Wildhaus, der Bus für den Transport zum Hotel Stump’s Alpenrose steht an der Haltestelle bereit. Nach dem Zimmerbezug muss ich gleich mal duschen, es war sehr heiss im Doppelstock-Postauto von Wattwil nach Wildhaus Lisighaus. Danach ab ins Restaurant zum Nachtessen, alleine am runden Tisch.

Samstag 29. Juni:

Bereits um 05:00h ist das Frühstück geplant, und um 05:45h treffen wir den Bergführer Norbert Fischbacher auf dem Parkplatz vor dem Hotel. Dort ist auch Sonja Teuscher vom TT Toggenburg Tourismus, sie macht die Tour auch mit, damit sie die Kundensicht auch kennt. Mit dabei sind Nicole aus Münchwilen, Daniela & Philip aus Fläsch und Oliver aus Thalwil. Wir dürfen die Sachen, die wir erst heute Abend oder in der Nacht benötigen, in eine Kiste legen. Dieses Gepäck wird zum Berghotel Sellamatt  transportiert, so müssen wir weniger Gepäck mittragen. Was bei der angesagten Hitze von Vorteil ist.

Wir starten vom Hotel Parkplatz 1143m aus und gehen hoch, erst zum Iltios 1342m, es folgt das Stöffeli 1681m, dann hinauf zum Chäserrugg 2260m. Dort ist auf der heutigen Etappe die einzige Möglichkeit etwas zu trinken und Wasser nachzufüllen.

Der Weg zum Hinterrugg 2306m ist kurz und führt über einen kleinen Grat.

Um den Schibestoll 2234m zu erreichen, wird über ein Schneefeld abgestiegen, welches nicht auf dem Wanderweg ist. Dadurch verkürzt sich der Zustieg um circa eine Viertelstunde. Nach dem Aufstieg und der kurzen Pause folgt der Abstieg.

Dann wandern wir zum nächsten Zustieg. Die heutige letzte Bergroute ist, im Gegensatz zu den anderen Bergen, weiss-blau-weiss markiert. Es hat kleinere Kletterpassagen am Anfang, und der Weg über den Vorgipfel ist mit Stahlseilen gesichert, so kommen wir dann zum Hauptgipfel, dem Zuestoll 2235m.

Nach dem Abstieg auf derselben Route wandern wir hinunter zum Berghotel Sellamatt 1389m. Dort erwartet uns Mineralwasser und ein 🥂Cüpli, dazu wird eine leckere Aufschnittplatte serviert.

Danach gehen wir uns endlich frischmachen und treffen uns um sieben Uhr wieder zum Nachtessen. Dann noch ein Schlummerbecher und bald darauf ab ins Bett. Es ist sehr warm im Zimmer, und die Decke wird nicht benötigt.

6/29/19

Garmin: Chäserrugg_Hinterrugg_Schibestoll_Zuestoll

Sonntag 30. Juni:

Es wird auch heute wieder über 30°C heiss werden.

Alt St. Johann / St. Gallen / Switzerland - 6/30/19Frühstück 05:15h und um 06:00h sind wir bereit und wandern auf dem Höhenweg in Richtung Brisi 2279m. Die 890 Höhenmeter Aufstieg sind happig mit den müden Beinen vom Vortag.

Hinunter auf demselben Weg. Zum Glück kennt Norbert wieder eine Abkürzung, der nächste Zustieg erfolgt über ein Schneefeld, dies erleichtert die Tour und erspart uns zusätzliche Kilometer und auch Höhenmeter. Kurz vor Mittag sind wir oben beim Frümsel 2263m.

Das Sandwich aus dem Lunchpaket essen wir nach dem Abstieg unten bei unserem Materialdepot. Danach wandern wir zum letzten und einfachsten Berg, dem Selun 2204m.

Nach dem Abstieg zieht sich der Weg zur Ochsenhütte 1676m in der Hitze ordentlich in die Länge. Auch hier werden wir wieder erwartet, es ist ein Tisch reserviert, und die Aufschnittplatte steht bereit. Nach der Stärkung lobt Norbert unsere Gruppe für die gelaufenen Zeiten und meint, dass in etwa alle gleich stark waren.

Danach überreicht er uns einen Sticker mit allen sieben Churfirsten für den Rucksack.

Bald kommt der Bus 🚌 vom Hotel, dieser bringt uns über das Berghotel Selamatt, wo noch das deponierte restliche Gepäck aufgeladen wird, zurück zum Stump’s Alpenrose. Dort verabschieden wir uns voneinander. Die einen gehen noch zum Schwendisee für eine Abkühlung, doch mich zieht es nach Hause. Nicole ist so nett und nimmt mich bis zum Bahnhof Wil SG im gekühlten Auto mit. Die Wartezeit auf dem Perron, verbringe ich mit einer kühlen Apfel-Schorle.

7/1/19Garmin: Brisi_Frümsel_Selun

Die Organisation der Tour durch Toggenburg Tourismus war hervorragend. Norbert Fischbacher unser Bergführer hat uns sicher auf alle sieben Gipfel geführt und uns einige Erklärungen und Hinweise zu den Passagen mitgegeben. Damit wir klügere Entscheide fällen können, falls wir einmal irgenwo alleine wandern.

Garmin Pilger Statistik 2019

Abreise Tag / Heimfahrt

Spätes Frühstück um acht Uhr, den Rucksack 🎒 packen und aus dem angenehmen B&B. Danach zurück zum Palazzo Reale, da warte ich bis es endlich neun Uhr ist und lese dann erst das Wichtigste nämlich „lunedi chiuso“. 

Als nicht Studierter habe ich mich nicht so richtig in die Universität hinein getraut, darum nur Bilder vom Eingangsbereich gemacht.

Dafür war die prächtig geschmückte Basilica dell’Annunziata offen, da konnte ich dann im im Gegensatz zu gestern, wo ich fünf Schalter kippen musste, eine richtige Kerze 🕯 anzünden. Diese leuchtet nun zum Dank dafür, dass ich diesen schönen Pilgerweg ohne Probleme und Verletzungen machen konnte. Was bei den schmalen Strassen und der Fahrweise der abgelenkten Autofahrer nicht ganz selbstverständlich ist.

Danach nochmals zum Hafen beim San Giorgio. Dort wo die Via Postumia endet und der Via della Costa eigentlich anfängt. Vom Startpunkt aus wird man durch die schönen Gassen der Altstadt, an der Universität und dem Museo Palazzo Reale vorbeigeführt. Dieses Teilstück haben wir im 2018 verpasst, denn Markus und ich sind direkt nach der Ankunft des Zuges beim Genova P. Principe losgewandert.

Heute nehme ich hier den Zug zurück nach Milano Centrale und dann weiter nach Zürich HB.

5/15/19

Garmin2019.jpg

Etappe 44: Pontedecimo – Genova 🏁

Das Albergo Nazionale ist am Sonntag geschlossen, so suche ich mir mein Frühstück auf dem Weg und steuere die nächste offene Bar an. Der freundliche Barkeeper macht mir den Cappuccino und zeigt mir, wo ich das 🥐Brioche finde. Ich wandere über die Ponte Dadomo Gaetano, es folgt ein Wechsel der Strassenseite, doch dann muss ich suchen. Gleich beim Brückenende geht es rechts ins Quartier hinein, dem Fiume Polcevera entlang, irgendwann ist dann Pontedecimo fertig, und ich komme eine Stunde später in Bolzaneto an. Zeit für einen zweiten Cappuccino mit Brioche, dieses Mal mit Schokolade gefüllt.

Gut habe ich diese zusätzliche Stärkung noch zu mir genommen, denn jetzt steigt es stetig bis auf 300m in Begato und weiter hinauf auf 506m. Auf dem schönen Rundweg entlang den alten Festungen. Auf einmal sehe ich mein Zielort Genova und dahinter das Meer. Etwas weiter vorne sehe ich dann auch die andere Seite der schönen Stadt, dort wo ich hinab muss zurück auf Meereshöhe.

Etwas weiter vorne sehe ich dann auch die andere Seite der schönen Stadt, dort wo ich hinab muss zurück auf Meereshöhe.

Andrea hat keine Mühe gescheut und sich auch einmal für einen Mountainbike-Weg entschieden. Der verläuft etwas anders als ein normaler Wanderweg, viel direkter und demzufolge auch steiler. Mir liegt das ja, die abgelaufen Salomon greifen nicht mehr so gut, aber es reicht noch. So komme ich nach Granarolo, dort wo auch die Zahnradbahn hinunter nach Principe fährt. Viele Treppenstufen und steile Strassen hinunter, es dauert, bis ich am Bahnhof Genova P. Principe angekommen bin.

Dort hat es am Pfosten zwei Wegweiser, einen für die Via Postumia und den anderen zur Via della Costa, die ich bereits mit Markus gepilgert bin.

Mitten durch die wunderschöne Altstadt, durch kleine Gässchen komme ich zur Chiesa di San Luca, die ich mir ansehe.

Danach weiter bis zum Palazzo San Giorgio. Somit ist mein Pilgerweg von Trieste nach Genova mit über 1’000 Kilometer abgeschlossen.


Der Pilger 😇 hat sein Ziel 🏁 erreicht. Grazie mille an Andrea, er hat den ganzen Weg vorbildlich gekennzeichnet.


Am Hafen entlang schlendere ich zum B&B Delfino Blue und mache etwas Hausarbeit. Einen Teil kann ich Zuhause mit der Maschine gründlicher waschen. Die Schuhe 👟 und Socken 🧦 können in den Abfalleimer.

Die neuen Salomon SpeedCross 4 GTX sind schon eingelaufen. Ich bin vom Game 7 Athletics, die drei Kilometer zum B&B zurückgelaufen. Die alten 👟 haben von Piacenza bis Genova nur 12 Tage und 262 Kilometer durchgehalten.

 


5/12/19Garmin: Pontedecimo – Genova

Liebe Leser,

mein Pilgerweg, die Via Postumia, ist hier in Genova zu Ende. Ab morgen müsst ihr euch anderweitig beschäftigen, ich fahre mit dem Zug 🚞 nach Hause und freue mich auf geheizte Räume.

Etappe 43: La Sereta – Pontedecimo

Nach dem gestrigen späten Nachtessen um 20 Uhr habe ich den Heiz-Lüfter über Nacht abgestellt, gut geschlafen und bin im kühlen Raum aufgewacht. Mein Frühstück erhalte ich gegen acht Uhr, es ist wichtig etwas zu essen, weil in den nächsten zwölf Kilometern Campi noch einige Höhenmeter dazukommen werden. Es gibt ☕️ selbstgemachtes Brot mit Butter und Konfitüre, ich fühle mich wie Zuhause. Nur dass mir hier in den ungeheizten Räumen einfach zu kalt ist. Ich bin mich nicht gewohnt, das Nachtessen oder das Frühstück mit der Daunenjacke einzunehmen. So verabschiede ich mich von Barbara und dem La Sereta auf 568m und wandere im Nebel los. Andrea hat hier mit der Markierung sein Bestes gegeben. Über Fraconalto wandere ich im Nebel 🌫  nach 4.5km wechsle ich von der Windstopper-Jacke zur ☔️ Regenjacke und packe den 🎒 Rucksack in die Regenhülle. Es ist etwas einsam hier, aber sehr gut markiert und im Nebel kaum zu verfehlen. Bevor ich den Monte Calvo 827m erreicht habe, ist der Weg etwas aufgeweicht, und es sind Spuren von schweren Fahrzeugen sichtbar. Nicht weit davon sind Holzfäller im steilen Hang tätig. Ein grosser Traktor mit Anhänger steht im Weg, und ich muss daran vorbei.

Kurz darauf bin ich in der Nähe vom Monte Poggio 848m und erreiche den höchsten Punkt 832m. Jetzt geht es eine Weile lang abwärts, da kommt doch bei diesem Wetter noch ein verrückter Mountainbiker auf mich zu. Wir winken uns zu, etwas später bin ich beim Passo della Bocchetta 772m, hier treffe ich wieder auf die SP160. Auf dieser wandere ich nun bis nach Pietrelavezzara. Etwas komisch ist es schon, wie die Autofahrer die Welt sehen. Die einen haben kein Licht und den anderen fehlt es an Einfühlungsvermögen, wieviel Abstand ein einsamer 😇 Pilger sich ersehnt. Im Dorf angekommen erfüllt sich meine Hoffnung auf eine geöffnete Bar nicht.

Also bleibt mir nichts anderes übrig als weiter zu wandern. Andrea hat sich da etwas Schönes ausgedacht, als er  diese Variante wählte. Nur bei Nässe und hohem Gras ist es nicht optimal. Die Schuhe, die Hosen und Socken sind nach den ersten Metern schon pflotschnass. Der nun folgende abenteuerliche Weg ist bei trockenem Wetter sicher super zum Wandern. Viele gefallene Bäume liegen über dem Trail, so geht es weiter bis nach Isoverde. Wer hätte das  gedacht, eine offene Bar, nix wie hinein, schnell einen☕️mit 🍺 und 🍰 bestellen und sich hinsetzen.

Nach der Pause geht es eine Weile lang der Strasse nach hinunter, doch Pilger müssen auch mal wieder bei einer Kirche vorbei und diese stehen normalerweise auf einem Hügel. So lande ich erst oben in Gaiazza, bevor es dann zügig hinunter geht nach Pontedecimo. Der Weg ist eigentlich gut gemacht, nur sind diese Steine bei Nässe rutschig, nicht optimal. Unten heil angekommen komme ich zur Brücke über den Torrente Polcevera. Hier muss ich zum Albergo Nazionale und habe schon wieder das Problem mit der Adresse. Bei der Bahnlinie merke ich, dass etwas nicht stimmt und kehre um. Doch bei Nummer 25 ist kein Albergo, was bleibt mir anderes übrig als zu fragen. Der nette Herr schickt mich zurück zum Semaforo und dort nach rechts, alles klar, ich habe die falsche Strasse erwischt.

Nach dem ☕️🍺 kann ich aufs Zimmer und mich meiner nassen Sachen entledigen. Endlich warn duschen und abtrocknen,so fühlt es sich besser an. Trockene Füsse sind schon etwas Schönes, da sieht man wie bescheiden ein Pilgerleben ist. Fürs Essen ist es schon knapp, die Dame ist nicht begeistert, als ich auch noch etwas will, aber schlussendlich klappt es doch noch. Nun noch das Übliche und etwas ausruhen, Morgen soll das Wetter für die letzte Etappe besser sein.

5/11/19Garmin: La Sereta – Pontedecimo

Etappe 42: Voltaggio – La Sereta

Heute Morgen hatte ich um acht Uhr bei Nonna Fo ein ausgezeichnetes Frühstücks-Buffet, mit Omelette, Brot, Süssigkeiten, Orangensaft und Cappuccino und einem Lungo. Nach dem Frühstück verabschiede ich mich von Nonna Fo und laufe zur Bar, aber heute Morgen arbeitet jemand anderes dort, so kaufe ich mir noch ein Wasser für den Weg und wandere über die alte Steinbrücke des Torrente Lemme aus Voltaggio. Ab der nächsten Abzweigung folge ich eine Weile dem Bach Carbonasca. Die nächste Abzweigung vom Bach weg, verpasse ich dann und muss etwa 500m zurücklaufen.

Der Weg ist gut und manchmal steil, feucht bis nass je nach Lage. So langsam aber stetig nähere ich mich dem höchsten Punkt auf 649m.

Auf einmal wird die Stille unterbrochen, es knattert und ein Typ mit einem Trial-Motorrad fährt mir entgegen und winkt mir zu. Von weitem sehe ich schon Castagnola es ist kurz vor 12 Uhr. Der Hunger ist schon da, aber Essen wird erst später serviert. Das Bier 🍺 bekomme ich jetzt schon. Da bleibt noch Zeit übrig, um am Blog zu schreiben und an der warmen Sonne ☀️ das Hemd und die Schuhe zu trocknen. Etwas später kann ich in den Saal, schade denn hier drinnen ist natürlich nicht geheizt und darum eher kühl. Die Ravioli vom Primo reichen mir, so bestelle ich den Secondo ab und nehme nur das Dolce. Erdbeeren 🍓 mit semifredo, geschmeckt hat es nach Amaretto und war sehr 😋 lecker.

Die letzten vermutlich noch drei Kilometer schlendere ich nur noch, weil viel zu früh im Agriturismo ankommen will ich dann doch nicht. Ich habe dort ja ausser der Hausarbeit nichts zu tun.

Nun bin ich im Agriturismo La Sereta, bei  Barbara Coscia. Das Fünfer Zimmer bewohne ich ganz alleine. Die Dusche 🚿 ist okay, wenn man vom Vorhang absieht. Nicht vergessen €35.- inklusive Nachtessen, dafür darf man auch mal vom Vorhang umschmeichelt werden.

Die Salomon aus Piacenza sind schon durchgelaufen, diese werden jedenfalls in Genova ausgetauscht, gegen die aktuelleren SpeedCross 5. Einen Laden, der am Sonntag offen hat, habe ich schon gefunden.

Game 7 Athletics S.p.A. an Via Fiumara 15.

So langsam geht meine Reise zu Ende, den anschliessenden Teil, von Genova nach Arles, sind Markus und ich im 2018 zusammen gepilgert.

5/10/19Garmin: Voltaggio – La Sereta

Etappe 41: Gavi – Voltaggio

Von Gavi aus sieht man von Auge das Santuario N.S. Della Guardia sehr schön, aber mein📱hat Probleme, eine gute Aufnahme zu machen.

Heute muss ich aufpassen, dass ich bei dieser kurzen Etappe mit 15 Kilometern und 450 Höhenmetern nicht zu früh fertig werde, denn der Checkin ist erst ab 16 Uhr möglich.

Im B&B trinke ich ☕️ und esse ein Joghurt, dann ins Zentrum. Im Caffé Cantante bekomme ich zwei liebevoll gestaltete Cappuccini, dazu einen Berliner gefüllt mit Schokolade.

Danach wandere ich über die tiefe Brücke des Torrente Lemme aus Gavi. Eine viersprachige ⚠️ Warntafel weist einen darauf hin, die Durchfahrt bei Hochwasser zu unterlassen. Erst der Strasse entlang, doch dann durch einen völlig durchnässten Weinberg hoch. Dort sehe ich ein flüchtendes  Rebhuhn. An den Füssen ruinierte Schuhe.

Oben in Zerbetta angekommen realisiere ich, dass es heute doch nicht bis zum Santuario hinführt, sondern dass ich vorher links abschwenken und über Cà di Massa ins kleine Bergdorf Bosio wandern werde. Nach anderthalb Stunden bin ich dort angekommen und habe etwas Hunger. Die Trattoria wäre zwar offen, aber der Besitzer meint, für einen ☕️ soll ich die 50m bis zur Bar laufen. Diesen ☕️ nehme ich dann dort, dazu ein Schweppes Limone 🍋, dazu ein Panino und ein 🍺 Pilsner Urquell. Richtig so, denn ab hier bis nach Voltaggio ist nur noch kulinarische Wüste.

Damit meine Füsse, Schuhe und Socken etwas trockener werden, setze ich mich auf die Treppe bei der Apotheke und geniesse barfuss 👣 die ☀️ Sonne. Da kommt ein Mann mit zwei kleinen Hunden zu mir und erkundigt sich, ob ich die Via Postumia mache. Ich bejahe und  frage ihn dann, ob er Andrea kenne. Er bestätigt dies und will wissen, wohin ich heute noch wandere. Darauf meint Davide, seine Mutter Maura, arbeite in Voltaggio in der Bar Vultabia.  Ich solle ihr Grüsse ausrichten. Er will mich noch in eine Bar mitnehmen, aber für den Moment ist mein Bedarf gedeckt. Ich verabschiede mich von Davide, dem mehrfachen Pilger und wandere weiter.

Es ist zwar weder weit noch hoch hinauf, aber diese italienischen Hügel gehen in die Beine, fast keine normale Steigung, entweder ist es flach oder steil, etwas zwischendurch kennen die selten. Irgendwann erreiche ich dann den höchsten Punkt auf 681m, leider verdecken die Bäume die mögliche schöne Aussicht.

Jetzt sehe ich etwas, Berge wohin man auch sieht, obwohl es per Luftlinie noch gut 1km bis Voltaggio ist, sehe ich nichts davon. Dafür scheint der Weg jetzt meinen Ansprüchen gerecht zu werden, es geht hinunter und nicht zu knapp.

Yeah! Downhill 👣 “go gadget go”

Sehr lange dauert das nicht, dann bin ich auf der Strasse und wandere den Rest ins Dorf hinein. Anstatt nun ins Zentrum zu laufen, folge ich irrtümlich den gelben Pfeilen und laufe über eine alte Bogenbrücke auf die Hauptstrasse. Jetzt merke ich, dass ich schon zu weit bin und kehre um. Dafür werde ich mit einer sonnigen Bilderbuch-Ansicht von Voltaggio belohnt.

Voltaggio / Piedmont / Italy - 5/9/19Zurück ins Dorf, ich finde die Bar Vultabia auf Anhieb. Heute reicht es mir zeitlich gut fürs Mittagessen. Die erste Dame, die am Tisch vorbei kommt, um die Bestellung aufzunehmen, ist zu jung, aber diejenige, die mir das Essen bringt, passt altersmässig. Ich überbringe ihr die Grüsse und sie strahlt. Maura kennt auch Andrea, der kürzlich hier das Gelb aufgefrischt hat. Nach dem ☕️, den ich an der Bar trinke, verabschiede ich mich von den zweien und gehe zur Unterkunft, dem B&B Nonna Fo, meine Sachen erledigen.

Anschliessend zurück ins Dorf, an die Bar, um ein Gelato zu schlecken, schliesslich bin ich in 🇮🇹 Italien. Heute Abend zum Nachtessen nochmals zurück zur Bar mit den sympathischen Damen, die sich sehr für die Pilgerreise interessiert haben. Maura übergab mir ihr Telefon, da Davide sich bei mir erkundigen wollte, wie es mir ergangen war.

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Stupenda Voltaggio, vai per cena in gelateria Vultabia

5/9/19Garmin: Gavi – Voltaggio